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Team Canada plagen Luxus-Probleme

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Kanadas Eishockey-Team hat bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi die ersten Aufgaben auf dem Weg zur Titelverteidigung problemlos gemeistert.

Dem 3:1 gegen Norwegen ließ der Favorit auf die Goldmedaille am Freitag ein 6:0 gegen Österreich folgen. Vor dem Duell um den direkten Aufstieg ins Viertelfinale am Sonntag (18.00 Uhr MEZ) gegen Finnland hat Babcock Sorgen der besonderen Art.

"Wir versuchen besser zu werden. Je länger das Turnier dauert, umso schwerer wird es", erklärte Babcock nach dem souveränen Sieg gegen Österreich.

Zwei NHL-Cracks auf die Tribüne

Allerdings macht dem 50-Jährigen, der Team Canada 2010 zu Olympia-Gold geführt hat, eine Regeländerung gegenüber dem Heimturnier in Vancouver zu schaffen.

Vor vier Jahren waren 20 Feldspieler im Kader erlaubt. In Sotschi sind es 22, aber nur 20 dürfen eingesetzt werden. Babcock muss daher pro Spiel zwei Mann auf die Tribüne setzen. Bei einem Kader, der ausschließlich aus NHL-Stars besteht, muss der Teamchef daher harte Entscheidungen treffen.

"Es ist eigentlich irre. Du musst einem Spieler, der alles richtig gemacht hat, sagen, dass er nicht spielt. Das ist nicht lustig", sagte Babcock nach dem Spiel gegen Österreich.

Auch ein kanadischer Teamchef kann nicht alles begründen

"Hätte ihm keinen Grund nennen können"

Am Freitag blieb für Torhüter Carey Price, Verteidiger Dan Hamhuis und Stürmer Pat Sharp nur die Zuschauerrolle. Sharp, Stürmer der Chicago Blackhawks, liegt gemeinsam mit Sidney Crosby auf Platz 6 der NHL-Torschützenliste.

"Es ist gut, dass er mich nicht gefragt hat, warum, weil ich ihm keinen Grund hätte nennen können", so Babcock, der am Sonntag gegen Finnland zwei andere Spieler pausieren lässt.

Mann des Abends für die Kanadier war Jeff Carter, der im Mitteldrittel drei Treffer erzielte und damit den ersten Olympia-Hattrick in einem Drittel seit 22 Jahren erzielte. Dabei war der Torjäger der Los Angeles Kings nur 13. Stürmer und erhielt nicht einmal neun Minuten Eiszeit.

Den spektakulärsten Treffer erzielte aber Shea Weber. Der Verteidiger der Nashville Predators donnerte in der 11. Minute den Puck von der blauen Linie ins Kreuzeck.

Shea Weber schießt scharf

"Scharfschütze" Weber

Babcock, im Hauptberuf NHL-Cheftrainer der Detroit Red Wings, weiß um die Gefährlichkeit von Webers Schüssen. "Wenn wir (Detroit) gegen Nashville spielen, setze ich meine besten Spieler nicht im Penalty-Killing ein. Ganz einfach, weil ich Angst habe, dass ihnen Weber (mit seinen Schüssen) die Beine oder Knöchel bricht", sagte Babcock.

Weber lässt sich seine Künste auch bestens honorieren. Der 28-Jährige hat den zweithöchsten Vertrag der NHL-Geschichte. Weber wurde von Nashville im Sommer 2012 um 110 Millionen US-Dollar (80,25 Mio. Euro) für 14 Jahre an den Club gebunden.

Lediglich Alexander Ovechkin  hat seine Unterschrift unter eine höhere Summe gesetzt. Der russische Stürmerstar hat im Jahr 2008 von den Washington Capitals 124 Mio. Dollar (90,46 Mio. Euro) für einen 15-Jahres-Vertrag erhalten.

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