Vanek lässt Österreich im Penaltyschießen jubeln

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Österreich gelingt bei der Eishockey-WM in Helsinki die große Sensation. Das ÖEHV-Team gewinnt gegen die Slowakei mit 2:1 (0:1,1:0,0:0) nach Penaltyschießen.

Es ist der erste Sieg Österreichs über den amtierenden Vizeweltmeister seit der WM 1996 in Wien. Damit halten die Österreicher nun bei fünf Punkten und sind dem Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen.

Österreich spielte munter mit

Der Vizeweltmeister startete erwartungsgemäß besser ins Spiel, prüfte Bernhard Starkbaum zu Beginn gleich mehrere Male. Aber auch die Österreicher spielten munter mit, Michael Raffl (4.) per Rebound und Matthias Iberer (5.) mit einem Schuss aus dem Slot hatten ihre Möglichkeiten.

Als kurz darauf Raffl Jozef Stumpel narrte, wusste sich dieser nur noch mit Beinstellen zu helfen und ermöglichte somit das erste Überzahlspiel der Partie, welches die Österreicher aber wie schon mehrmals im bisherigen Turnierverlauf nicht gut spielten. Im Gegenteil, die Slowaken hatten die besseren Möglichkeiten.

In Minute neun war es dann passiert. Gregor Baumgartner verlor wie schon Manuel Latusa gegen Deutschland ein Duell an der Bande, worauf die Slowaken aufs Tempo drückten. Ein Schuss von Michal Sersen wurde von Starkbaum unglücklich zur Mitte abgewehrt, wo Tomas Survoy alle Zeit hatte sich zu drehen und das Spielgerät im kurzen Eck einzubauen.

Nachdem die ÖEHV-Truppe ein weiteres Powerplay ungenützt ließ und teilweise Chancen durch technische Fehler selbst zunichte machte, ging es mit 0:1 in die Pause.

Ausgleich und Verletzung

Das zweite Drittel begann mit einem Schock. Starkbaum rutschte mit der Scheibe unter den Schonern ins Tor, der Schiedsrichter hatte aber bereits zuvor auf Torrraumabseits entschieden. Die Slowaken hatten schon gejubelt.

Im Anschluss sahen die Zuschauer in der Hartwell Arena ein flottes Spiel, in welchem zwar die Slowaken das Spiel machten, die Österreicher aber durchaus zu Chancen kamen. So scheiterten Baumgartner (23., 26.) und Daniel Welser aus aussichtsreichen Positionen.

Letzterer war es auch, der die große Möglichkeit auf den Ausgleich verpasste. Nach einem schönen Querpass stolperte der RBS-Stürmer alleine vor dem Tor über die Scheibe.

Doch auch der Favorit prüfte Starkbaum ein ums andere Mal, der Schweden-Legionär lief in den zweiten 20 Minuten aber zur Hochform auf.

Nach einer Drangphase des Vizeweltmeister sorgte Daniel Oberkofler in der 34. Minute für Gefahr, der Abpraller spickte bis zur blauen Linie zurück, wo Unterluggauer nicht lange fackelte und sofort abzog. Die Scheibe zog an Freund und Feind vorbei zum Ausgleich in Tor.

Danach reagierten die Slowakei mit wütenden Angriffen, doch Starkbaum und das gewisse Quäntchen Glück verhinderten eine neuerliche Führung. Die Österreich ihrerseits hätten dann sogar nachlegen können, im Vier-gegen-Eins scheiterte Lakos nach Raffl-Querpass am Keeper.

Das negative Highlight des Drittel ereignete sich 27 Sekunden vor dem Ende, als Herburger von einem Schuss aus den eigenen Reihen im Gesicht getroffen und blutend in die Kabine gebracht wurde.

Viel Druck, Schluss gehörte Österreich

Nach der Pause schnürten die Slowaken die Österreicher ein. Kaum Entlastung für das Tor von Starkbaum, der insgesamt 42 Schüsse parierte.

Die erste Chance hatte Schuller erst in Minute 47, scheiterte aber am Schlussmann.

Doch je länger die Partie dauerte umso mehr musste die Slowakei dem kräfteraubenden Spiel am Donnerstag gegen Lettland Tribut zollen.

So kamen Schuller (56.) nach Vanek-Zuspiel und Markus Peintner noch zu Gelegenheiten das Spiel zu Gunsten der Österreicher zu entscheiden.

Penaltyschießen gewonnen

Nach einer torlosen Verlängerung, in welcher die Österreicher das Spiel bestimmten, ging es nach ins Penaltyschießen.

Dort setzte sich der Außenseiter durch. Während Raffl scheiterte traf Vanek und Starkbaum entschärfte den letzten Versuch von Miroslav Satan.

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