Der "Bulle aus Öblarn" scharrt in den Startlöchern

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Auf der neuen Homepage von Klaus Kröll ist noch Ruhe vor dem Sturm. Der Startschuss, so scheint es, fällt erst, wenn er selbst ins Geschehen eingreift.

Lange müssen die Fans des Steirers aber nicht mehr warten, denn in nicht einmal zwei Wochen geben die Abfahrer in Lake Louise erstmals Gas.

Und der „Bulle aus Öblarn“ scharrt schon in den Startlöchern, kann es gar nicht mehr erwarten, dass ihm der Startrichter den Countdown zählt.

"Konnte Programm durchziehen"

Kröll hat seine Hausaufgaben gemacht und präsentiert sich im Gespräch mit LAOLA1 körperlich topfit und mental bestens gerüstet.

„Ich hatte eine richtig gute Vorbereitung ohne Probleme, konnte mein Programm so durchziehen, wie ich es mir vorgenommen habe und die Zeit gut nützen.“

Vergangene Woche trainierte die Abteilung Speed bei perfekten Bedingungen in Sölden, am Freitag ging es zur Akklimatisierung nach Vail, Colorado.

Feinschliff für eine lange Saison

Dort holen sich Kröll und Kollegen den Feinschliff für eine lange Saison mit insgesamt 19 Rennen (Abfahrt und Super-G).

„Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, zum Beispiel das Set-Up, aber das passiert vor Ort.“

Die physische Vorbereitung ist dagegen absolviert: „Da ist im November viel weitergegangen, die Belastungen und harten Pisten sollten kein Problem sein.“

Lücke nach Walchhofer

Kein Problem hat der junge Familienvater auch mit der Rolle des „Oldies“ bei den Speedfahrern, die er nach dem Karriereende von Michael Walchhofer übernommen hat.

Kröll findet es „schade, dass so ein Großer weg ist“, da der Abfahrts-Weltmeister von St. Moritz 2003 immer ein guter Anhaltspunkt war. „Sicher wird er uns fehlen, aber wir stehen gut da und können die Lücke hoffentlich gut füllen.“

Er selbst geht als Nummer 1 in die Saison, unter Druck setzen lässt sich Kröll davon aber nicht.

„Mir ist das relativ egal, weil schlussendlich muss sowieso jeder auf sich selbst schauen. Aber wenn es geht, möchte ich natürlich noch ein paar Jahre ganz vorne mitfahren.“

Und Anhaltspunkt für die Teamkollegen sein. „In erster Linie schaue ich aber auf mich und konzentriere mich auf meine Arbeit. Weil sonst bin ich nicht lange da oben“, ruht sich der 31-Jährige nicht auf seinen Lorbeeren (drei Weltcup-Siege, Anm.) aus.

Die Klassiker im Visier

Wenige Ruhephasen wird es auch während der Saison geben, hat sich Klaus Kröll doch die Latte selbst hoch gelegt.

„Mein großes Ziel ist der Abfahrts-Weltcup, aber es gibt auch sonst einiges zu tun.“

So stehen die beiden Klassiker Wengen und Kitzbühel ganz oben auf der Liste. „Den einen möchte ich verteidigen, beim anderen gewinnen.“

Olympia und WM-Test

Und dann stehen auch noch der Olympia-Test in Sotschi und die WM-Generalprobe in Schladming auf dem Programm.

Letzteres ist für Klaus Kröll, der die Planai am Helm trägt, das große Highlight.

„Ich bin schon gespannt, wie die WM-Abfahrt geworden ist. Und wenn ich dann auch noch daheim die Kugel übernehmen könnte, wäre es einfach nur geil!“

Stephan Schwabl

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