Am "Gruber-Hill" zu WM-Silber

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Weitenjagd der Kombinierer!

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Wieder Kombi-Silber! Diesmal schlägt Gruber zu

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Das Val di Fiemme ist ein silberner Boden für Österreichs Nordische Kombinierer.

Der Salzburger Bernhard Gruber holte am Donnerstag bei den 49. Weltmeisterschaften schon den vierten von bisher fünf zweiten WM-Plätzen im Trentino.

Frenzel überragend

Der 30-Jährige musste im Einzelbewerb von der Großschanze nur dem Deutschen Eric Frenzel um 36,7 Sekunden den Vortritt lassen, setzte sich aber im Zielsprint knapp vor Titelverteidiger und Normalschanzen-Weltmeister Jason Lamy Chappuis (FRA/37,2) durch.

Es war die fünfte Medaille für den ÖSV bei den Titelkämpfen der Nordischen.

"Ein super Lauf gelungen"

"Ich kann es noch gar nicht fassen. Es ist mir heute so ein super Lauf geglückt, das Material war top, ich habe mich so reingesteigert", freute sich Gruber nach dem zweiten Kombinierer-Silber nach Mario Stecher.

"Es ist alles aufgegangen. Ich habe gewusst, dass es weh tun wird. Das ist der Lohn für etliche Stunden auf der Loipe."

Dank des in den vergangenen Jahren forcierten Lauftrainings holte der Team-Doppel-Weltmeister von Oslo 2011 nach Olympia-Bronze in Vancouver 2010 seine zweite Einzelmedaille.

Auf einen Weltmeister in der Kombination muss Österreich allerdings weiter warten. Der ÖSV hielt im Val di Fiemme vor dem abendlichen Spezialspringen bei viermal Silber und einmal Bronze.

Starke Läufer mit guten Sprüngen

Gruber hatte im Springen eine Topleistung gezeigt, dennoch lag er nur knapp vor den starken Läufern.

Denn der Norweger Magnus Moan und Lamy Chappuis hatten nur rund 30 Sekunden Rückstand auf den sechstplatzierten Salzburger.

Frenzel war bei dem immer stärker werdenden Aufwind sogar zum Schanzenrekord von 138,5 Metern getragen worden und gestaltete den 10-km-Lauf zu einer eindrucksvollen Soloshow.

Spannendes Rennen

Dahinter bildete sich bald eine mehr als zehnköpfige Verfolgergruppe.

Als sich in der letzten Runde die Spreu vom Weizen trennte, hielt von den Österreichern nur noch Gruber mit, Willi Denifl, der schließlich starker Sechster wurde, und Christoph Bieler (16.) fielen zurück.

Vor dem letzten Anstieg ritterten fünf Athleten um zwei verbliebene Medaillen.

Gruber attackiert am letzten Anstieg

Gruber attackierte aus vierter Position, kam als Erster in die Abfahrt und hielt Lamy Chappuis und den Japaner Akito Watabe in Schach. Der Gasteiner hatte noch eine Attacke von Lamy Chappuis erwartet.

"Er hat immer wieder seine taktischen Spielchen gemacht. Zum Schluss ist ihm aber auch das Gas ausgegangen."

Und mit einem Grinser meint er: "Mikko Kokslien dürfte recht behalten, als er gemeint hat, der letzte Anstieg ist ein Gruber-Anstieg. Jetzt kann ich sagen: Der liegt mir."

Denifl freut sich über "lässiges" Rennen

Denifl (47,7 zurück) freute sich über seine beste WM-Platzierung, zehn Jahre nach Team-Gold an gleicher Stelle.

"Es war total lässig zum Laufen, ich bin sehr zufrieden. Vielleicht gelingt mir auch der letzte Schritt noch."

Bieler, ebenfalls Team-Champion von 2003, war als zweitbester Springer nach dem 16. Rang (+1:28,1) etwas enttäuscht. "

Mit jeder Runde sind die Beine schwerer geworden. Die Ausgangsposition war nicht schlecht. Schade, dass es in der Karriere nicht für eine Einzelmedaille gereicht hat, aber ich glaube, ich kann auf das, was ich erreicht habe, schon stolz sein. Aber ich plane ja noch ein Jahr."

"Einer der besten Sprünge meiner Karriere"

Frenzel sicherte sich zwei Jahre nach Normalschanzen-Gold in Oslo seinen zweiten Titel. "Das war eine große Sache", sagte der 24-Jährige.

"Das war wohl einer der besten Sprünge in meiner Karriere überhaupt. Auf der Strecke habe ich mich vom Anfang bis zum Ende stark gefühlt. Es waren hohe Erwartungen auf mich gesetzt. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt mit dem Weltmeistertitel geklappt hat."

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