Mayer: Der Olympiasieger greift im Super-G an

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Mayer: Eigentlich seit der ersten Besichtigung der Abfahrt. Ich habe mich schon beim ersten runterfahren mit dem Super-G auseinandergesetzt, mir zum Beispiel den Start angeschaut und mir vorgestellt, wie das Rennen ungefähr gesteckt werden könnte.

LAOLA1: Der Super-G wurde schon am Samstag um eine Stunde nach vorne verlegt, weil der Wetterbericht nicht verheißungsvoll klingt. Hast du Angst, dass es ein Chaos-Rennen wird?

Mayer: Eigentlich ist es ein ziemlich lässiger Super-G, eher auf der technischen Seite und mit 1:30 Minuten Fahrzeit auch gar nicht so kurz. Klar hoffe ich, dass es kein Startnummern-Rennen wird und auch das Wetter keine entscheidende Rolle spielt.

LAOLA1: Das wollen die Kärntner übernehmen. Woran liegt es, dass aktuell für das südlichste Bundesland im Ski-Zirkus so die Sonne lacht?

Mayer: Schwer zu sagen. Ich denke, dass der Landesskiverband die richtigen Schritte gesetzt hat. Mein Vater war sechs Jahre beim LSV tätig, danach ist Werner Franz gekommen. Ich finde es richtig, dass man ehemalige Rennläufer, die etwas erreicht haben, als Trainer einsetzt. Sie können den Jungen am besten vermitteln, worauf es ankommt.

LAOLA1: Gut möglich, dass du als Olympiasieger auch einmal gefragt wirst, ob du dir das vorstellen könntest.

Mayer: Ich bin ja gerade mal am Anfang meiner Profi-Karriere. Das Thema ist noch weit weg. Reden wir nach den Olympischen Spielen 2022 noch einmal.

LAOLA1: Wir danken für das Gespräch.

 

Das Interview führte Stephan Schwabl
 

Unser erster Olympiasieger von Sotschi greift wieder an! Matthias Mayer katapultiert sich am Sonntag zum dritten Mal aus dem Starthaus.

Diesmal im Super-G, erstmals als Top-Favorit. Obwohl der Kärntner auf eine durchwachsene Saison in der zweitschnellsten Disziplin zurückblickt.

Das beste Ergebnis fuhr er gleich im ersten Rennen ein: Platz zwei in Lake Louise.

Aber die Goldene hat dem 23-Jährigen viel Selbstvertrauen gegeben - und die Gewissheit, dass er auch Leute wie Aksel Svindal schlagen kann.

Im LAOLA1-Interview blickt "Mothl" Mayer auf das Warm-Up in der Kombination zurück, spricht über die Befreiung auf zwei Brettern und seine Sorgen, dass am Sonntag das Wetter-Chaos in den Bergen über Sotschi Einzug hält.


LAOLA1:
Matthias, was hast du von der Kombination für den Start im Super-G mitgenommen?

Matthias Mayer: Mitgenommen trifft es ganz gut. Für mich war vor allem die Abfahrt wichtig für das Renngefühl. Ansonsten finde ich es schade, dass wir keine Slalomläufer haben, die sich da runterhauen wollten. Scheinbar hat die Kombination bei uns nicht so einen Stellenwert.

LAOLA1: Dafür ist der Super-G umso wichtiger. Welche Chancen rechnet sich der Abfahrts-Olympiasieger aus?

Mayer: Ich sehe für dieses Rennen viele Favoriten. Wir vier Österreicher gehören alle dazu, können alle etwas reißen. Ich habe meine Medaille schon, deshalb verspüre ich überhaupt keinen Druck mehr.

LAOLA1: Wie anstrengend waren die letzten Tage für dich, es herrschte ja doch ein großer Trubel um deine Person?

Mayer: Es war vor allem mental anstrengend. Aber als ich dann zum ersten Mal wieder die Ski angeschnallt habe, war das weg. Das ist jedes Mal wieder eine kleine Befreiung.

LAOLA1: Wie wohl auch der Umstand, dass du seit der Abfahrt weißt, dass auch ein Aksel Svindal nicht unschlagbar ist, oder?

Mayer: Mein großes Ziel für die Saison war, dass ich einmal ein Weltcup-Rennen gewinne. Okay, jetzt habe ich bei Olympia gewonnen, da habe ich auch nichts dagegen. Beim Super-G in Lake Louise habe ich Aksel noch gefragt, ob er eigentlich unschlagbar ist.

LAOLA1: Seit wann setzt du dich mit dem Thema olympischer Super-G auseinander?

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