Zweites Gold für Domracheva

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Domracheva mit 2. Gold, Innerhofer stark gelaufen

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Die weißrussische Biathletin Darja Domratschewa hat in Krasnaja Poljana ihren zweiten Olympiatitel erobert.

Die Verfolgungssiegerin triumphierte am Freitagabend auch im Einzel trotz einer Strafminute überlegen. Sie gewann vor der Schweizerin Selina Gasparin und ihrer Landsfrau Nadeschda Skardino, die fehlerfrei geblieben waren.

Innerhofer mit starker Laufleistung

Sehr beachtlich in der Loipe schlug sich mit der achtbesten Laufzeit Katharina Innerhofer, allerdings brachte sich die Salzburgerin mit vier Strafminuten um einen möglichen Spitzenplatz und belegte über fünf Minuten zurück Rang 28.

"Im Laufen ist es vom Anfang bis zum Ende gut gegangen. Dass ich fünf Runden so durchdrücken konnte, war cool. Vier Fehler klingt viel, aber vier mal ein Fehler klingt dann nicht so schlecht", meinte die 23-Jährige mit einem Lachen.

Hauser mit einem Fehler

Ihre Teamkollegin Lisa Theresa Hauser schoss zwar nur einen Fehler, verlor aber in der Loipe enorm viel. Die 20-Jährige kam mit fünfeinhalb Minuten Rückstand auf Rang 36.

"Es war heute wirklich schwierig. Mit dem Schießen bin ich zufrieden, das Laufen geht das nächste Mal hoffentlich wieder besser", sagte die in der ersten Runde gestürzte Tirolerin.

Der nächste Einsatz für das Österreicherinnen-Duo ist am Mittwoch die neu ins Programm genommene Mixed-Staffel. Für den Massenstart am Montag sind sie nicht qualifiziert.

Strahlende Siegerin

Domratschewa war drei Tage nach ihrem ersten Erfolg in der Verfolgung in einer eigenen Liga und gewann als erste Sportlerin aus Weißrussland zwei Titel bei Olympischen Winterspielen.

"Ich denke, das bedeutet eine Menge für mein Land", betonte die strahlende Siegerin, die vor vier Jahren im Einzel Bronze erlaufen hatte. Die 27-Jährige distanzierte Gasparin nach 15 Kilometern um 1:15,7 Minuten, Skardino lag 1:38,2 zurück.

Guter Tag für die Schweiz

Gasparin gab der Schweiz nach den zwei Goldenen von Dario Cologna (Langlauf) und Sandro Viletta (alpine Kombination) mit der ersten Biathlon-Frauenmedaille in der Geschichte einen weiteren Grund zum Feiern. Als erste Gratulantinnen stellten sich ihre ebenfalls mitgelaufenen Schwestern Elisa (33.) und Aita (62.) ein.

Die 29-Jährige aus dem Engadin holte ihr erstes Edelmetall bei einem Großereignis. Ihren ersten von mittlerweile zwei Weltcupsiegen hatte sie Anfang Dezember in Hochfilzen geschafft.

Titelverteidigerin und Weltmeisterin Tora Berger aus Norwegen kam indes nach drei Fehlern nicht über Platz 16 hinaus.

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