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Einmal blasen, bitte! 

Jedes Land muss sich mit Klischees auseinandersetzen.

Die Japaner fotografieren für ihr Leben gerne, Italiener lieben ihre "Mamma", Österreicher und Deutsche sind überpünktlich und Amerikaner fett.

Auch Schweden wird mit allerhand Vorurteilen konfrontiert. So sollen die Preise hoch sein (beim Essen nicht, Shoppen kann ich nicht beurteilen - nicht mein Ding), die Frauen hübsch (oooh ja!!!), die Kälte enorm (bislang zum Glück nicht).

Ein weiteres Klischee sind die strengen Verkehrskontrollen. Die kann ich nur bestätigen - aus erster Hand. Direkt nach einem Medientermin mit Österreichs Skispringern ging es im Mietauto zurück ins Pressezentrum, als uns (ich war mit zwei Kollegen unterwegs) zwei Motorrad-Polizisten ein Weiterfahren verweigerten.

Erst dachte ich kurz, ich wäre zu schnell gefahren. Wäre schließlich nicht der erste Strafzettel gewesen und bestimmt auch nicht der letzte. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass sie uns aus einem anderen Grund stoppten.

Was der erste Polizist mir genau zu erklären versuchte, kann ich nicht sagen. Sein Schwedisch war genuschelt, meines ist nicht existent. Beim zweiten machte ich dann deutlich, doch lieber auf Englisch zu kommunizieren.

Der gute Mann wollte meine Fahrerlaubnis und hatte bereits den Alkoholtest in der Hand. Bevor ich den antrat, bat ich ihn um ein kurzes Beweisfoto, denn natürlich kam mir sofort in den Sinn, das in irgendeiner Form in meiner Berichterstattung unterzubringen.

"Jaja, kein Problem", entgegnete er mir freundlich, um dann etwas bestimmter nachzulegen: "Einmal kräftig blasen, bitte!"

War natürlich auch kein Problem. Als anständiger Österreicher (ein weiteres Klischee?) habe ich natürlich bestanden und setzte die Fahrt mit meinen Kollegen fort, war doch der Hunger schon groß.

Zum Essen hatte ich dann übrigens ein schwer identifizierbares "Irgendwas" (immerhin hat's geschmeckt) mit Knäckebrot. Kein Scherz!

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