Die Schweizer Fans haben derzeit gut lachen

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Die Schweiz will ihren Rekord-Lauf bei der WM mit sieben Erfolgen auch im Viertelfinale nicht beenden.

Coach Sean Simpson hat die nahezu makellose Vorrunde aber bereits abgehakt. In der K.o.-Phase beginnt das Turnier neu. Die Top-Nationen hoffen auf ihre Neuankömmlinge aus der NHL.

Vorrunde ist Geschichte

Nach den drei Coups zum Turnierauftakt - Siege gegen Schweden, Kanada und Tschechien - und der historischen Siegesserie (als einziges Team in der Gruppenphase ohne Niederlage) stehen die Eidgenossen vor der Reifeprüfung.

Am Donnerstag geht es gegen Tschechien (14.45 Uhr) um den Einzug ins Halbfinale.

Bestmarken, Serien oder Geschichtsbücher zählen dann nicht mehr, unterstrich Simpson: "Wir hatten einen großartigen Lauf, der interessiert jetzt aber nicht mehr." Der Coach blickte schon voraus. "Sieben Siege in Folge sind super. Aber die nächste Runde ist eine K.o.-Runde. Wir müssen bereit sein."

Verstärkung aus der NHL

Gelingt den "Eisgenossen" nach dem 5:2 in der Gruppenphase der zweite Sieg über die Tschechen, würde die Schweiz erstmals seit 1998 wieder ins WM-Halbfinale einziehen.

Rechtzeitig zur entscheidenden WM-Phase hat die Auswahl um NHL-Profi und Topscorer Roman Josi einen weiteren Zugang aus der nordamerikanischen Profiliga bekommen.

Verteidiger Raphael Diaz wird dabei gegen die Tschechen ein bekanntes Gesicht auf der gegnerischen Seite sehen: Clubkollege Tomas Plekanec von den Montreal Canadiens, der nach dem NHL-Play-off-Aus ebenfalls nachnominiert worden war.

Ovechkin verstärkt Russland

Die Cracks aus Montreal sind aber nicht die einzigen Neuankömmlinge aus Nordamerika. Titelverteidiger Russland setzt gegen die USA (12.00 Uhr) auf Alexander Ovechkin.

Der beste Torjäger des NHL-Grunddurchgangs wurde am Mittwochabend in Helsinki erwartet und lud sogleich zum öffentlichen Training in die Hartwall Arena. Der Profi der Washington Capitals will sein drittes WM-Gold gewinnen.

Sedins schon in Scorer-Laune

Für den beinahe historischen Heimtriumph - seit 1986 in Moskau gewann kein Team mehr den WM-Titel im eigenen Land - hatten die Schweden in der Vorwoche die Zwillingsbrüder Daniel und Henrik Sedin aus Vancouver eingeflogen.

Mit je einem Tor und Assist unterstrich das Duo am Dienstag beim 4:2 gegen Dänemark auch gleich seine Gold-Ambitionen vor dem Viertelfinale gegen Kanada (20.15 Uhr).

Co-Gastgeber Finnland kann indessen auf Mikael Granlund zählen, der mit seinem Zaubertor gegen Russland bei der WM 2011 für Furore gesorgt hatte und auch am Dienstag beim 3:2 nach Verlängerung über Lettland mit einem sehenswerten Powerplay-Treffer erfolgreich war. Suomi trifft in Helsinki auf die Slowakei (17.30 Uhr).

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