Ende gut, alles gut

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"Jetzt kann ich das Thema Olympia abschließen!"

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„Der Kurs hat es in sich gehabt – ich musste für die Medaille richtig fighten. Dass es sich ausgegangen ist, ist ein Traum.“

Letzte Chance genützt

Den größten Druck, so die Göstlingerin, habe sie sich selbst gemacht.

„Ich habe gewusst, dass es meine allerletzte Chance ist. Das hat es nicht unbedingt leichter gemacht.“

Aber, schickt sie unter Tränen nach, man braucht Ziele im Leben und im Sport, um wirklich Gas geben zu können.

Ein bisschen hat Kathrin Zettel aber sicher auch für die Oma Gas gegeben.

 

Stephan Schwabl

Kathrin Zettels Tränendrüsen produzierten wahre Sturzbäche.

Die Fahrt von Maria Höfl-Riesch sah Zettel nur verschwommen. Mit viel Geschrei und noch mehr Tränen.

„Als Maria oben den Fehler hatte, habe ich nur gehofft, dass sie noch ein bisserl langsamer fährt.“

Ab dem Zeitpunkt, als die Deutsche im Ziel und also klar war, dass der hochdekorierten Niederösterreicherin ihre erste Olympia-Medaille nicht mehr zu nehmen war, gab es kein Halten mehr.

„Unbeschreiblich, was da von mir abgefallen ist.“

Nicht wieder Vierte

Denn eigentlich hatte sich Zettel schon damit abgefunden, wieder einmal Vierte zu werden.

Wie schon vor acht Jahren in Turin und vor vier Jahren in Vancouver. „Umso schöner ist es, dass ich endlich auch von Olympischen Spielen eine Medaille nach Hause bringen darf.“

Von ihren letzten Spielen, wie die 27-Jährige unmittelbar danach bekannt gab. „Jetzt kann ich positiv mit dem Thema Olympia abschließen.“

Oma gestorben

Dem Gewinn der Bronzemedaille war ein harter Kampf vorausgegangen.

Gegen eine hartnäckige Verkühlung, die sie auch dank der Unterstützung der Teamärztin und ihrer Physiotherapeutin rechtzeitig in den Griff bekam.

Vor allem machte ihr aber der Tod der Großmutter am Dienstag die Vorbereitung auf den Slalom schwer.

„Die Woche war irrsinnig hart und mit viel Trauer verbunden. Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal, umso stolzer bin ich, dass ich das so geschafft habe.“

Harter Kampf

Zettels Dank an einem der größten Tage ihrer Karriere galt „allen, die mir in der schweren Zeit geholfen haben“.

Also den Trainern, die sie aufgebaut haben. Und ihrem Vater, der in den schweren Stunden immer ein offenes Ohr für seine Tochter hatte.

Auch deshalb konnte Zettel am Renntag den Schalter umlegen und sich dem Kampf mit dem durch die schwierigen Bedingungen äußerst anspruchsvollen Slalomhang stellen.

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