"Ein Spiel zum Genießen"

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Nach der Pflicht folgt die Kür

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Österreich und Slowenien stehen bereits vor der letzten Partie der B-WM in Ljubljana als Aufsteiger in die A-Gruppe fest. Nach der erfüllten Pflicht folgt nun am Samstag (20:00 Uhr) die Kür.

Die beiden besten Mannschaften des Turniers spielen sich den Gruppensieger aus. Auch wenn es um nichts mehr geht, fiebern Spieler und Fans dem Aufeinandertreffen der Nachbarstaaten entgegen.

„Bei den Slowenen spielen viele Akteure aus der heimischen Liga und die kennen wir natürlich sehr gut. Einige spielen sogar im selben Team und dann will man natürlich gegen die Mannschaftskollegen gewinnen“, sind interne Rivalitäten laut Matthias Trattnig für einige ÖEHV-Akteure die Triebfeder.

Die Stozice Arena wird bis auf den letzten Platz ausverkauft sein. 10.000 Fans werden sich den Abschluss dieser Weltmeisterschaft nicht entgehen lassen.

„Es wird ausverkauft sein und die Slowenen werden für ordentlich Stimmung sorgen. Es wird ein tolles Spiel, und wir werden versuchen zu gewinnen“, weiß der Salzburg-Kapitän um die Fanmassen, die nicht für sein Team schreien werden.

Doch obwohl eine kleine Gruppe an österreichischen Fans den Weg nach Ljubljana gefunden hat, stimmlich werden sie den zahlenmäßig weit überlegenen Hausherren nicht Paroli bieten können.

Stefan Ulmer kritisiert Viveiros

Viveiros suspendiert Ulmer

Diese wird Stefan Ulmer vergangen sein. Der Verteidiger äußerte sich gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten" negativ zu Teamchef Manny Viveiros. Er wirft dem Austro-Kanadier vor ihn als Sündenbock für die Japan-Niederlage abgestempelt zu haben und daraufhin gegen Ungarn weitgehend ignoriert zu haben.

Weiter zieht Ulmer über die Kollegen Johannes Kirisits und Johannes Reichel her, die seiner Meinung nach gegen die Asiaten ein viel schlechteres Spiel gemacht hätten. Da beide ebenso wie Teamchef Viveiros beim KAC unter Vertrag stehen, hatte der Schweiz-Legionär den Eindruck, „gegen die Kärntner Mafia“ nicht anzukommen.

Viveiros selbst hatte von Medienvertretern von der öffentlichen Kritik erfahren und suspendierte den Verteidiger umgehend. (Hier gehts zum Bericht)

Die Vorfreude auf das Spiel gegen die Slowenen wird sich der 46-Jährige von diesem Zwischenfall aber nicht nehmen lassen. Bereits nach dem Ungarn-Spiel erklärte der Austro-Kanadier, es würde „ein Spiel zum Genießen“ werden.

Sebastian Rauch

Alte Rechnungen begleichen

Aber auch wenn es sportlich um nichts mehr geht, ist viel Prestige mit im Spiel. Die Slowenen haben mit den Österreichern noch eine Rechnung offen, verlor man doch bei der letztjährigen A-WM in Bratislava gegen die rot-weiß-rote Auswahl mit 2:3 und blieb somit als einzige Mannschaft des Turniers ohne Sieg.

Aber auch die Österreicher haben zum Teil noch alte Wunden, die sie mit einem möglichen Erfolg über den Rivalen heilen wollen.

„Ich kann mich noch erinnern, wie wir in der Jugend immer gegen slowenische Teams verloren haben. Jetzt ist es Zeit für die Revanche“, scherzt Trattnig und zeigt sich vor dem Aufeinandertreffen in guter Stimmung.

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