Stadlober: "Platz 26 ist ein Traum"

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Therese Johaug jubelte und weinte vor Freude. Die 24-Jährige lief am Dienstag bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften zur zweiten Einzel-Goldmedaille ihrer Karrerie.

Zwei Jahre nach dem 30-km-Titel von Oslo schnappte sie in Lago di Tesero ihrer norwegischen Landsfrau Marit Björgen den Sieg über 10 km Skating weg und drehte das Resultat des Skiathlons um.

Johaug gewann 10,2 Sekunden vor der Titelverteidigerin und 32,7 vor der Russin Julia Tschekalowa. Teresa Stadlober, die einzige ÖSV-Teilnehmerin, landete in ihrem zweiten Rennen bei den "Großen" an der 26. Stelle (1:37,4 zurück).

Revanche geglückt

Johaug schrie im Schnee liegend die Freude über ihren Triumph heraus.

Bei der 6,8-km-Zwischenzeit war sie erstmals vor ihrer Teamkollegin Björgen platziert, die im Val di Fiemme schon zwei Goldmedaillen gewonnen hatte und bei insgesamt zehn hält.

Die zierliche Johaug baute in der Folge ihren Vorsprung auf das Kraftpaket Björgen bis ins Ziel noch aus.

Damit brachte auch das dritte Damen-Langlauf-Einzelrennen einen norwegischen Sieg. Die deutsche Biathletin Miriam Gössner schlug sich gegen die Spezialistinnen prächtig und verpasste Bronze als Vierte um nur fünf Zehntelsekunden.

"26. Platz ist ein Traum"

Stadlober war glücklich nach ihrem zweiten WM-Einsatz nach dem Skiathlon (29.).

"Auf der ersten Runde war es etwas zäh, aber dann ist es immer besser geworden, ich habe das Tempo sehr gut durchgehalten", sagte die 20-jährige Radstädterin, die noch kein Weltcuprennen bestritten hat. "Der 26. Platz ist ein Traum."

Aller guten Dinge sind drei

Sie freute sich auch mit Johaug, die mit 19 Jahren ebenfalls Junioren-Weltmeisterin gewesen war.

"Ich vergönne ihr den Sieg voll, Björgen hat ja schon zehn Goldmedaillen." Johaug ist ein Vorbild für die Studentin. "Wir sind vom Typ her ähnlich, sie geht auch nicht so in Richtung Kraft."

Dritter und letzter WM-Einsatz Stadlobers wird der 4 mal 5-km-Staffelbewerb am Donnerstag sein.

Rückkehr zum ÖSV?

Die Entscheidung über eine mögliche Rückkehr der von ihrem Vater Alois trainierten Stadlober in den ÖSV wird nach der WM fallen.

Am Montag gab es ein Gespräch des Trainer-Vaters mit dem Sportlichen Leiter Markus Gandler. Er habe seine Vorstellungen dargelegt, sagte Alois Stadlober der APA.

Er möchte die Trainingsplanung für seine Tochter wie bisher selbst weiterführen, könne sich aber vorstellen, in irgendeiner Form in den ÖSV eingebunden zu werden.

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