Die drei Fragezeichen

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Rätselraten bei den Kombinierern

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Österreichs Kombinierer legten bei der Nordischen Ski-WM in Falun einen klassischen Fehlstart hin.

Nach der Bruchlandung auf der Schanze half Bernhard Gruber, Philipp Orter, Lukas Klapfer und Wilhelm Denifl auch eine starke Laufleistung nichts.

Mehr als ein zehnter Rang für Gruber war am Ende nicht drin, jubeln durften nur die Deutschen (Weltmeister Johannes Rydzek), die Italiener (Vize-Weltmeister Alessandro Pittin) und die Franzosen (WM-Bronze für Jason Lamy Chappuis).

In den Gesichtern der Österreicher waren viele Fragezeichen zu sehen, auch im Hinblick auf den sonntägigen Teambewerb. Drei stechen besonders hervor.

 

Was war auf der Schanze los?

"Da haben wir uns leider nicht so ausgezeichnet", beschreibt es Bernhard Gruber. "Wir müssen noch lockerer werden. Im Training waren wir eigentlich gut dabei, wir haben aber wohl genervelt und gekrampfelt. Es muss alles mit mehr Fluss gehen, dann sind wir mannschaftlich voll dabei."

"Ich habe sicher keinen optimalen Sprung gehabt", sucht Lukas Klapfer keine Ausreden, sondern die Schuld bei sich selbst. "Ich war ein bisschen zu aggressiv." Das Material war gut, wie die ÖSV-Starter bestätigten. "Da muss ich sagen 'ja, leider', denn sonst hätte ich eine Ausrede. Ich habe es nicht geschafft, es zu nützen", gestand Denifl ein.

Abschließend hält Klapfer fest: "Ich glaube nicht, dass wir soweit weg sind, es war ein rabenschwarzer Tag. Den müssen wir abhaken und weiterarbeiten."

 

Wer wird im Teambewerb aufgestellt?

Bereits am Sonntag (10:00 Uhr Springen/16:00 4x5 km Langlauf) geht es mit dem Teambewerb weiter. Ob das ÖSV-Quartett umgestellt wird, ist noch unklar.

"Es taugt mir, wie sie gelaufen sind, das war eine Wiedergutmachung. Da waren sie alle drei richtig gut", sprach Christoph Eugen über das Trio Gruber (neunte Laufzeit), Orter (sechste Zeit) und Klapfer (zweite Zeit). Bei Denifl (22. im Langlauf) war er sich nicht ganz sicher. Der Tiroler muss um seinen Platz bangen, die Konkurrenz sitzt ihm im Nacken.

Gegenüber LAOLA1 bestätigte Eugen, dass Sepp Schneider erster Nachrücker wäre. Der 23-Jährige überzeugte bei der WM-Generalprobe im Val di Fiemme mit Rang vier im Einzel sowie dem dritten Platz im Teamsprint (mit Bernhard Gruber). Da der Teambewerb stark lauflastig ist, wird die Luft für Denifl wohl noch etwas dünner. Als zusätzliche Alternative steht der sprungstarke Christoph Bieler parat. 

 

Soll der Jüngste die größte Verantwortung tragen?

Die Position des Schlussläufers ist in der Loipe eine besondere, geht es doch dann um die Wurst. Ausgerechnet Youngster Philipp Orter könnte diese Rolle ausfüllen. So jedenfalls wünscht es sich Lukas Klapfer. "Er ist dafür ein sehr guter Mann. Ich glaube, er hat sich bei der Junioren-WM einen guten Ruf erarbeitet. Da Mario (Stecher) nicht dabei ist, ist es von mir ein Vorschlag, Philipp zu nehmen."

Der 21-jährige Kärntner war bei seiner WM-Premiere als einziger Österreicher zufrieden. "Der Sprung war gut, auch wenn die Trainer meinten, es wäre mehr gegangen. Für das Debüt ist ein 14. Platz aber sehr gut." Die angedachte Rolle des Schlussläufers beunruhigt ihn nicht. "Ich traue es mir zu und weiß, was ich draufhabe. Auf dem 5er kann ich noch schneller sein als beim 10er. Egal, wo ich aufgestellt werde, ich laufe sowieso so schnell es geht."


Aus Falun berichtet Christoph Nister

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