"Silber gewonnen, nicht Gold verloren"

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Es hat doch noch geklappt.

Nachdem Österreichs Skispringer in den beiden Einzel-Konkurrenzen im Rahmen der Olympischen Spiele in Sotschi leer ausgingen, sprangen sie im Teambewerb zu Silber.

Einzig die deutsche Mannschaft, war am Ende einen Tick besser, 2,7 Punkte trennten die Mannschaft von Werner Schuster von jener Alexander Pointners.

Serie gerissen

Damit ging in Russland eine beeindruckende Serie zu Ende. Seit 2005 besetzte Österreich bei jedem einzelnen Großereignis Platz eins in der Teamkonkurrenz.

„Es wäre komplett unfair gegenüber unseren Jungen, zu sagen, es wäre nur Silber geworden. Es ist großartig für die gesamte Mannschaft. Die zwei Jungen, Gregor, der nicht in Topform ist, und Thomas in seiner Situation – wie sie gekämpft und zusammengehalten haben, da haben sie gemeinsam Silber gewonnen und nicht Gold verloren“, erklärte Cheftrainer Pointner.

Sammlung komplett

Auch seine Schützlinge waren froh, doch noch mit Edelmetal dekoriert zu werden. „Ich bin sehr, sehr stolz meinte etwa Thomas Morgenstern, der vor wenigen Wochen beim Skifliegen am Kulm in Tauplitz/Bad Mitterndorf so schwer stürzte und dessen Karriere am seidenen Faden hing.

Indes freute sich Gregor Schlierenzauer über einen ganz anderen Fakt: „Für mich Silber gut, denn jetzt ist meine olympische Medaillensammlung von den Farben her komplett.“

Freude bei den Jungen

Erstmals im Zeichen der fünf Ringe standen Hayböck und Diethart, für beide ist das Gefühl, eine Medaille im Konzert der Großen zu gewinnen, etwas Besonderes.

„Es ist ein Wahnsinn. Was in dieser Saison, in dieser kurzen Zeit schon alles passiert ist – der Tourneesieg war schon ein Wahnsinn und jetzt, wo ich gerade dabei bin, alles zu realisieren, kommt noch eine Silbermedaille dazu“, rang der Niederösterreicher Diethart um Worte.

Sein oberösterreichischer Kollege ergänzte: „Es scheint surreal. Ich habe im Continental-Cup angefangen und mich langsam raufgekämpft. Jetzt habe ich zwei Top-10-Platzierungen bei Olympia und Silber mit dem Team – genial. Ich bin megahappy. Das werden wir gescheit feiern.“


Aus Sotschi berichtet Christoph Nister

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