Raich und Schörghofer spekulieren mit Medaille

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Ted Ligety, Marcel Hirscher und - mit etwas Respektabstand - Alexis Pinturault sind die heißesten Medaillenkandidaten für den Olympia-Riesentorlauf am Mittwoch (8.00 und 11.30 Uhr MEZ).

Neben Hirscher wollen aber auch die drei weiteren Österreicher Benjamin Raich, Philipp Schörghofer und Matthias Mayer ein Wörtchen im Rennen um Gold, Silber und Bronze mitplaudern.

Raich hat wegen seiner Rückenschmerzen auf die Super-Kombination verzichtet. Vor dem Techniker-Doppelpack mit Riesentorlauf und Slalom meldete sich der Doppel-Olympiasieger der Spiele 2006 aber voll fit.

"Ich bin schmerzfrei und hab sehr gut trainieren können. Ich bin fit und gut vorbereitet", berichtete Raich, der in seine vierten und letzten Winterspiele startet.

"Deshalb bin ich hierhergekommen"

Dass der 35-Jährige diesmal nicht zu den engsten Favoriten gezählt wird, kann er nachvollziehen und stört ihn auch nicht. "Was für Außenseiter bei Olympia möglich ist, hat man hier in Sotschi schon gesehen.

Von den Favoriten sind noch nicht sehr viele ganz oben gestanden", sagte Raich und verwies u.a. auf den Abfahrts-Coup seines Teamkollegen Mayer.

"Natürlich sehe ich für mich eine Chance auf eine Medaille, deshalb bin ich hierhergekommen", stellte der Pitztaler klar. Im Riesentorlauf sieht er die Möglichkeit dafür um einen Tick größer als im Slalom.

Raichs Routine könnte dabei ein entscheidender Faktor werden: "Ich bin mir meiner Erfahrung bewusst und versuche sie auch zu nützen. Aber du musst dich in jedem Rennen neu beweisen. Und dieser Herausforderung stell ich mich nach wie vor sehr gerne."

Schörghofer: "Alles ausblenden und einfach skifahren"

"Weiß, dass es möglich ist"

Auch Schörghofer, WM-Dritter 2011, sieht Mayers Abfahrts-Goldene als Anleitung dafür, wie es gehen könnte. "Alles ausblenden und einfach skifahren", lautet sein Motto für Mittwoch.

"Wenn ich zwei gute Läufe ins Ziel bringe, bin ich extrem schnell. Dann kann ich mit den Besten mithalten. Ich weiß, dass es möglich ist."

Mit 31 Jahren zählt sich der Salzburger noch keinesfalls zum "alten Eisen". "Ich hab das Gefühl, dass meine Karriere erst so richtig ins Rollen kommen wird", meinte Schörghofer zuversichtlich. Olympia 2018 in Südkorea hat er auf jeden Fall bereits jetzt fix eingeplant.

"Das wäre unglaublich"

Mayer ist in Russland Österreichs großer Allrounder. Nach Abfahrt (Gold), Super-Kombi (13.) und Super-G (out) nimmt der Kärntner bereits seinen vierten Bewerb in Angriff. "Nach diesem einzigartigen Erlebnis sind die Tage hier eigentlich sehr schnell vergangen.

Ich bin mit dem Kopf noch voll bei der Sache und freu mich auf den Riesentorlauf", erklärte der 23-Jährige, auf den am Samstag die große Willkommensparty in seiner Heimat Afritz wartet.

Bei einem flachen bis mittelsteilen Gelände wie beim Olympia-Rennen rechnet sich Mayer auch im Riesentorlauf einiges aus. "Wenn's dahingeht, kann ich schnell sein und sehr gut mithalten", sagte Mayer. Als Medaillenanwärter sieht er sich aber nicht: "Das wäre keine Sensation, das wäre unglaublich."

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