Ladner: "Macht mich schon stolz"

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Marco Ladner hat am Dienstag in der Halfpipe des Extrem-Parks Rosa Chutor ein kleines Stück Olympia-Geschichte geschrieben.

Mit 15 Jahren und 302 Tagen avancierte der Tiroler zum jüngsten Ski-Freestyle-Olympiateilnehmer aller Zeiten. Ladner belegte am Ende der Qualifikation Rang 19. Fürs Finale der Top-Zwölf reichte es auch nicht für Andreas Gohl, der 20-jährige Vorarlberger landete auf Platz 20.

"Macht mich stolz"

"Ich find's sehr cool, dass ich der Jüngste bin. Das macht mich schon stolz", meinte Ladner nach der Quali, die gleichzeitig auch den Startschuss für die Olympia-Premiere der Ski-Halfpiper bedeutete.

"Ich hoffe natürlich, dass noch sehr viele Olympia-Teilnahmen dazukommen." Begleitet wurde der Youngster nach Russland von seiner gesamten Familie.

Aufgrund des starken Schneefalls am Abend (Ortszeit) war der Speed der insgesamt 28 Athleten eher gering, die gezeigten Tricks dadurch weniger spektakulär.

"Es war brutal langsam. Aber die Platzierung ist mir eigentlich egal. Es war einfach super, das alles erleben zu dürfen. Beim nächsten Mal geh ich noch lockerer und schon mit viel mehr Erfahrung ins Rennen", sagte Ladner, der sich angesichts der bevorstehenden Heim-WM 2015 auf dem Kreischberg über bessere Trainingsbedingungen freuen würde.

Gohl hat es "richtig genossen"

Ladner bleibt noch bis Sonntag in Sotschi, dann fliegt er nach Hause, wo wieder der Alltag als Schüler beginnt.

Auch Gohl war nach seinem Debüt auf der großen Bühne begeistert. "Bei so einer Atmosphäre zu fahren, diese Ehre habe ich davor noch nie gehabt. Ich hab's richtig genossen", sagte Gohl.

Über seine sportliche Darbietung meinte der Bludenzer: "Die Bedingungen waren durch den starken Schneefall brutal schwierig. Im ersten Run hatte ich gleich zu Beginn einen kleinen Fehler, dadurch fehlte mir dann der Speed. Im zweiten Run bin ich dann leider beim letzten Trick gestürzt."

Nächstes Ziel Heim-WM

Bis zur Heim-WM will Gohl "so viel wie möglich trainieren". "Ich möchte dranbleiben und mich weiterentwickeln.

Ich hoffe, dass sich in Österreich etwas tut und die eine oder andere Pipe entsteht. Das wäre für unser Training extrem wichtig", meinte Gohl.

Gold an US-Boy

Gold geht an den US-Amerikaner David Wise. Nach einem famosen ersten Finallauf, der mit 92,00 Punkten belohnt wird, ist der X-Games-Sieger nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Daran ändert auch ein Sturz im zweiten Run nichts.

Silber holt sich der Kanadier Mike Riddle (90,60) vor dem Franzosen Kevin RolLand (88,60).

Qualifikations-Sieger Justin Dorey kommt im ersten Lauf schwer zu Sturz. Auch den zweiten verpatzt der Kanadier und wird nur Zwölfter.

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