An ihnen führt kein Weg vorbei

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Die internationalen Stars der Nordischen Ski-WM

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In 21 Wettbewerben werden bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Val di Fiemme neue Champions gesucht.

Kombinierer, Springer und Langläufer liefern sich Kopf-an-Kopf-Duelle im Kampf um Gold, Silber und Bronze.

Manche stechen dabei besonders hervor. Aufgrund ihrer Vorleistungen haben sie sich in die Favoritenrolle befördert.

Österreichs Chancen haben wir bereits beleuchtet, doch natürlich gibt es auch zahlreiche internationale Stars, die heiß auf Edelmetall sind. LAOLA1 stellt sie vor:

SKISPRINGEN

Topfavorit schlechthin ist Gregor Schlierenzauer, der nicht nur die Tournee gewann, sondern auch den Weltcup überlegen anführt. Die schärfste Konkurrenz kommt aus Norwegen und Deutschland. So werfen die "Wikinger" mit Anders Bardal und Anders Jacobsen den Weltcup-Zweiten und -Dritten ins Rennen. Bardal, seines Zeichens Gesamtweltcup-Sieger der Vor-Saison, kann auf fünf Podestplätze in diesem Winter verweisen, sein Namensvetter und Landsmann konnte immerhin deren vier erringen.

Auch ein DSV-Duo katapultierte sich mit zahlreichen Spitzenplätzen in den Kreis der Medaillenanwärter. Severin Freund gewann zwei Weltcups und scheint sein Tief, das ihn zu Jahresbeginn plagte, überwunden zu haben. Richard Freitag gewann zuletzt das Skifliegen in Oberstdorf und stellte seine exzellente Form unter Beweis.

Hinzu gesellen sich einige Athleten, die jederzeit für Ausnahmeleistungen gut sind. Dazu gehören der Pole Kamil Stoch, der Slowene Robert Kranjec und natürlich auch Vierfach-Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz.

Bei den Damen ist das Favoritenfeld aufgrund der geringeren Dichte deutlich übersichtlicher. Neben Jacqueline Seifriedsberger, die in ihren letzten fünf Bewerben am Podest stand, muss man vor allem Sara Takanashi beachten.

Die Japanerin sicherte sich vorzeitig den Gewinn des Gesamtweltcups und ist heißeste Anwärterin auf Gold. Auch ihre Vorgängerin, die US-Amerikanerin Sarah Hendrickson, sowie die Französin Coline Mattel und die Norwegerin Anette Sagen, rechnen sich gute Chancen aus.

LANGLAUF HERREN

Im Weltcup liegt er derzeit zwar "nur" an dritter Position, bei den Buchmachern gilt Petter Northug dennoch als Nonplusultra im Herren-Langlauf. Der Norweger versteht es wie kein Zweiter, sich auf Saison-Höhepunkte optimal in Form zu bringen.

Zwei Olympiasiege und sieben WM-Titel zieren die Vita des 27-jährigen Norwegers. Brandgefährlich ist auch ein Eidgenosse. In Davos landete Dario Cologna, aktueller Weltcup-Leader, zweimal auf Rang zwei, davor triumphierte er in Sotschi.

Aufpassen heißt es allerdings auch auf eine russische Armada. Ob Alexander Legkov, Maxim Vylegzhanin oder Ilia Chernousov - Russland hat gleich mehrere Trumpf-Asse im Talon und könnte zum großen Abräumer im Langlauf-Lager werden. Die Italiener hoffen indes auf den inzwischen 40-jährigen Giorgio di Centa, der zwischendurch immer wieder Achtungserfolge feierte und in Val di Fiemme wohl seinen Abschied von der großen Bühne feiert.

LANGLAUF DAMEN

Was für die Skisprung-Damen gilt, zählt auch bei den Langlauf-Ladies: Die Riege der Favoritinnen ist deutlich geringer als beim starken Geschlecht. Marit Björgen zählt wie seit Jahren zum engsten Favoritenkreis. Beeindruckend auch ihre Rückkehr, nachdem sie aufgrund von Herzproblemen eine Rennpause einlegen musste.

Mittendrin, statt nur dabei ist auch ihre ewige Rivalin Justyna Kowalczyk. Die Polin führt den Weltcup überlegen an und will - nachdem sie in Oslo 2011 ohne Gold nach Hause reisen musste - ihren dritten WM-Titel einfahren.

In die Suppe spucken könnte ihr mit Therese Johaug eine weitere starke Norwegerin. Die 24-Jährige präsentierte sich im Vorfeld der WM in überragender Verfassung und gewann den 10km-Freistil-Bewerb in Davos. Die norwegische Dominanz untermauern zudem Kristin Stoermer Steira und Heidi Weng, auch die US-Amerikanerin Kikkan Randall bestritt bislang eine starke Saison.

 

NORDISCHE KOMBINATION

"Eric Frenzel, Jason Lamy Chappuis und Magnus Moan waren in dieser Saison eine Klasse für sich", konstatierte ÖSV-Sportdirektor Ernst Vettori bei der ÖSV-Auftaktpressekonferenz. Damit liegt er goldrichtig, hat das Trio doch neun der 14 Weltcupbewerbe im laufenden Winter für sich entschieden.

Doch auch einige ihrer Landsleute rückten in den Fokus. Frenzel gilt als Anführer im deutschen Lager, das mit  Björn Kircheisen, Tino Edelmann und Johannes Rydzek gleich vier Athleten auf das Stockerl brachte - eine Bilanz, die ansonsten nur Österreich vorweisen kann.

Moan bildet mit Mikko Kokslien eine Doppelspitze für die Norweger, der Franzose Lamy Chappuis wird von Sebastien Lacroix flankiert. Und sonst? Der Japaner Akito Watabe hat es sich verdient, auf die Favoritenliste gesetzt zu werden.

Gastgeber Italien setzt alle Hoffnungen auf Alessandro Pittin. Nachdem der Verletzungsteufel den 22-Jährigen zuletzt heftig in die Mangel nahm - im Februar 2012 erlitt er einen Verrenkungsbruch der linken Schulter, vergangenen Dezember zog er sich eine Fraktur der Elle und Speiche des linken Unterarms zu - wäre ein Medaillengewinn eine kleine Sensation.

 

Aus Val di Fiemme berichtet Christoph Nister

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