ÖSV-Adler auf Wolke sieben

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Mit "geilem Teamspirit" auf Wolke sieben

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Ein geschlossen starker Auftritt als Team hat Österreichs Skispringern zum Abschluss der Nordischen Ski-WM in Falun Silber beschert.

Es war sinnbildlich dafür, dass die ÖSV-Adler als Einheit zusammengewachsen sind. Die Medaille beruht auf vier starken Athleten, die allesamt einen wichtigen Beitrag geleistet haben.

Entsprechend glücklich waren die Beteiligten über den tollen Abschluss einer nicht immer einfachen Weltmeisterschaft.

Eine besondere Medaille für Schlierenzauer

„Im Einzel macht es jeder für sich, aber im Team versucht jeder, seine Topleistung abzurufen, damit wir gemeinsam oben stehen“, sprach Gregor Schlierenzauer von einer besonderen Medaille.

Es sei schön, als Team für die harte Arbeit im Sommer belohnt worden zu sein. Edelmetall sei für das ÖSV-Team, das von 2005 bis 2013 sämtliche WM-Teamkonkurrenzen für sich entschied, nicht einfach zu holen gewesen, wie man vor allem bei den favorisierten Deutschen gesehen hat.

„Ich bin extrem stolz, das wir das so gut hinbekommen haben. Es war ein geiler Teamspirit und für mich zum Genießen.“

Debütant Poppinger "auf Wolke sieben"

Auch WM-Debütant Manuel Poppinger war angesichts seiner ersten Medaille bei einem Großereignis aus dem Häuschen. „Ich bin gerade auf Wolke sieben“, erklärte der Tiroler, der mit einem tollen zweiten Sprung Nervenstärke bewies.

Versöhnlich endete die Weltmeisterschaft auch für Michael Hayböck. Beim Gesamtzweiten der Vierschanzentournee lief es bislang überhaupt nicht nach Wunsch, im Team zeigte er aber wieder seine Klasse.

„Ich habe Höhen und Tiefen erlebt, Gott sei Dank war diese Höhe dabei.“ Er habe einiges während der Wettkämpfe in Falun gelernt. Sein Fazit? „Es ist ein Boden mit gutem Ende. So ganz Freunde sind wir aber nicht geworden.“

Kraft wollte als Erster springen

Der Vierte im Bunde war Startspringer Stefan Kraft. Der hatte seine Position bewusst so gewählt. „Ich habe zu Diesel (Alex Diess, Anm.) und Swida (Andreas Widhölzl) gesagt: 'Was haltet ihr davon, wenn wir mal ein bisschen riskieren oder was anders machen?' Das habe ich mir gewünscht und ich glaube, ich habe das ganz gut gemacht.“

Mit seinem sensationellen ersten Durchgang, für Cheftrainer Heinz Kuttin der „beste Sprung des Tages“, legte er früh den Grundstein zum Gewinn der Silbermedaille.

Die perfekte Aufstellung gewählt

Das gute Gefühl, das die Mannschaft dadurch aufsaugen konnte, war am Ende ein wichtiger Baustein für den Erfolg. „Die Aufstellung war sehr gut gewählt“, erklärte etwa Hayböck. Bei Schlierenzauer war er sich sicher, dass dieser am Ende die Nerven behalten würde, und Kraft vorneweg „war das Beste, war wir machen konnten“.

So reisen die ÖSV-Adler mit insgesamt vier Medaillen (inklusive Bronze bei den Damen für Daniela Iraschko-Stolz) nach Hause. Eine Ausbeute, die sich mehr als sehen lassen kann. Angesichts einiger harter Tage während der WM kann Kuttin zurecht sagen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Bilanz.“


Aus Falun berichtet Christoph Nister

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