"Keine depperten Tore kriegen"

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"Kleinigkeiten machen den Unterschied aus"

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Egal, mit wem man bei dieser Weltmeisterschaft spricht, der Verweis auf die kleinen Details, die richtig gemacht werden müssen, kommt immer wieder.

So auch bei Andre Lakos, der nach dem Abschluss-Training vor der vorentscheidenden Partie gegen Lettland am Dienstag (ab 15:15 Uhr im LAOLA1-Ticker) im Gespräch mit LAOLA1 darauf aufmerksam macht.

„Vom Tempo des Spiels her, gibt es keine großartigen Unterschiede zu dem, was wir aus der Liga gewohnt sind. Am Ende sind es aber die Kleinigkeiten, die du richtig machen musst.“

Dies ist den Österreichern in den Partien gegen die USA und Frankreich nicht gelungen.

"Minutenschlaf" kostet die Partie

In beiden Spielen bekam die rot-weiß-rote Defensive zwei Treffer binnen kürzester Zeit. Während die Amerikaner 1:36 Minuten für die Tore zum 2:2 und 3:2 benötigten, brauchten die Franzosen für ihre 2:0-Führung nur 41 Sekunden.

Dabei fielen die Tore des Gegners nicht aufgrund drückender Überlegenheit, sondern resultierten aus Fehlern der österreichischen Defensive, die eben diese Kleinigkeiten nicht richtig ausgeführt hatte.

„In beiden Spielen haben wir sechs oder sieben Minuten verschlafen, die uns in der Folge die Partie gekostet haben“, so Lakos, der für die Aussetzer aber keine Erklärung hat.

„Das passiert. Es darf nicht sein, aber es kommt vor. Seit Jahren suchen wir nach Erklärungen und finden keine“, sagt der Verteidiger-Hüne, der aber keinen Grund sieht, nun den Kopf in den Sand zu stecken.

„Das ist jetzt vorbei. Wir haben noch fünf Spiele und wissen, dass wir das Potential haben, in jeder Partie zu punkten“, gibt sich der 33-Jährige selbstbewusst.

Letten mit mehr Körperspiel

Die Österreicher wissen auch, was sie gegen Lettland erwarten wird. Seit 1997 ist die baltische Auswahl durchgehend in der Weltelite vertreten, zuletzt setzte es für die ÖEHV-Mannschaft in einem Bewerbsspiel bei der A-WM in Kosice eine 1:4-Niederlage.

In diesem Jahr sind die Letten nach Niederlagen gegen Russland (0:6) und USA (1:4) ebenfalls wie die Mannschaft von Manny Viveiros noch ohne Punkt und zieren vor dem direkten Duell aufgrund des schlechteren Torverhältnisses das Ende der Tabelle.

Die ohnehin als körperlich starkes Kollektiv bekannten Letten werden sicherlich eine härtere Gangart an den Tag legen, als die USA oder Frankreich zuvor.

„Ich denke nicht, dass das Körperspiel in den ersten beiden Begegnungen ein großer Faktor war. Es wurde von beiden Mannschaften nicht sehr forciert. Die kommenden Spiele werden da wohl schon anders sein“, weiß auch Lakos, der aufgrund seiner Größe von 2,03 Metern und 108 Kilo ohnehin eine physische Interpretation des Spiels besser liegt.

Keine depperten Fehler machen“

Vor dem wohl entscheidenden Spiel gegen die Letten ist die Stimmung trotz der beiden Auftaktpleiten aber keineswegs gedrückt. Mit guter Laune und Vorfreude gehen die Cracks ins wichtige Spiel.

„Wir haben bereits vor der WM gesagt, dass wir, egal was passiert, positiv bleiben. Es bringt nichts, negativ zu denken, das zieht nur die gesamte Mannschaft runter. Wir sind sehr gut eingestellt und haben großes Selbstvertrauen, dass wir siegen werden“, lautet die Kampfansage des Verteidigers.

Das Rezept zum Sieg ist auch kein großes Geheimnis. „Wir haben die Qualität und wissen, dass wir Tore schießen können. Wir dürfen nur keine depperten Tore bekommen.“

Dafür muss man aber die Kleinigkeiten richtig machen.

Aus Helsinki berichtet Sebastian Rauch

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