Swette feiert WM-Debüt gegen den Weltmeister

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Rene Swette steht vor seinem Debüt auf der großen internationalen Bühne.

Der Meistertorhüter des KAC wird im letzten Gruppenspiel der Österreicher gegen Weltmeister Russland erstmals bei einer Weltmeisterschaft das Tor der Nationalmannschaft hüten.

Bereits unter der Woche kündigte Teamchef Manny Viveiros an, dass der Vorarlberger mindestens in einem Spiel eine Chance bekommen wird.

„Alle Spieler werden eingesetzt“, versprach der Austro-Kanadier fortlaufend. Nach dem Spiel gegen Gastgeber Finnland wurde der Head Coach, was die Torwart-Frage betrifft, schon konkreter.

„Die Chancen stehen gut, dass Rene im letzten Spiel zum Einsatz kommt“, ließ sich Viveiros in die Karten blicken.

Russland will Wiedergutmachung

Der Goalie selbst bestätigte nach dem freiwilligen Training am Sonntag im Gespräch mit LAOLA1 die Torhüter-Rochade.

„Ich freue mich bereits darauf. Bernhard Starkbaum hat ein starkes Turnier gespielt und ich bin mal gespannt, wie es bei mir laufen wird. Gegen Russland aufzulaufen, ist natürlich etwas Besonderes", so der Vorarlberger.

Auf Swette wird einiges an Arbeit zukommen. Einerseits haben die Russen die letzten beiden Spiele gegen Frankreich (1:2) und Finnland (2:3) verloren und wollen nun mit Sicherheit beweisen, dass zumindest die Niederlage gegen die Franzosen ein Ausrutscher war.

Zum anderen feuerten die Gegner bisher nicht weniger als 214 Schüsse auf das Tor der Österreicher. Keine Mannschaft im Turnier hat in sechs Spielen mehr Versuche zugelassen. Zweiter dieser Wertung ist mit Slowenien das Schlusslicht der Gruppe Stockholm. Die Liga-Partner der Österreicher haben in einem halben Dutzend Partien aber nur 179 Schüsse aufs Tor gelassen.

Vorfreude statt Nervosität

Swette kümmert das wenig. Durch diese Statistik ist ihm zumindest sicher, dass er von Beginn an beschäftigt sein wird. Ein Umstand, den er nicht als Nachteil sieht.

„Am Anfang ein paar gute Schüsse, die man entschärfen kann, machen das restliche Spiel für einen Goalie einfacher. Nichts ist schlimmer, als wenn du nichts zu halten hast und dann fahren sie einen Konter und du hast keine Chance. Es schaut dann dumm aus, aber du kannst nichts machen“, so der Keeper.

Nervosität ob seinem WM-Debüt kennt er nur bedingt. Auch wenn mit Weltmeister Russland noch zusätzlich das offiziell beste Team des Planeten als Gegner gegenübersteht.

„Die Vorfreude ist größer als die Nervosität. Aber ein bisschen nervös zu sein gehört auch dazu, denn sonst hätte das Ganze keinen Sinn. Du bist dadurch aufmerksamer.“

In der Vorbereitung auf das große Highlight bleibt Swette ebenfalls gelassen und ändert seinen Tagesablauf aufgrund eines Einsatzes von Beginn an nicht. Obwohl er zugeben muss, dass er „doch etwas konzentrierter“ ist als „wenn ich nur Backup bin“.

Nach dem Eistraining am Vormittag, geht es zum Mittagessen und dann legt sich der Schlussmann noch ein bisschen aufs Ohr. „Ich schlafe am Nachmittag meist bis zu zwei Stunden“, gesteht er mit einem Lachen und lässt dadurch vermuten, dass er wohl einer der Langschläfer im Team ist.

Solange er gegen den Weltmeister dann hellwach ist, sieht ihm das sicherlich jeder im Team nach.

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