Österreich-Ungarn - Überraschungen ausgeschlossen

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Trotz der Niederlage gegen Japan, kann die österreichische Nationalmannschaft mit einem Sieg am Donnerstag (16:30 Uhr) über Ungarn bereits die Qualifikation für die A-Gruppe unter Dach und Fach bringen.

Durch die 1:4-Niederlage der Magyaren gegen Gastgeber Slowenien würde den ÖEHV-Cracks ein Sieg in der regulären Spielzeit reichen, um vorzeitig den Wiederaufstieg in die Weltgruppe zu fixieren.

Wir können gewinnen“

Die Statistiken sprechen auf jeden Fall für das Team von Manny Viveiros, hat eine rot-weiß-rote Auswahl doch schon seit dem 29.12. 1977 nicht mehr gegen Ungarn verloren. Die letzte Pleite bei einer WM datiert im Übrigen vom 11. März des selben Jahres.

Doch dies sind nichts als leere Zahlen, wie auch die Partie gegen Japan gezeigt hat. Gegen die Asiaten hatten man zuvor seit 33 Jahren nicht mehr bei einem WM-Turnier verloren.

„Das Duell mit den Ungarn hat nun Endspiel-Charakter und das muss auch jedem bewusst sein“, sagt Raphael Herburger unmittelbar nach der Pleite gegen die Japaner.

„Es steht außer Frage, dass wir das Spiel gegen Ungarn gewinnen können. Wir kennen sie sehr gut, denn sie spielen fast alle in unserer Liga. Es ist eine starke Konter-Mannschaft und wir müssen zusehen, dass wir hinten gut stehen und die Fehler minimieren“, so der Vorarlberger.

Bernhard Starkbaum bleibt die Nummer eins

ÖEHV-Team muss Räume eng machen

Doch der Teamchef hat seine Hausaufgaben gemacht, weiß genau worauf es gegen die Ungarn ankommen wird.

„Vor allem in der neutrale Zone müssen wir aufpassen, dass wir nicht leichtfertig den Puck herschenken. Offensiv müssen direkt aufs Tor gehen und im offensives Drittel Raum machen. Wenn wir viel Präsenz im gegnerischen Drittel zeigen, wird eventuell auch mal ein Haken gepfiffen“, so Viveiros, der nach dem Japan-Spiel die Schiedsrichter kritisierte.

„Ich verstehe nicht, wieso es auf diesem Niveau nur einen Schiedsrichter gibt. Was der alles nicht gepfiffen hat, ist ein Wahnsinn. Wir waren gegen Japan ein Großteils des Spiels in der Offensive und es waren sehr viele Fouls dabei, die nicht gesehen wurden“, so der Austro-Kanadier, der aber auch betonen will, dass die Schiedsrichter keine Schuld an der Pleite gegen die Asiaten traf.

Auch gegen die Ungarn werden wohl nicht die Schiedsrichter den Ausschlag geben, sondern die österreichische Defensive. Mit Gerhard Unterluggauer kehrt ein erfahrener Verteidiger zurück ins Lineup, der der jungen Defensive die nötige Sicherheit geben könnte.

Alle Augen werden auf Bernhard Starkbaum gerichtet sein, der zuletzt nicht überzeugte, dennoch aber weiterhin den Vorzug vor Fabian Weinhandl erhält.

Sebastian Rauch

Selbes System wie Fehervar

In der Tat ist die Mannschaft, die von Fehervar-Coach Kevin Primeau trainiert wird, keine Unbekannte.

13 von 22 Akteuren im Kader spielen für den ungarischen EBEL-Vertreter Fehervar, drei weitere stehen beim Nationalliga-Verein DAB Dunaujvaros unter Vertrag. Die Mischung aus Jung und Alt ist ausgewogen, jüngster Spieler im Team ist Janos Hari mit 19 Jahren, der älteste, Verteidiger Tamas Sille, zählt stolze 42 Lenze.

Die Mannschaften kennen sich nur zu gut, Überraschungen in Spielweise und System können wohl weitgehendst ausgeschlossen werden.

Die Ähnlichkeiten zum Spiel Fehervars sind selbstredend nicht von der Hand zu weisen. Aus einer gesicherten Abwehr, schnelle Gegenstöße fahren und auf die Qualität der Stürmer vertrauen.

Konter liegen Österreich nicht

Eine taktische Ausrichtung, die den Österreichern nicht gerade in die Karten spielt, war die Abwehr, in den ersten drei Spielen vor allem bei schnellen Gegenstößen alles andere als sattelfest.

„Unser Spiel ist sehr offensiv ausgerichtet. Was uns gegen die Japaner das Genick gebrochen hat, war die mangelnde Kompaktheit beim Umschalten von der Defensive in die Offensive. Wenn wir die Räume enger machen, kommen wir auch zu Chancen im Konter. Wir müssen die Linien respektieren und keine Turnovers fabrizieren. Ansonsten wird es gegen die Ungarn sehr schwer“, so Assistant-Captain Daniel Welser.

Der Star des Teams ist in Österreich ebenfalls kein Unbekannter. Istvan Sofron, 24-jähriger Stürmer und EBEL-Torschützenkönig der vergangenen Saison mit 34 Treffern, hat in diesem Turnier zwar erst einmal angeschrieben, seine Qualitäten sind dennoch unumstritten.

„Ungarn nützt die Chancen sehr gut. Sie sind eine kalte und gefährliche Mannschaft“, warnt auch Trainer Manny Viveiros vor den aus der Liga bestens bekannten Angreifern.

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