Ankauf eines Superstars?

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Lockte das Geld Viktor An nach Russland?

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Offen ließ der Short-Track-Star nun, ob er 2018 an den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilnehmen wird.

Keine Genugtuung verspürt An jedenfalls mit Blick auf die Leistungen seiner ehemaligen Landsleute. Bei den Herren hat Südkorea erstmals seit 2002 keine Medaille ergattert.

"Ich will in Südkorea deshalb keine Kontroversen auslösen. Es gibt so viele Zeitungsartikel, die mich mit den koreanischen Athleten vergleichen. Ich bedauere das", meinte An.

Der russische Eislauf-Verband hat dementiert, dass er Short-Track-Olympiasieger Viktor An mit viel Geld angelockt und damit die USA ausgestochen habe.

"Das ist nicht wahr. Das sind nur Anschuldigungen. Es hat keinen Kampf zwischen Russland und den USA gegeben", sagte Verbandspräsident Alexey Kravzov am Freitagabend nach dem zweiten und dritten Gold für den gebürtigen Südkoreaner in Sotschi.

"Bitte machen Sie sich keine Illusionen, dass Viktor An gekauft wurde und es kommerzielle Angebote gegeben hat, damit er seine Staatsbürgerschaft ändert und nach Russland kommt", betonte Kravzov.

Nationswechsel nicht Ans Idee

Kurios wurde es allerdings, als der Verbandsboss seinem Star ins Wort fiel.

Er habe einfach eine Gruppe von Menschen gesucht, die ihm und seinen Fähigkeiten vertrauen, erklärte An. An einen Wechsel der Nationalität habe er nicht gleich gedacht, vermerkte der koreanisch sprechende 28-Jährige.

Kravzov wollte dies so nicht gelten lassen. "Ich glaube, Viktor wurde nicht korrekt übersetzt. Es war von Anfang an klar, dass er in Sotschi für Russland starten wird", stellte der Verbandsboss fest.

An quittierte dies mit einem Lächeln, später sagte er noch einmal: "Als ich von Korea hier her kam, hatte ich noch nicht vor, Russe zu werden."

Will sich nicht an Koreanern messen

An ist mit dreimal Gold und einmal Bronze der erfolgreichste Teilnehmer der Winterspiele in seiner Wahlheimat. Exakt die gleiche Anzahl an Medaillen holte er als Ahn Hyun-soo 2006 in Turin für sein Geburtsland. Nach einer Verletzung und einem Streit mit dem südkoreanischen Verband wechselte er 2011 nach Russland.

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