Sabres erteilen Vanek die Freigabe

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Nun ist es Gewissheit.

Thomas Vanek wird bei der A-WM in Schweden und Finnland das Jersey der  österreichischen Nationalmannschaft überstreifen.

Nach vielen Spekulationen im Vorfeld haben die Buffalo Sabres ihre Freigabe erteilt. Vanek selbst hatte sich ja bereits frühzeitig zu Österreich bekannt und eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft lediglich von seiner Fitness und dem Veto seines Vereines abhängig gemacht.

"Ich freue mich, endlich wieder für Österreich spielen zu können. Ich habe immer gesagt, dass mir das sehr am Herzen liegt. Ich denke, das Team hat im Februar bei der Olympiaqualifikation bereits gezeigt, dass wir gute Spieler haben. Der Klassenerhalt ist unser erstes Ziel.“

Viveiros freut sich

Am Mittwoch traf sich der beste Eishockeyspieler der Alpenrepublik mit den Verantwortlichen der Franchise, die ihm keine Steine in den Weg legten und eine Reise zum Nationalteam erlaubten.

Im Lager des ÖEHVs ist man über das Kommen des Steirers natürlich hocherfreut.

"Schade für ihn, dass es nicht mit dem Playoff geklappt hat. Aber ich freue mich, dass er zu uns kommt. Bereits seine Anwesenheit stärkt unsere Mannschaft", sagt Head Coach Manny Viveiros.

"Er ist ein Vorbild für unsere Spieler, jeder will dorthin, wo er spielt. Er ist ein Leader in der Kabine, aber wir können nicht erwarten, dass er am Eis dominiert, weil das passiert nicht. In der Liga hat man gesehen, dass ein Spieler allein nicht dominieren kann und die WM ist noch deutlich darüber", erwartet der Coach aber keine Wunderdinge des 29-Jährigen.

Beim letzten Heim-Länderspiel der Saison 2012/13 im Eissportzentrum Wien Kagran am Freitag gegen Slowenien (LAOLA1 überträgt das Spiel ab 18:00 Uhr LIVE) wird der NHL-Profi aber noch nicht zugegen sein. Bevor der Sabres-Angreifer das Flugzeug Richtung Europa besteigt, stehen mit den Sabres noch die letzten Saisonspiele an.

Nödl verletzt, Grabner spielt Playoffs

„Schade, dass die Saison für uns schon vorbei ist. Am Ende waren wir einfach nicht gut genug. Jetzt wollen wir die letzten Spiele noch ordentlich zu Ende spielen“, will sich Vanek die verbleibenden Partien noch voll auf seinen Verein konzentrieren.

Am 26. April trifft Buffalo zum Abschluss der Regular Season zu Hause auf die New York Islanders mit Michael Grabner, der das ÖEHV-Team aufgrund der Playoff-Beteiligung seiner Mannschaft nicht unterstützen kann.

Während Vanek also das rot-weiß-rote Jersey mit der Nummer 26 überstreifen wird und Grabner seinen Verpflichtungen bei den Islanders nachkommen muss, fällt ein weiterer Akteur aus Nordamerika ebenfalls aus. Der gebürtige Wiener Andreas Nödl zog sich einen Kreuzbandriss zu und wurde erst Anfang April operiert. Aus diesem Grund ist an Eistraining frühestens wieder im August zu denken.

Pöck ist dabei

Trotz der Ausfälle von Grabner und Nödl wird neben  Vanek aber noch ein zweiter Crack aus Übersee zum Nationalteam stoßen.

Thomas Pöck, der derzeit noch in der AHL bei den Lake Erie Monsters unter Vertrag steht und zur neuen Saison zurück nach Klagenfurt wechselt, wird in Kopenhagen erstmals mit der Mannschaft zusammentreffen.

"Er ist ein moderner Verteidiger, der offensiv und defensiv stark ist. Er hilft unserer Mannschaft sofort", ist Viveiros überzeugt "In der A-WM gegen Top-Nationen wird viel in unserem Drittel gespielt, da ist es wichtig, dass du gute Verteidiger hast, die Situationen vor dem Tor lösen können. Tommy war ein Top-Verteidiger in Schweden und auch in Nordamerika."

Vanek kommt direkt nach Finnland

Vanek wird vor der Weltmeisterschaft kein Testspiel mehr mit der Mannschaft bestreiten. Er wird am 2. Mai direkt in Finnland erwartet.

„Eine schnelle Integration in unser Team hat oberste Priorität. Vor dem ersten WM-Spiel gegen die USA haben wir zwei Tage und zwei Trainingseinheiten Zeit dafür", so Viveiros, der auch schon im Kopf hat, wie er den NHL-Star einsetzen wird.

"Thomas ist im Angriffsdrittel so effektiv, wenn wir ihm dort die Scheibe geben können, haben wir eine gute Chance, dass wir offensiv produzieren. Linienmischung ist so wichtig, nicht nur für diese Linie, sondern für alle Linien. Thomas Koch ist (als Center) logisch, auf dem Flügel haben wir zwei Spieler in der Überlegung."

Mit den beiden Cracks aus Übersee verfügt Teamchef Viveiros derzeit über einen 28-Mann-Kader, welchen er vor dem ersten Spiel noch um drei Spieler reduzieren muss.

Sebastian Rauch

TV-Tipp: LAOLA1 zeigt das Spiel Österreich gegen Slowenien am Freitag ab 18:00 Uhr im Live-Stream!

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