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Falun: Das Verbrechen hat einen Namen

Der WM-Veranstalter präsentiert sich ganz friedlich.

Ausschreitungen und Skandale? Fehlanzeige!

Dabei kann Falun ganz anders. Die 37.000-Einwohner-Stadt gilt als das Böse in Schweden, als Gesicht des Verbrechens.

Gibt es in Schweden aufsehenerregende Mordfälle, ist Falun für gewöhnlich mittendrin statt nur dabei.

Am bekanntesten ist der Massenmord von Mattias Flink. 1994 bekam der Offiziersanwärter eine Abfuhr einer Frau und rastete komplett aus. Erst richtete er fünf Soldatinnen hin, wenig später tötete er auch noch zwei Männer, die in einem PKW saßen.

20 Jahre später wurde Flink aus der Haft entlassen. Unter neuer Identität lebt er inzwischen wieder in der Nähe von Falun.

Bereits zwei Jahre zuvor machte ein gewisser Thomas Quick auf sich aufmerksam, als er den Mord an einem Elfjährigen gestand. Nach und nach rückte er weitere Details zu Gräueltaten heraus, am Ende stand die Zahl seiner Morde bei 33.

2008 plötzlich die Wende: Quick, der mit bürgerlichem Namen Sture Bergwall heißt, widerrief sämtliche Geständnisse und bekannte sich unschuldig. Er wäre unter Medikamenteneinfluss gestanden und habe nur Aufmerksamkeit erregen wollen, lautete die Begründung.

Der Prozess wurde neu aufgerollt, die Anschuldigungen gegen den vermeintlichen Massenmörder entkräftet. Auch er ist seit 2014 wieder frei, nachdem er aus der Psychiatrie entlassen wurde.

Wer die Morde tatsächlich beging, ist noch immer ungeklärt. Die Gruselgeschichten gehen aber weiter.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein Toter in Falun gefunden, wobei die Todesumstände nicht klar waren.

Panik gibt es hier trotzdem keine. Die Schweden sind ein nettes Völkchen, die Leute in Falun im Speziellen sehr gastfreundlich und umgänglich. Was allerdings hinter verschlossenen Türen passiert, möchte ich lieber nicht wissen.

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