„Bin nicht der Volldodel“

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Meschik: „Eine gute Werbung für den Sport“

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Es hat nicht sollen sein.

Snowboard-Ass Ina Meschik zeigte im Parallen-Riesentorlauf im Rosa Khutor Extreme Park zu Sotschi eine exzellente Leistung, musste am Ende aber mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen.

Wenngleich das Ergebnis bitter ist, war die Kärntnerin in erster Linie erfreut über ihre gelungene Performance.

Verbesserung

„Sicherlich ist man enttäuscht, aber ich nehme den vierten Platz gerne mit“, so die 23-Jährige.

Vor vier Jahren war sie in Vancouver Sechster geworden, nun habe sie sich verbessert. „Das sieht ja schon ganz gut aus“, denkt sie wohl schon weiter bis an Pyeongchang.

Den Einzug ins Halbfinale überhaupt geschafft zu haben, hätte sie nur Stunden zuvor nicht für möglich gehalten.

Keine Katastrophe

„Ganz ehrlich: Bei der Besichtigung habe ich mir gedacht, das wird eine Katastrophe. So, wie sich das im Laufe des Tages entwickelt hat, bin ich froh, dass ich nicht den Kopf in den Sand gesteckt und aufgegeben, sondern weitergekämpft habe. Ich glaube, das war eine gute Werbung für unseren Sport.“

Die Nervosität spielte bei der HSZ-Sportlerin keine besondere Rolle, wenngleich sie gesteht, dass das Herz „natürlich etwas höher geschlagen hat als sonst“.

Sie habe aber nicht gezittert und sei ruhig geblieben.

Eisige Bedingungen

Ohnehin sei es so, dass viele Kolleginnen, die deutlich schlechter klassiert sind als Meschik, ihren vierten Platz „gerne genommen“ hätten.

Aufgrund der schwierigen Bedingung in der Früh war die Strecke extrem eisig, am Nachmittag dann deutlich weicher, was zahlreiche Medaillenkandidaten schon frühzeitig aus allen Medaillenträumen gerissen hat.

„Ich bin wirklich zufrieden, bin nicht der Volldodel, wie wir es ja auch schon hatten, und nehme den vierten Platz so hin, wie er ist.“

Nach vorne schauen

Zuversichtlich stimmt sie, dass ihr der Hang entgegenkommt. Das sind gute Voraussetzungen, um am Samstag, wenn der Parallel-Slalom das Programm der Snowboarder beschließt, wieder ganz vorne mitmischen zu können.

Ihre Saisonergebnisse waren zwar im Riesentorlauf besser, doch die Trainingszeiten im Slalom stimmen sie durchaus positiv.

„Ich hoffe, ich kann das zeigen, was ich kann. Dann gehe ich vielleicht mit Tränen aus den Augen (aus dem Wettkampf) raus.“

Mit Freudentränen, versteht sich …

 

Aus Sotschi berichtet Christoph Nister

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