Allrounder Baumann hat den Riesentorlauf im Visier

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Aus den Boxen der Schirmbar mitten im Zentrum von Sölden schallte Roland Kaiser.

Allerdings nicht mit seinem Hüttengaudi-Hit „Joanna“, sondern mit „Ich glaub', es geht schon wieder los“.

Als Romed Baumann von Hochfilzen ins Ötztal reiste, dachte er sich nicht: „Das darf doch wohl nicht wahr sein“, sondern: „Endlich geht es wieder los!“

Gute Ergebnisse am Rettenbachferner

Der Tiroler kann die erste Standortbestimmung des Winters gar nicht mehr erwarten, ist richtig heiß auf die neue Ski-Saison.

Auch weil er sich am Rettenbachferner immer wohlgefühlt hat.

Bei FIS-Rennen wurde er zwei Mal Zweiter, im Weltcup ist der siebente Platz aus dem Jahr 2008 sein bestes Sölden-Ergebnis.

„Es ist ein traumhaftes, aber schwieriges Rennen“, so der letzte „echte“ ÖSV-Allrounder nach Benjamin Raich.

Mit gutem Bauchgefühl nach Sölden

Auch der Rummel rund um den Weltcup-Auftakt macht dem 25-Jährigen nichts aus. Im Gegenteil, Baumann freut sich auf den Trubel.

„Es ist doch klar, dass das mediale Interesse nach dem Sommer groß ist, und die Fans fiebern dem ersten Rennen der Saison genauso entgegen wie wir“, freut sich der Skifahrer aus der Biathlon-Hochburg  einerseits auf „die einmalige Stimmung“, vor allem aber auf seinen Fanklub, der wieder in Scharen auf den Gletscher fahren und für tolle Stimmung sorgen wird.

Und die Baumann-Fans dürfen sich von ihrem Liebling und auch den anderen Österreichern einiges erwarten: „Wir haben sehr gut trainiert, mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir eigentlich ganz gut dabei sein müssten.“

Im Riesentorlauf weiter nach vorne

Für den sympathischen Salomon-Läufer geht es nach einer echten Breakthrough-Saison mit Stockerlplätzen in der Abfahrt von Gröden und im Super-G von Lake Louise sowie dem dritten Platz in der Hahnenkamm-Kombi darum, den nächsten Schritt zu tun.

Baumann will auf der Karriereleiter weiter nach oben und konstant vorne mitfahren – und das in vier Disziplinen.

Vor allem im Riesentorlauf will er wieder einen Schritt nach vorne machen, der 17. Platz in der Weltcup-Endabrechnung 2010/2011 hat den Tiroler schon gewurmt.

„Ich weiß, dass ich es besser kann. Und ich bin in der Form, das hier in Sölden zu zeigen.“

Gesamt-Weltcup (noch) kein Thema

Sollte alles so aufgehen, dann könnte er auch im Gesamt-Weltcup ein Wörtchen mitreden, oder?

„Ich werde in letzter Zeit sehr oft gefragt, ob das für mich ein Thema ist. Aber der Rennsport ist kein Wunschkonzert."

"Zuerst muss ich in mehreren Disziplinen konstante Leistungen abrufen und ein Siegfahrer werden, dann kann ich über höhere Ziele sprechen.“

Stephan Schwabl

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