Cheftrainer Eugen: "Stehe hinter meiner Aufstellung"

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Zwei von vier Wettkämpfen haben die Nordischen Kombinierer bei der WM im Val di Fiemme bereits hinter sich.

Während im Einzelbewerb auf der Normalschanze die Silbermedaille für Mario Stecher heraussprang, musste sich der ÖSV im Teambewerb als Titelverteidiger mit Platz fünf zufrieden geben.

Cheftrainer Christoph Eugen zieht dennoch eine positive Zwischenbilanz. „Dass Mario gleich im ersten Bewerb eine Medaille machte, war gewaltig. Das war das Grundziel, das nun erreicht ist.“

"Ich stehe hinter meiner Aufstellung"

Seine Umstellung für den Teamwettkampf – Christoph Bieler raus, Lukas Klapfer rein – sieht er locker, von einer Fehlentscheidung will der 36-Jährige nichts wissen.

„Ich stehe voll hinter meiner Aufstellung. Einmal muss Lukas ja debütieren. Ich denke, auch mit einer anderen Aufstellung wären wir nicht besser gewesen.“

Bei LAOLA1 nimmt Eugen seine Schützlinge unter die Lupe und verrät, ob diese bislang seine Hoffnungen und Erwartungen erfüllen konnten:

Mario Stecher

Eugen: "Mit Mario bin ich überaus zufrieden. Es ist schon sensationell, dass er überhaupt dabei ist. Nun ist er auch noch Vize-Weltmeister, damit hat er selbst nicht gerechnet. Er hat auch im Teambewerb einen guten Job gemacht, nur am Ende hat eben die Kraft im Sprint gefehlt."

Bernhard Gruber

Eugen: "Berni hat sprungtechnisch noch Reserven und ist nicht so unbeschwert, wie er sein sollte. Bei einer WM ist es nicht so einfach, ruhig zu bleiben. Deshalb hat er nicht die Lockerheit wie bei seinem Sieg in Sotschi. Wir werden die nächsten Tage dazu nutzen, das aus ihm rauszubringen. Ich muss hoffen, dass das dann bis Donnerstag funktioniert."

Wilhelm Denifl

Eugen: "Willi musste im Einzelbewerb alles riskieren, um die kleine Chance auf die Medaille zu wahren. Das hat dann nicht geklappt, trotzdem war der Wettkampf ordentlich. Im Team war er sowohl auf der Schanze als auch in der Loipe sehr brav und hat sich richtig gut geschlagen. Insofern bin ich mit seinen Leistungen sehr zufrieden."

Christoph Bieler

Eugen: "Auch bei Bieles gibt es nicht viel Grund zu klagen. Er war Achter im Einzel. Im Langlauf spielte es ihm in die Karten, dass das Tempo nicht so hoch war, am Ende fehlten ihm aber die Körner, um mit den Stärksten mitzugehen. Auf der Schanze ist er sensationell gut drauf. Die Team-Nichtnominierung war schwer für ihn, die Enttäuschung groß. Wenn das nicht so gewesen wäre, wäre er aber auch kein Wettkämpfer. Wir wissen, dass er auf der Großschanze immer stark ist und deshalb wird er wohl dabei sein. Er wird die Chance bestimmt nützen und wieder eine starke Leistung zeigen."

Lukas Klapfer

Eugen: "Wir müssen die Trainings beobachten und uns ansehen, wie Lukas springt. Ich glaube nicht, dass er auf der Großschanze auch auf den letzten Kilometern eingehen würde. Insgesamt ist es aber schon so, dass die Leute, die bereits auf dem Podest gestanden sind, für die Nominierung auf der Großschanze einen Vorteil haben."

Tomaz Druml

Eugen: "Tomaz weiß, dass es schwierig wird für ihn, ins Wettkampfgeschehen einzugreifen. Es ist seine erste WM, er kann hier viele Erfahrungen sammeln und das ganze Drumherum auf sich wirken lassen. Für ihn geht es in erster Linie darum, viel zu lernen."

 

UPDATE: Am Dienstag gab Chef-Trainer Christoph Eugen bekannt, dass im Einzel-Bewerb auf der Großschanze das ÖSV-Quartett Mario Stecher, Christoph Bieler, Bernhard Gruber und Willi Denifl an den Start gehen wird.

Lukas Klapfer bleibt als Ersatzmann in Val di Fiemme. "Er hat die Entscheidung gut aufgenommen", so Eugen. Tomaz Druml tritt noch am Dienstag die Heimreise an.

Aus Val di Fiemme berichtet Christoph Nister

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