"Stolzer" Björndalen ist der Größte aller Zeiten

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Rang Name Nation Sportart Gold Silber Bronze Gesamt
1 Ole Einar BJÖRNDALEN NOR Biathlon <span style=\'color: #ff0000;\'>8 4 1 <span style=\'color: #ff0000;\'>13
2 Björn DÄHLIE NOR Langlauf 8 4 0 12
3 Lyubov YEGOROVA RUS Langlauf 6 3 0 9
4 Lidija SKOBLIKOVA UdSSR   Eisschnelllauf  6 - - 6
5 Marit BJÖRGEN NOR Langlauf 5 3 1 9

Ole Einar Björndalen ist der Mann der Superlative.

Angesichts seiner Erfolge fällt es allerdings schwer, einen Superlativ zu wählen, der seiner Klasse gerecht wird.

In der erstmals bei Olympischen Spielen ausgetragenen Mixed-Staffel der Biathleten eroberte der Norweger gemeinsam mit Tora Berger, Tiril Eckhoff und Emil Hegle Svendsen die Goldmedaille.

Für den 40-Jährigen war es zugleich eine historische.

Dählie übertroffen

Mit nunmehr acht Goldmedaillen, vier in Silber und einer in Bronze, ist er endgültig zum erfolgreichsten Winter-Olympioniken aller Zeiten empor gestiegen.

Landsmann und Björndalens Idol Björn Dählie gewann eine Bronzene weniger. "Er war immer ein großes Vorbild für mich und ist es immer noch", erklärt der neue Rekordmann nach dem Triumph.

Björndalen empfindet Stolz

LAOLA1 hat "Mr. Biathlon", wie der seit vielen Jahren in Obertilliach lebende Björndalen genannt wird, nach seinen Gefühlen befragt, als ihm das historische Ausmaß seines Sieges bewusst wurde.

"Da war sicher Stolz dabei. So etwas erlebt man nie wieder, es war wirklich schön", erklärte Björndalen sichtlich bewegt.

Schwierig, rein zu kommen

Der Gewinn von Mixed-Gold sei für ihn etwas ganz Besonderes. "Die Staffel ist erstmals dabei. Es ist ein sehr schönes Rennen und auch sehr schwierig, in die Mannschaft zu kommen."

Hat man diese Hürde überwunden, sei die Chance allerdings entsprechend groß, auch mit einer Medaille dafür belohnt zu werden.

Björndalen weiß genau, wovon er spricht, hat Norwegen doch - inklusive der Spiele in Sotschi - nun schon vier Mal in Folge bei Großereignissen den Sieg davon getragen.

Keine Zeit zum Nachdenken

Wirklich Zeit, seine Leistungen einordnen und sacken lassen zu können, hatte der Ausnahmeathlet aus Drammen in Norwegen nicht.

"Es ist ein schönes Gefühl, zugleich aber auch sehr schwierig, das während der Spiele zu realisieren, weil der Fokus immer auf dem Rennen liegt. Ich denke, dass es nach Olympia besser wird."

Am Samstag hat "König Ole" in der Herren-Staffel die Chance, sein Medaillenkonto, das inklusive Weltmeisterschaften nun schon bei 52 (!) liegt, weiter aufzustocken.

Poiree huldigt "König Ole"

Unabhängig davon zieht die Konkurrenz schon jetzt den Hut vor dem erfolgreichsten Biathleten aller Zeiten.

"Er ist mehr als der größte Wintersportler aller Zeiten. Er ist ganz einfach DER Athlet schlechthin", huldigt ihm Raphael Poiree, selbst einer der stärksten Loipenjäger überhaupt, gegenüber LAOLA1.

Der Franzose, in den 90er und 2000er Jahren der härteste Gegner des "Wikingers", kennt "niemanden, der seinem Sport auch nur annähernd so viel gegeben hat".

"Er ist außergewöhnlich"

Auch Emil Hegle Svendsen, der seinem Landsmann in Vancouver vor vier Jahren mit drei Olympiasiegen die Show stahl, zieht seinen Hut.

Das ganze Team müsse ihm "ein großes Danke" aussprechen. "Viele Dinge, die wir in unserem System für selbstverständlich erachten, sind es durch die Karriere von Ole Einar. Sein extremer Professionalismus hat uns viel gebracht. Er ist wirklich außergewöhnlich."

So außergewöhnlich, dass der Superlativ erst erfunden werden muss, der den Leistungen der Sportler-Legende Ole Einar Björndalen gerecht wird.

 

Aus Sotschi berichtet Christoph Nister

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