So lief Hirschers Kristallcoup

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So gelang Hirscher der 2. Kristallcoup

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Und wieder gehört er ihm: Marcel Hirscher darf zum zweiten Mal in Folge den "depperten Glasbecher" für den Sieg im Gesamtweltcup in Empfang nehmen.

Wie schon bei der Premiere 2011/12 war ein Speedfahrer sein Haupt-Konkurrent. Nach Beat Feuz lieferte sich Hirscher diesmal mit Svindal ein Duell bis zum Finale.

Absagen bringen endgültige Entscheidung

 Hirscher startete besser in Saison. Mit dem Doppelsieg am Speed-Wochenende in Lake Louise übernahm Svindal aber die Spitze, die er bis zum Jahreswechsel halten sollte.

Im Slalom-Monat Jänner übernahm aber Hirscher das Kommando, heimste an jedem Wochenende Big Points ein und setzte sich zwischenzeitlich mit mehr als 200 Punkte ab.

Knackpunkte aus Svindals Sicht waren sicherlich die Wochenenden in Wengen und Kitzbühel. Wengen verließ er nach einem Sturz in der Abfahrt mit lediglich 15 Punkten aus der Kombi, in Kitzbühel blieb er trotz des Super-G-Sieges unter den Erwartungen.

Svindal macht nochmals Druck

Beim Heimwochenende in Kvitfjell konnte der Norweger nochmals Druck machen, kam mit einem Sieg und einem zweiten Rang bis auf 39 Punkte an Hirscher heran.

Dieser behielt allerdings in Kranjska Gora die Nerven und konnte seinen Vorsprung wieder auf 149 Punkte ausbauen.

Svindals Chancen waren damit gering, nach der Absage von Abfahrt und Super G beim Finale in Lenzerheide waren sie dahin.

Das Duell Woche für Woche:

Den große Showdown in Lenzerheide verhinderte letztlich das Wetter. Nach den Absagen von Abfahrt und Super G war die Entscheidung praktisch gefallen.

Fix war der zweite Gesamtsieg Hirschers, als Svindal seinen Verzicht auf einen Slalomstart erklärte.

"Nein. Das macht keinen Sinn, ich werde den Slalom nicht fahren", beantwortete Svindal eine entsprechende Frage. "Marcel hat sich den Sieg im Gesamtweltcup verdient. Ich werde den Slalom als Zuschauer genießen."

"Für mich ist das unreal"

Hirschers Freude ist zunächst durch die Verletzung von Teamkollege Klaus Kröll im Super G gedämpft.

Am Abend erklärt er im ORF-Interview: "Für mich ist das noch so unreal. Es hat sich alles auf ein Duell mit Aksel zugespitzt. Dann waren aber gestern und heute keine Rennen möglich. Jetzt kommt das ganze zwei Tage früher, als man es erwarten konnte. Ich muss das alles erst realisieren."

Verlauf des Duells:


 Saison-Leistungen im Vergleich:

Hirscher benötigte für seine 1375 Punkte nur 18 Renneinsätze - Svindal war hingegen 23 Mal am Start.

Bei den Siegen hat Hirscher zwei Rennen vor Schluss mit 6:5 die Nase vorne. Klarer und damit Weltcupentscheidend sieht es bei den Podestplätzen aus: 16 Mal schaffte es Hirscher bisher in den Top 3, Svindals neun Stockerlplätze sind auch stark - aber in dieser Saison nicht stark genug.

Philipp Bachtik

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