Rückkehr des Schweizer Helden

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Ammann is back! "Freue mich, wieder hier zu sein"

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Wochenlang wurde es ruhig um Simon Ammann.

Seit seinem Horrorsturz im Rahmen der Vierschanzen-Tournee in Bischofshofen wurde der vierfache Skisprung-Olympiasieger vom Schweizer Skiverband abgeschirmt.

Jetzt ist das Versteckspiel vorbei. "Ich freue mich, wieder hier zu sein", erklärt er lächelnd beim Pressegespräch des Swiss Ski Teams, dem auch LAOLA1 beiwohnt.

Die letzten Wochen seien nicht einfach gewesen, der Kampf um die Teilnahme an der Nordischen Ski-WM in Falun war ein schwieriger.

Schritt für Schritt zurück

"Wir haben sehr zaghaft wieder begonnen mit leichtem Training", verrät der 33-Jährige. Aus dem Trainerteam ist zu hören, dass es an die 30 Sprünge waren, die Ammann seit dem Sturz in Bischofshofen absolvierte.

Er habe jede Minute ausnützen müssen, um den Weg nach Falun antreten zu können. "Der Zeitplan war eng und anspruchsvoll, ich stehe aber unter keinerlei Druck."

Erinnerungen an Morgenstern

Ammanns Comeback erinnert an jenes von Thomas Morgenstern, der im Vorjahr am Kulm schwer zu Fall kam und bei den Olympischen Spielen in Sotschi zurückkehrte, wo er mit dem ÖSV-Team Silber gewann.

Ammann plant bei seiner Rückkehr eine nicht unbedeutende Änderung. Er will künftig den Telemark mit dem rechten Fuß ausführen. Bereits im Sommer hatte das Schweizer Team diese Umstellung ausprobiert, inzwischen hat das Aushängeschild der Eidgenossen keine andere Wahl.

"Es ist eine zu große Überwindung momentan", spürt er die Nachwirkungen seiner Stürze, denn wenige Tage vor dem Crash in Bischofshofen küsste Ammann bereits in Oberstdorf den Schnee auf unliebsame Weise.

Auch Zuschauen ist eine Option

"Wenn es nicht geht, werde ich eben zuschauen", ist sein Antreten in den Bewerben noch nicht sicher.

Zunächst will er im Training weiter an Sicherheit gewinnen. Zuletzt soll es "sehr gut" gelaufen sein, "ich habe aber keinen Vergleich".

Seine Ausnahmeklasse hat der 33-Jährige schon unzählige Male bewiesen, diesmal war es aber etwas anders. "Stein für Stein" musste er sich viel wieder erarbeiten, "da war ich froh, dass ich meine Familie hatte".

Sollte es am Ende nicht mit einer Teilnahme klappen, wird ihn diese auffangen. Wobei die Fallhöhe angesichts seiner Erfolge - u.a. viermal Olympia-Gold, vier Medaillen bei Nordischen Ski-WMs (einmal Gold), Skiflug-WM-Gold und dem Gewinn des Gesamtweltcups - nicht sonderlich hoch ist.


Aus Falun berichtet Christoph Nister 

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