"Comeback" im Weltcup

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Matthias Lanzinger als Vorläufer in Flachau

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Wenige Tage nach seinem ersten Sieg im Europacup der Behinderten-Skirennläufer gibt Matthias Lanzinger ein "Comeback" auf der ganz großen Skibühne.

Der unterschenkelamputierte Salzburger wird am Mittwoch beim Herren-Weltcupslalom in Flachau vor vermutlich 15.000 Zuschauern als Vorläufer antreten.

"Eine Riesen-Bereicherung"

Damit startet erstmals ein ehemaliger Weltklasse-Läufer nach einem schweren Schicksalsschlag als Behinderter bei einem FIS-Weltcup-Event.

"Dass Matthias wieder dabei ist, ist eine Riesen-Bereicherung", freute sich ÖSV-Sportdirektor Hans Pum über den Auftritt Lanzingers, dem in Folge seines Sturzes beim Super-G von Kvitfjell im März 2008 der linke Unterschenkel amputiert werden musste.

Auftritte haben Tradition

Auftritte von Behindertensportler haben beim Alpinski-Weltcup in Flachau freilich Tradition. So ist schon Reini Sampl 2004 als Vorläufer gestartet.

Beim diesjährigen Damenslalom am Dienstag macht u.a. der Vorarlberger Monoskifahrer und Weltcup-Gesamtsieger Philipp Bonadiman die Vorfahrer-Spur.

Hujara-Schwierigsohn als Drahtzieher

Den Lanzinger-Auftritt hatte Behinderten-Cheftrainer Manuel Hujara, der Schwiegersohn von FIS-Chefrenndirektor Günter Hujara, eingefädelt.

Größter Wunsch Lanzingers, der sich auf ein Wiedersehen mit seinen Kollegen aus früheren Zeiten freute, war der nach guter Pistenqualität.

Das sollte aber passen. Denn obwohl Flachau den Levi-Slalom kurzfristig und noch bei "Hochsommerbedingungen" übernommen hat, ist die Hermann-Maier-Rennstrecke in ausgezeichneten Zustand und nicht zu eisig.

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