ÖSV-Biathleten auf der Suche nach dem Glück

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Der Biathlon-Massenstart am Sonntag steht ganz im Zeichen der Jagd von Martin Fourcade nach seinem dritten Gold.

Aber auch der Sprint-Zweite Dominik Landertinger und Verfolgungs-"Blechvogel" Simon Eder wollen dem Franzosen im dritten Olympia-Bewerb das Leben wieder möglichst schwer machen und den zuletzt zweimal knapp verpassten Sprung aufs das Podium schaffen.

Eder grämt sich trotz seines neuerlichen vierten Platzes nicht besonders. "So etwas arbeitet natürlich im Kopf, man hadert schon ein bisschen, aber es hält sich in Grenzen. Es war sicher wieder eines meiner besten Rennen. Wenn man Vierter wird, dann ist das Glück eh schon auf deiner Seite, weil das man auch erst einmal werden", betonte der auch schon bei Olympia 2010 vierplatzierte Salzburger am Freitag im Gespräch mit der APA.

Fourcade "unglaublich"

Er sei froh, dass seine Form so gut ist und blickt deshalb optimistisch Richtung Sonntag. Bei idealem Rennverlauf könne man auch Sprint- und Verfolgungssieger Fourcade biegen, vermutet Eder.

"Es ist schon unglaublich, was Fourcade wieder abgerufen hat, aber wenn er mit Landi in die Schlussrunde geht, soll er sich nicht so sicher sein. Ich war aber auch schon weiter weg, meine Form passt."

"Landi" kann es locker angehen

Der im Einzel hinter ihm fünftplatzierte Landertinger kann wegen seiner Sprintsilbernen locker an die Sache herangehen. "Bis jetzt ist es super gelaufen. Schade, dass es sich zweimal knapp nicht ausgegangen ist. Aber wenn man durch die Reihen schaut und sieht, dass Superstars wie Svendsen noch gar nichts haben, dann bin ich voll zufrieden, dass es einmal hingehaut hat", meinte der Massenstart-Weltmeister von 2009.

Das Wettkampfformat mit 30 gleichzeitig loshetzenden Konkurrenten liege ihm einfach. "Mir taugt der Kampf Mann gegen Mann sehr gut", so der laufstarke Tiroler, der sich aber auch im Schießen weiterentwickelt hat. "Seit dem letzten Jahr geht es wirklich gut. Ich habe viel daran gearbeitet, habe mit Pistolenschießen angefangen und viel Abwechslung gesucht, das fruchtet ganz gut."

Erfahrung hilft

Auch seine mittlerweile reiche Erfahrung bei Großereignisse sei ein Plus. "Ich weiß, was ich auf der Strecke vertrage, wie ich mich am Schießstand fokussieren muss. Man muss sich auf das Gefühl verlassen, auf das höre ich. Das habe ich früher nicht können und teilweise Blackouts gehabt."

Sollte ihm das neuerlich gelingen, könne er auch Fourcade gefährden. "Er wird sicher voll andrücken. Ich gehe mit, solange ich kann, da schenke ich ihm nichts", versprach er.

Krug bleibt gelassen

Cheftrainer Remo Krug blieb wegen der wieder knapp verfehlten Medaille gelassen. "Wenn man ganz vorne mitspielt, dann muss man zufrieden sein, auch wenn es nicht für die Medaille reicht. Natürlich ärgert man sich über so ein Ergebnis, Vierter und Fünfter bei Olympia. Das ist zwar bitter, aber wir haben sehr, sehr gute Leistungen abgeliefert", stellte er klar.

Krug ist sich sicher, dass es wie bei Landertinger im Sprint auch bei Eder demnächst mit Edelmetall klappen wird. "Er soll nicht zaudern, sondern nach vorne schaue, irgendwann gleicht sich das aus, davon bin ich überzeugt. Es ist jetzt bei ihm auch schon fast zwangsläufig", erinnerte er an die konstanten Spitzenergebnisse Eders. Topfavorit sei aber Fourcade, ergänzte der Deutsche.

Der Franzose möchte natürlich nachlegen. "Ich will meinen Rivalen zeigen, dass ich immer noch hungrig bin", bekräftigte er. Auch Simon Fourcade ist sich sicher, dass noch weiter Glanztaten seines Bruders folgen werden. "Ich verspreche euch, da kommt noch mehr."

Höhe macht "Sumi" zu schaffen

Für Christoph Sumann, 2010 Olympia-Vierter im Massenstart, dürfte das hingegen wohl nicht möglich sein. Dem Vizeweltmeister von 2009 macht die Höhenlage zu schaffen. Rang 24 im Einzel am Donnerstag war sein bisher schlechtestes Ergebnis bei Olympia überhaupt.

Wie Sumann haben mit Ausnahme von Sprintsieger Ole Einar Björndalen auch die Norweger mit der Höhe zu kämpfen. Vancouver-Olympiasieger Emil Hegle Svendsen kam im Einzel nicht über Platz sieben hinaus, deshalb ist der vierfache Weltmeister von 2013 nicht sehr optimistisch.

"Ich glaube daran, dass ich auf dem richtigen Weg bin, aber ich weiß nicht, ob es reichen wird, auf das Podium zu kommen.

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