Tiroler Doppelsieg bei Hüttenrallye

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Über 200 wagemutige Rider stürzten sich am 27. und 28. Jänner in St. Anton am Arlberg in das Abenteuer der Red Bull Hüttenrallye.

Der spektakuläre Freeski-6-Cross-Bewerb sorgte in der Wiege des alpinen Skilaufes wieder für ein actiongeladenes Winterspektakel.

Der Tiroler Christoph Wahrstötter zeigte beim großen Finale am Samstag der Konkurrenz, aus welchem Holz ein Skifahrer des 21. Jahrhunderts geschnitzt sein sollte.

Der Titelverteidiger, US-Ski-Star Daron Rahlves, musste den Red-Bull-Hüttenrallye-Thron somit räumen.

"Buntes" Terrain

Wirklich alles verlangt die Red Bull Hüttenrallye ihren Teilnehmern ab. Die Strecke des einzigartigen Freeski-Events führte sechs Rider gleichzeitig 1,7 Kilometer und 540 Höhenmeter über Stock, Stein und Hütten.

In einer Laufzeit von rund zwei Minuten geht es durch selektives Gelände, Heustad‘ln, kräfteraubende Kurven und über zünftige Hütten-Sprünge.

Wer mehrere Durchgänge dieses wilden Sixpack-Rittes mit internationaler Beteiligung erfolgreich meisterte, kann wirklich von sich behaupten, ein kompletter Weltklasse-Skifahrer zu sein.

Beinharte Jungs

Nach der Qualifikation am Freitag war die Spreu vom Weizen getrennt. 32 Rider hatten sich in die Finalläufe gekämpft, wo sie heute Samstag gegen 16 Fixstarter antraten.

Im Anschluss an über einem Dutzend packender und kräfteraubender Durchgänge im Wahnsinns-Tempo, bei denen jeweils die Hälfte der Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke blieb, standen schließlich nur noch die sechs Besten ganz oben und warteten auf den finalen Startschuss des „Wilderers“.

Mit dabei der Favorit Daron Rahlves, drei Österreicher und zwei deutsche Athleten. Im letzten und wohl dramatischsten Sechskampf setzte sich einer gleich zu Beginn an die Spitze: Der 22-jährige Tiroler Christoph Wahrstötter aus Hopfgarten im Brixental.

Anreise falsch geplant

„Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich mit dem Zug gekommen“, lachte der ÖSV-Läufer, nachdem er seinen Preis, einen Suzuki Swift entgegen genommen hatte.

Daniel Riegler aus Hall machte den Tiroler Doppelsieg komplett. Der 20-jährige ÖSV-Skicrosser kämpfte sich während des Rennens vom 3. Platz auf den 2. Rang nach vorne. Andy Schauer aus Deutschland landete auf Platz 3.

Sieger Christoph Wahrstötter freut sich über den Suzuki Swift

Der 26-jährige DSV-Athlet stammt aus Lenggries. „Die Jungs sind großartig gefahren. Gratulation an Christoph, Daniel und Andy."

„Am Start hatte ich leider Probleme mit meinem Ski und startete als Fünfter ins Rennen. Ich bin auf alle Fälle nächstes Jahr wieder dabei und werde versuchen zu gewinnen“, kommentierte US-Star Daron Rahlves im Ziel die letzte Fahrt.

Action hautnah

Im prall gefüllten Zielgelände der Red Bull Hüttenrallye bei der Galzigbahn in St. Anton am Arlberg verfolgte das Publikum gebannt die Wettkämpfe live auf einer Video-Wall.

Aber auch die Ski-Legende Karl Schranz war zu Gast: „Früher schon sind junge Skifahrer zum Training über Hütten gesprungen. Skiläufer brauchen Freiraum. Genau das wird bei der Red Bull Hüttenrallye umgesetzt und das ist das Schöne.“

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