"Es wurde schwarz vor Augen"

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"Für Österreich ist das ein Wahnsinnsergebnis"

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Österreichs Langläufer geben ein weiteres kräftiges Lebenszeichen von sich.

Nachdem Johannes Dürr und Katerina Smutna im Weltcup bereits mehrere Spitzenplatzierungen nach Hause brachten, sind des nun die Sprinter Harald Wurm und Bernhard Tritscher, die für erfreuliche Nachrichten sorgen.

Das Duo landete im Team-Sprint der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im Fleimstal auf dem hervorragenden siebenten Platz.

Damit ließ man die Langlauf-Macht schlechthin, das Team aus Norwegen um Superstar Petter Northug, hinter sich.

"Ein Wahnsinnsergebnis"

„Für Österreich ist das nach den letzten Jahren ein Wahnsinnsergebnis“, war Harald Wurm begeistert.

Einziger Wermutstropfen: „Die Preisverteilung (für die Top 6, Anm.) wäre natürlich ein lässiges Erlebnis gewesen. Wir haben aber noch ein paar Jahre vor uns und irgendwann wird der Tag kommen, an dem uns das gelingt.“

Über das ganze Gesicht gestrahlt

Auch Teamkollege Tritscher strahlte über das ganze Gesicht. „Wir sind wirklich froh, dass es so gut gelaufen ist. Der siebente Platz war eigentlich das Maximum. Unser Ziel war das Finale, das haben geschafft.“

Angesichts der schwierigen Bedingungen – starker Schneefall machte den Athleten zu schaffen, die Loipe wurde tief – überraschte ihn Wurms starke Performance.

"Mir wurde schwarz vor den Augen"

Dieser hatte aufgrund seiner Größe und Athletik kein einfaches Sein. „Es wundert mich, dass Wurmi im Finale so gut mitgehalten hat, das war echt super.“

Der 28-Jährige konnte es selbst kaum glauben. „Nach dem Halbfinale, als mir schwarz vor den Augen wurde, habe ich mich gefragt, wie soll ich da noch drei Runden im Finale laufen? Dort ging es dann aber viel besser.“

Nach dem Halbfinale wurde Harald Wurm schwarz vor den Augen

Den Nachwuchs animieren

Dieses Erfolgserlebnis ist für Wurm/Tritscher nicht nur die Belohnung jahrelanger harter Arbeit, sondern zugleich auch ein Schritt zurück in die absolute Weltspitze.

„Es fehlt teilweise nicht mal ein halber Prozentpunkt. Joe (Dürr) ist die letzten Rennen immer super gelaufen, Berni hatte viele gute Platzierungen, ich auch. Man braucht diese Ergebnisse, um den Nachwuchs zu animieren.“

Positive Nebeneffekte

Die Jungen würden sich schließlich immer an den Stars orientieren. „Wenn in Österreich niemand da ist, wird auch von hinten nichts nachkommen. Daher sind solche Resultate umso wichtiger für uns.“

Die klare Aufwärtstendenz, die die rot-weiß-roten Langläufer in den letzten Monaten geschlossen zeigten, würde auch weitere positive Nebeneffekte hervorrufen.

Gegenseitiges Pushen

„Wir haben in der letzten Zeit ein deutlich gestiegenes Medieninteresse gespürt. Die Leute sind begeistert, das Feedback ist ungemein positiv. Es ist schön, dass man sieht, dass das Interesse am Langlauf wieder da ist.“

Als Schlüssel zum Erfolg ortet Trischter die mannschaftliche Geschlossenheit. „Wenn jeder von uns Erfolge vorweisen kann, ist es umso schöner. Dann freut sich einer für den anderen mit. Und natürlich pusht man sich auch gegenseitig.“

 

Aus Val di Fiemme berichtet Christoph Nister

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