Schlierenzauer hat natürlich das große Ziel Einzel-Gold, doch er weiß, dass man auch das Quäntchen Glück braucht. "Ich habe das schon selbst miterlebt, zum Beispiel bei der WM in Liberec. Es wird keine Rücksicht auf das Wetter genommen. Da wird drübergefahren und es wird durchgepeitscht", weiß Schlierenzauer nicht zuletzt auch aus dem diesjährigen Weltcup-Geschehen. Dies will er im Hinterkopf behalten. "Man muss immer demütig und zufrieden bleiben."

Dennoch hält er fest: "Die Olympia-Einzel-Goldmedaille ist das letzte Puzzleteil in meiner Erfolgssammlung - das muss das Ziel sein."

Olympia "sehr viel Theater"

Schlierenzauer fährt mit vier sehr erfolgreichen Jahren an Erfahrung mehr zu seinen zweiten Spielen. "Die ersten Olympischen Spiele, da weiß man nie, was auf einen zukommt, da ist man höchst euphorisch und ist einfach noch ein bisserl jungfräulich. Jetzt weiß man wie es abläuft, es ist genauso ein Wettkampf wie jeder andere. Alles andere ist eine sehr schöne Nebenerscheinung, aber sehr viel Theater."

Nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hat sich sehr viel für ihn getan, stellt Schlierenzauer fest. "Vancouver war für mich genial von der Stimmung her, es waren sensationelle Spiele mit gleich drei Medaillen", erinnert der Team-Olympiasieger auch an seine zwei Bronzemedaillen in den Einzelbewerben. "Es ist ein Riesenprivileg, Spitzensportler zu sein und überhaupt so erfolgreich zu sein wie ich. Das ist nicht immer einfach, aber ich genieße es, im Flair der Olympischen Ringe dabei sein zu dürfen", freut sich Schlierenzauer auf Sotschi.

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