Der Geist vergangener Tage

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Wir schreiben den 10. Februar 2013, circa 18:00 Uhr.

Markus Peintner steht in den Katakomben der Eishalle von Bietigheim-Bissingen und strahlt über das ganze Gesicht.

Der Stürmer des VSV wurde soeben zum großen Eishockey-National-Held, indem er in der Qualifikation mit seinem Treffer zum 2:2 gegen Deutschland Österreich erstmals nach zwölfjähriger Absenz wieder zu den Olympischen Spielen schoss.

„Das war ein spezieller Moment für mich, den ich wohl niemals ganz vergessen werde. Hin und wieder denke ich noch an diesen Tag zurück. Zwar nicht an mein Tor, aber an das Glücksgefühl, welches wir nach dem Erreichen des großen Ziels als Mannschaft verspürt haben“, erklärt der einstige Held.

Wohl nur Außenseiter

Nun geht es bei der Weltmeisterschaft erneut gegen die DEB-Auswahl. Trotz der starken Performance im letzten Aufeinandertreffen gegen die Mannschaft von Pat Cortina und dem Erfolg gegen Lettland am Dienstag, ist das österreichische Team wohl nur Außenseiter. Zu durchwachsen waren die Auftritte Österreichs bisher, zu ambitioniert die Partien der Deutschen.

Dennoch liegen die Österreicher in der Tabelle zwei Punkte vor dem Konkurrenten und könnten gegen Deutschland bereits einen wichtigen Schritt zum Verbleib in der A-Gruppe tätigen. Die Spielanlage gegen Schwarz-Rot-Gold wird sich zum Sieg über Lettland kaum unterscheiden.

„Unser Gameplan muss ähnlich aussehen wie am Dienstag. Defensiv kompakt und solide stehen, geduldig auf unsere Chancen warten, und diese dann auch so effizient nützen“, klingt die taktische Ausrichtung doch eher simpel.

Den Geist heraufbeschwören

Vor dem Spiel wird in der Kabine wohl auch wieder der Geist vom 10. Februar heraufbeschworen werden. Die Erinnerung an die großen Momente in Baden-Württemberg sollen Kräfte und Energien bei der österreichischen Truppe freisetzen. Überstrapazieren will man es dann aber doch nicht.

„Die Olympia-Qualifikation wird natürlich noch angesprochen, aber es ist eine neue Partie und wir fangen wieder bei Null an“, so Peintner.

Sicher ist für ihn die Tatsache, dass die Deutschen diese offene Rechnung begleichen wollen, was die Vorbereitung der Österreicher aber nicht beeinflussen wird.

„Die sind sicher noch angefressen, aber wir konzentrieren uns auf das Jetzt und nicht die Vergangenheit“, sagt Peintner, der noch auf einen Treffer bei diesem Turnier wartet.

Bei der Olympia-Qualifikation hatte er auch nur einen erzielt. Der Rest ist bekannt und die Erinnerung daran, zaubert dem 34-Jährigen noch heute ein Lächeln ins Gesicht.

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