Schweden werfen Kanada raus

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USA deklassieren Russland

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Die Schweiz bleibt bei der A-WM in Schweden und Finnland das Maß aller Dinge.

Nachdem die Eidgenossen in der Gruppenphase alle sieben Spiele gewinnen konnten und somit Geschichte schrieben, waren sie auch im Viertelfinale nicht zu biegen.

Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale ringen die Schweizer Tschechien knapp mit 2:1 (1:0,1:0,0:1) nieder.

Frühe Führung  

Es dauerte keine fünf Minuten, da musste sich der tschechische Schlussmann Ondrej Pavelec geschlagen geben. Denis Hollenstein verwertete seinen eigenen Rebound zur Führung. In der Folge kam Tschechien aber zu drei Überzahl-Spielen, die allesamt nicht in einen Torerfolg umgemünzt werden konnten.

Kurz nach der Pause machte es die Schweiz besser und legte nach. Topscorer Roman Josi nutzte die nummerische Überlegenheit und erzielte in Minute 34 den zweiten Treffer. Wiederum blieb die Antwort der Tschechen in Form eines Tores aus und so sahen sie sich zu Beginn des letzten Abschnitts mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert.

Ein Treffer reicht nicht

Doch die Tschechen steckten nicht auf und konnten nach 46. gespielten Minuten endlich ein Powerplay zu ihren Gunsten nutzen. Zdenek Kutlak brachte seine Mannschaft wieder heran und Tschechien roch Lunte.

Die Schweiz hatte nun Probleme, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten, doch Tschechien scheiterte wie schon das gesamte Turnier an seiner Chancenauswertung. Die Eidgenossen brachten den Vorsprung über die Zeit und zogen zum ersten Mal seit 1998 in ein WM-Halbfinale ein.

Während die noch ungeschlagenen Schweizer jubeln, ist für Titelverteidiger Russland das Abenteuer Weltmeisterschaft bereits nach dem Viertelfinale beendet.

Die Mannschaft um die beiden Stars Alexander Radulov und Ilya Kovalchuk, die überdies noch Unterstützung vom extra angereisten Alexander Ovechkin bekommen hatte, ging gegen die USA mit 3:8 unter und bezog somit die höchste WM-Niederlage seit 2005. Damals musste sich die „Sbornaja“  Kanada mit 2:7 geschlagen geben.

USA von Beginn an in Front

Bereits früh stellten die Amerikaner die Weichen auf Sieg. Nach 13 Minuten stand es durch Treffer von Kapitän Paul Stastny (12.) und TJ Oshie (13.) 2:0 für die Außenseiter. Zwar konnten die Russen noch vor der Pause in Person von Alexander Svitov (16.) den Anschlusstreffer markieren, Nate Thompson (26.) stellte den alten Abstand von zwei Toren aber wieder her.

Alex Gelchenyuk legte sogar nach und schoss die US-Boys vor dem letzten Drittel mit 4:1 in Front.

Tor in Unterzahl

Im Schluss-Abschnitt bäumte sich der Titelträger von 2012 nochmals auf und kam durch Superstar Ovechkin nach nur 1:33 Minuten wieder auf zwei Tore heran (2:4).

Doch die Amerikaner hatten die perfekte Antwort parat und kamen sogar in Unterzahl zum fünften Treffer. Ryan Carter (43.) klaute Radulov die Scheibe vom Schläger und bezwang den russischen Schlussmann in der Folge per Beinschuss.

Dennoch gab sich der Titelträger nicht geschlagen, machte nur 45 Sekunden später das 3:5 und witterte nach wie vor die Chance, das Spiel noch zu drehen.

Schwache russischen Keeper

Dazu fehlte Russland aber auch die Unterstützung eines sicheren Schlussmannes. Diese Schwäche nützte das US-Team gnadenlos aus und erzielte zwischen der 49. und 51. Minute drei weitere Treffer.

Sowohl Ilya Bryzgalov, als auch der in Minute 39 eingewechselte Semyon Varlamov erwischten keinen guten Tag und waren mitverantwortlich für die schlussendlich hohe Niederlage.

Überragender Akteur auf Seiten der Sieger war Kapitän Stastny, der an vier Treffern direkt beteiligt war und somit in jedem Spiel dieser WM, bis auf das Duell mit der Slowakei, punkten konnte.

Finnland zittert sich weiter

Co-Gastgeber Finnland hat sich ins Halbfinale gezittert. Die Hausherren bezwangen den Vorjahresfinalisten Slowakei mit 4:3 (3:0,0:2,1:1).

In Helsinki hatten die Finnen eine eigentlich komfortable Führung nach dem ersten Drittel aus der Hand gegeben und waren im letzten Abschnitt beim Stand von 3:3 stark unter Druck geraten.

Erst Juhamatti Aaltonen (49.) erlöste den Weltmeister von 2011.

Medaillengewinner 2012 out

Ossi Väänänen (2.) und zweimal WM-Toptorjäger Petri Kontiola (10./16.) hatten für die nur scheinbar beruhigende 3:0-Führung gesorgt.

Doch die Slowakei schaffte durch Michel Miklik (26.), Andrej Sekera (33.) und Tomas Surovy (41.) den Ausgleich.

Nach Russland und Tschechien ist damit auch der dritte Medaillengewinner von 2012 ausgeschieden.

Penalty-Krimi an Schweden

Am späten Abend hat Schweden als letztes Team das Halbfinale erreicht und damit das Gastgeber-Duell mit Finnland um den Einzug ins Endspiel perfekt gemacht.

Die Skandinavier gewannen 3:2 (0:0,0:1,2:1) nach Penaltyschießen gegen Kanada.

Nicklas Danielsson mit einem Doppelpack jeweils nach Vorlage der Sedin-Brüder (46./50. Minute) sowie Fredrik Pettersson im Shoot-out sorgten im Stockholmer Globen für den Heimsieg. Steven Stamkos (21.) und Claude Giroux (51.) hatten die Tore der Nordamerikaner geschossen.

Edler verletzt out

Neben dem Spiel verloren die Kanadier auch Eric Staal, der nach einer bösen Attacke von Alexander Edler mit einer schweren Knieverletzung vom Eis muss.

Der Schwede wurde mit einer fünf Minuten plus Spieldauerstrafe in die Kabine geschickt und fehlt im Kampf um den Finaleinzug.

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