Österreicher im Hundertstel-Pech

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ÖSV im Pech - ein "Elch" jubelt

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Otmar Striedinger auf Rang fünf, Max Franz auf Platz sechs - der olympische Super-G am Sonntag in Krasnaja Poljana hat für Österreichs Ski-Herren keine weitere Medaille gebracht.

Gold holte sich der Norweger Kjetil Jansrud vor dem US-Amerikaner Andrew Weibrecht (+0,30) und den Ex-Aequo-Dritten Bode Miller (USA) und Jan Hudec (CAN/je 0,53). Striedinger fehlten 2/100 auf das Podest.

Dritte Olympia-Medaille für Jansrud

Der 28-jährige Jansrud hat in seiner Karriere erst ein Weltcuprennen gewonnen, und zwar vor zwei Jahren den Super-G von Kvitfjell.

In Russland hatte er bereits in der Abfahrt Bronze geholt. Er hat aber auch schon Riesentorlauf-Silber von Vancouver 2010 daheim.

Jansrud ist also wie Weibrecht ein Mann für Olympische Spiele, vor vier Jahren wurde dieser im Super-G hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal und Miller Dritter.

Mit Überzeugung gestartet

"Am Start habe ich gedacht, es waren gute Olympische Spiele bis jetzt, aber ich wusste, dass ich im Super-G noch bessere Chancen habe", erzählte der Olympiasieger.

"Ich bin stabil und gut gefahren. Wir haben ein brutal starkes Team im Super-G", frohlockte Jansrud, der nun mit einem guten Gefühl in den Riesentorlauf geht.

Österreicher scheitern an Miller

Miller verpatzte nach bravouröser Fahrt den Schlussabschnitt, und seinem Gesichtsausdruck im Ziel war anzumerken, dass er wusste, dass es nicht zum Sieg reichen würde.

Franz kam in der Folge bis auf sieben Hundertstel an ihn heran, Striedinger bis auf zwei und Svindal bis auf neun (am Ende Siebenter).

Nach dem Ausfall von Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer durfte Miller zu hoffen beginnen, doch Jansrud machte eindrucksvoll klar, wie viel Zeit der US-Superstar auf dem letzten Abschnitt liegen gelassen hatte.

"Tut weh, wenn man die Hundertstel gegen sich hat"

Damit war Franz vom Podest gerutscht und Striedinger auf dem Schleudersitz. Den Knopf für die rot-weiß-rote Nullnummer drückte Hudec, der die Marke des zu dieser Zeit zweitplatzierten Miller erreichte.

"Das tut sehr weh, wenn man die Hundertstel gegen sich hat. Es zählen leider nur die Medaillen, für die hat es heute nicht gereicht", sagte der 22-jährige Striedinger, der nach der Fahrt Weibrechts auf den Silberrang noch eine weitere Position verlor.

Mayer am Tor vorbei

Zerschlagen hatte sich auch die Hoffnung von Franz auf eine Medaille. "Ich bin unten zu rund gefahren, doch da muss man es bis zum letzten Tor voll runterprügeln. Was willst machen, ist halt schade", meinte der Kärntner.

Mayer war oben gut dabei, verpasste aber ein Tor und die Chance auf Doppel-Gold war futsch: "Ich hatte einen guten Speed drauf, es hätte gut gepasst fürs Flache. Es ist irrsinnig schade, aber im Großen und Ganzen habe ich einen guten Stempel hier abgegeben."

Es gehe eben nicht immer gut, es sei ein Tag zum Niederlegen und Vergessen. "Morgen mache ich Pause und schaue, dass ich meine Kräfte wieder sammeln kann für den Riesentorlauf am Mittwoch. Da gehöre ich dann nicht zu den Medaillenkandidaten", weiß Mayer. Georg Streitberger landete nur auf Rang 21.

Miller freut sich über Medaille

Die zwei Drittplatzierten waren bester Laune. Hudec freute sich, dass es nach seinen Rückenproblemen zu einer Medaille gereicht hatte und in Millers Augen glänzten sogar Tränen.

"Es war ein hartes Jahr für mich, um zu diesem Punkt zu kommen und eine Medaille holen, das ist etwas ganz Spezielles für mich. Ich fahre wieder großartig Ski, ich bin so dankbar, dass ich es heute geschafft habe. Ich denke, ich werde weitermachen", gab er einen Ausblick für die Zukunft.

Weitere Favoriten scheitern

Alle vier ÖSV-Teilnehmer waren in dieser Saison im Weltcup auf das Podest gekommen, ausgerechnet im wichtigsten Rennen des Winters klappte es nun nicht.

Aber auch andere Mitfavoriten strauchelten, US-Weltmeister Ted Ligety war hervorragend unterwegs, patzte aber ebenfalls, schaffte es bei einem Tor nur mit Not, im Rennen zu bleiben.

Und Weltcup-Dominator Svindal haderte: "Das sind überhaupt nicht meine Spiele hier. Jetzt ist meine letzte Medaillenchance dahin."

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