Olsson bricht Gold-Bann

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Solo-Flucht wird mit Gold belohnt

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Johan Olsson hat Schweden im letzten Bewerb der 49. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften doch noch eine Goldmedaille beschert.

So wie sein Landsmann Torgny Mogren bei der Heim-WM in Falun, dem WM-Gastgeber 2015, verhinderte der 32-Jährige mit dem Sieg im 50-km-Marathon einen "salto nullo" des Dreikronen-Teams, das zuvor sechsmal Silber geholt hatte.

Olsson gewann am Sonntag in Lago di Tesero das Massenstart-Rennen in der klassischen Technik nach einem langen Sololauf mit 12,9 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Dario Cologna und 16,8 auf den Kasachen Alexej Poltoranin.

Attacke wurde belohnt

Olsson ist keineswegs ein Zufallssieger.

Zuvor musste er sich im 15-km-Rennen und der 4x10-km-Staffel lediglich Petter Northug und dessen norwegischen Team-Kollegen geschlagen geben.

Bei frühlingshaften Temperaturen überraschte er die Favoriten mit einer frühen Attacke. Gemeinsam mit Cologna setzte er sich schon nach rund 12 Kilometern ab und spulte nach einem Sturz des Schweizers fast zwei Drittel der Distanz im Alleingang an der Spitze ab.

Zehn Kilometer vor dem Ziel, als er nochmals auf frisch gewachste Ski wechselte, hatte der Athlet aus Asarna 30 Sekunden Vorsprung. Das Guthaben schmolz, doch mit einer Bravourleistung hielt Olsson in dem 2:10:41-Stunden-Marathon auch Cologna und die im Finish starken Russen und Kasachen auf Distanz.

Titelverteidiger Petter Northug, der 2011 in Oslo in der Skating-Technik triumphiert hatte, musste sich mit dem 21. Platz begnügen.

Lampy Chappuis und Björgen erfolgreichste Athleten

Damit blieb der Norweger bei zweimal Gold - er zog mit insgesamt neun Titeln mit Rekordmann Björn Dählie gleich - und einmal Silber.

Er musste die Rolle des erfolgreichsten männlichen Athleten nach dreimal Gold in Oslo diesmal dem Franzosen Jason Lamy Chappuis überlassen.

Der 26-Jährige holte in allen vier Kombinationsbewerben Edelmetall, dreimal Gold und einmal Bronze.

Die "Königin" der WM war wie vor zwei Jahren die vierfache Weltmeisterin Marit Björgen. Sie stand nach allen ihren fünf Rennen auf dem Podest, neben den vier Titeln holte sie auch noch einmal Silber.

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