Jubeln am Ende wieder die Kanadier?

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Es sind die beiden besten Mannschaften des Turniers, die beiden vergangenen Olympiasieger.

Das Eishockey-Finale der Männer zwischen Kanada und Schweden bildet am Sonntag (13.00 Uhr) einen würdigen Abschluss der Olympischen Spiele in Sotschi.

Beide Mannschaften makellos

Die Kanadier sind darauf aus, als erstes Team seit mehr als 20 Jahren Olympia-Gold erfolgreich zu verteidigen. Sie gelten als leichter Favorit.

Beide Teams haben im Turnierverlauf alle fünf Spiele gewonnen, beide im Halbfinale ihre Erzrivalen besiegt.

Kanada rang die USA nieder (1:0), Schweden Finnland (2:1). Auch das Endspiel könnte eine torarme Angelegenheit werden. Schweden hat in der Offensive einige Ausfälle zu verkraften und hofft auf seinen bisher überragenden Torhüter Henrik Lundqvist.

Erstes "Auswärts-Gold" für Kanada seit 1952?

Seit 1992 hat kein Team Olympia-Gold mehr erfolgreich verteidigt. Damals siegte das vereinte GUS-Team der Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Die sowjetische "Sbornaja" hatte zuvor auch 1984 und 1988 triumphiert. Für Kanada wäre es das erste außerhalb Nordamerikas errungene Eishockey-Gold seit Oslo 1952.

2002 triumphierten die "Ahornblätter" in Salt Lake City, 2010 zu Hause in Vancouver.

Schweden mit Verletzungssorgen

"Vertraut unserem Spiel. Vertraut darauf, was uns hierher gebracht hat", beruhigte Sidney Crosby seine Landsleute. Kanadas Kapitän und Superstar hat in Sotschi noch kein Tor erzielt, hält nach fünf Spielen erst bei zwei Assists.

Sorgen macht er sich deswegen aber keine. "Wir sind von Spiel zu Spiel besser geworden. Das müssen wir einfach fortsetzen", meinte der 26-Jährige.

Kanadas Favoritenrolle ist nicht nur dem enormen spielerischen Potenzial geschuldet, sondern auch den dezimierten Schweden. Nach den verletzten Henrik Sedin und Johan Franzen ging dem Weltmeister zu Turnierbeginn auch Kapitän Henrik Zetterberg mit einem Bandscheibenvorfall verloren.

Die Hoffnung heißt Lundqvist. Der NHL-Goalie der New York Rangers hält bei einer Fangquote von mehr als 95 Prozent und hat im Schnitt nur 1,2 Gegentore pro Spiel kassiert.

"Wir sind noch nicht fertig"

"Schweden ist knausrig. Sie lassen nicht viel zu und haben einen der besten Torhüter der Welt hinter sich", warnte Kanada-Stürmer Matt Duchene.

"Ich wäre nicht überrascht, wenn es erneut 1:0 ausgeht." Lundqvist fühlt sich jedenfalls bereit. "Das wird unser härtester Test", weiß der 31-Jährige. "Ich hoffe, wir haben uns das Beste für den Schluss aufgehoben. Wir werden es brauchen, wir treffen auf ein noch besseres Team."

Kanadas Teamchef Mike Babcock kennt die Schweden genau, betreut er doch bei den Detroit Red Wings nicht weniger als vier schwedische Olympia-Akteure, darunter Neo-Kapitän Niklas Kronwall.

"Wir sind noch nicht fertig", versicherte Babcock. "Wir werden das hier beenden." Zuletzt standen einander die beiden Teams 1994 in Lillehammer in einem Olympia-Finale gegenüber.

Damals siegten die Skandinavier nach einer dramatischen Partie mit 3:2 nach Penaltyschießen.

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