Liebe, Sex und Zärtlichkeit

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In olympischer Schottergrube wird eifrig gebaggert

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„Man darf sich das nicht so vorstellen, dass in jedem Hotel, in dem wir absteigen, wilde Orgien zelebriert würden. Aber es ist auch nicht so, dass jeder, der allein eincheckt, dann auch die Nächte allein verbringt.“

Die olympischen Flirtzonen

Der Aufschrei war damals groß, auch weil Höfl-Riesch davon schrieb, dass Trainer, Physiotherapeutinnen, Serviceleute oder Pressebetreuer die Zeit „als willkommene Abwechslung vom Ehealltag“ verstehen würden.

Das führte in einigen Fällen so weit, dass die Daheimgebliebenen ihre Angetrauten nicht mehr weglassen wollten.

In den olympischen Dörfern wird im Schwimmbad, im Fitnesscenter oder in der Relaxzone angebandelt was das Zeug hält.

Aber auch das Austria House Tirol ist eine große Flirtzone. Zu später Stunde dreht es sich im Kaminstüberl bei vielen nur noch um das eine … und das sind nicht die Medaillen!

Zu viel Stress durch Sex-App

Längst Goldstatus hat die Single-App „Tinder“ erreicht. Das Prinzip ist einfach: Dem User werden andere Singles im Umkreis vorgeschlagen, die zu den eigenen Interessen passen sollen.

Mögen sich zwei User, benachrichtigt sie die Sex-App und verrät, wo der jeweils andere steckt.

„Tinder ist im Dorf das nächste Level! Hier sind nur Athleten, da sind schon ein paar Süße dabei“, bekannte Snowboarderin Jamie Anderson.

Aber schon kurz darauf musste die US-Amerikanerin die App wieder löschen, weil es ihr zu viel wurde. „Es gab einen Punkt, an dem ich sagen musste: Okay, das lenkt mich zu sehr ab!“

Aufregung um Nacktfotos

Auch die libanesische Slalomläuferin Jackie Chamoun wurde in ihrer Vorbereitung gestört – und das von höchster Stelle.

Als in ihrer Heimat bekannt wurde, dass sie sich vor drei Jahren für den sexy „Skilehrerinnen-Kalender“ ausgezogen und von Ski-Prinz Hubertus von Hohenlohe nackt hat fotografieren lassen, sah sich der Sportminister dazu veranlasst eine Untersuchung einzuleiten, um den „Ruf des Lands zu schützen“.

Das Internet schlug sich sofort auf Chamouns Seite, die vom libanesischen Olympischen Komitee einen Maulkorb verordnet bekam.

Auf Twitter posten Menschen aus aller Welt unter dem Hashtag #stripforjackie witzige Nacktbilder.

Auch auf ihrer Facebook-Seite gab es fast nur Rückendeckung für die hübsche Skifahrerin. „Wöchentliche Autobomben – kein Problem. Ein leicht freizügiges Foto-Shooting – Skandal“, schrieb ein User.

Nackt im "Playboy"

Deutlich harmloser waren die Reaktionen auf die Playboy-Shootings einiger Sportlerinnen.

So hat sich unter anderem Biathletin Miriam Gössner, die ihren Olympia-Traum nach einem Mountainbike-Unfall begraben musste, für die „Mutter aller Nackt-Magazine“ ausgezogen.

Sehr zur Freude ihres neuen Freundes Felix Neureuther, der aber vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. „Als ich gefragt wurde, waren wir noch nicht lange zusammen. Aber er hatte damit überhaupt kein Problem.“

Es gibt aber auch echte Liebesgeschichten unter den fünf Ringen: Tennis-Superstar Roger Federer servierte bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney ein Love-Game bei seiner heutigen Frau Mirka.
 

Liebe, Sex und Zärtlichkeit. Es sind die drei inoffiziellen Disziplinen bei Olympischen Spielen.

Sommer und Winter – es geht immer heiß her.

Schon 1994 in Lillehammer bekannte die amerikanische Skifahrerin Carrie Sheinberg, dass ihr zwei deutsche Bobfahrer ihre Goldmedaille geboten hätten, wenn sie ihnen jeden Wunsch erfüllen würde.

Alle zwei Jahre wird wieder spekuliert: Wer vergnügt sich mit wem?

"Wie im Schul-Skikurs"

Der ehemalige deutsche Stabhochspringer Tim Lobinger hat das Olympische Dorf einmal so beschrieben: „In der zweiten Woche, wenn für viele die Wettkämpfe vorbei sind, laufen die fast nur mit offener Hose herum.“

Auch in Sotschi soll es heiß hergehen – und das länderübergreifend. Aber auch im österreichischen Team soll sich schon das eine oder andere Pärchen gefunden haben.

Ein Insider spricht von „Zuständen wie beim Schul-Skikurs“. Von Sportlern, die frühmorgens durch die Gänge schleichen, um in ihr Zimmer zu kommen.

Keine Kondome für Trainer

Da passt es ins Bild, dass sich einige Sportler darüber beschwert haben, dass es im Mountain Village keine Gratis-Kondome mehr gibt.

Vor vier Jahren in Vancouver reichten 100.000 Gratis-Kondome für Athleten und Betreuer nicht aus – es mussten noch einmal 8.500 Stück nachbestellt werden.

Auch in Sotschi wurden 100.000 Kondome bereitgestellt, also 35 Stück pro Sportler - die Trainer gingen leer aus.

Erinnerungen an "Porno-Zirkus"

Sehr zum Ärger der deutschen Rodel-Legende Georg Hackl: „An die Trainer hat keiner gedacht! Ich brauche keine, aber mit der Aktion unterstellt man uns, dass wir keinen Sex mehr hätten.“

Dabei sind auch die Betreuer nächtlichen Unternehmungen nicht abgeneigt, was einem unweigerlich die Biografie von Maria Höfl-Riesch in Erinnerung ruft.

Die hatte in „Geradeaus: Höhen und Tiefen meines Lebens“ vom Ski-Weltcup als „Porno-Zirkus“ geschrieben.

 

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