Frankreich bringt Kanada zu Fall

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Huet zieht Kanada den Zahn, USA und Russen siegen

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Kanada ist am Freitag mit einer Niederlage ins Eishockey-WM-Turnier in Minsk gestartet. Der Olympiasieger musste sich Frankreich 2:3 (1:1,0:0,1:1,0:0,0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Russland dominierte die Schweiz und gewann 5:0 (3:0,1:0,1:0). Gastgeber Weißrussland hatte gegen die USA mit 1:6 (0:1,1:3,0:1) das Nachsehen.

Tschechien bezwang die Slowakei mit 3:2 (1:0,0:2,1:0,1:0) n.V.

Bellemare bringt die Entscheidung

Pierre-Edouard Bellemare machte mit seinem verwandelten Penalty den erst zweiten französischen Sieg über Kanada bei einer WM nach dem 4:1-Triumph 1995 in Schweden wahr.

Stephane Da Costa hatte die Franzosen in einer ausgeglichenen Partie in der Tschichowka-Arena zunächst in Führung gebracht (18./PP), Brayden Schenn (20/PP.) traf kurz vor der Pause zum Ausgleich.

Nach einem torlosen Mitteldrittel schoss Erik Gudbranson (51.) das junge kanadische Team in Front, Da Costa (53./PP) erzielte das 2:2. Die Verlängerung blieb ohne Tore.

Huet im Penaltyschießen unüberwindbar

Im Shoot-out machte Frankreichs Goalie Cristobal Huet, der schon zuvor 34 von 36 Schüssen pariert hatte, die drei Versuche der Kanadier zunichte.

"Das ist etwas Riesiges für uns", freute sich Huet, der 2010 als Ersatzspieler mit den Chicago Blackhawks erster Franzose den Stanley Cup gewonnen hat.

Bereits im Vorjahr war den Franzosen bei der WM eine Sensation gelungen, als man in Stockholm Russland 2:1 bezwang.

Russland mit Blitzstart

Am anderen Ende der weißrussischen Hauptstadt präsentierte sich Russland am "Tag des Sieges" - am 9. Mai wird der Sieg über Deutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert - als Meister der Effizienz.

Nach nur 13 Sekunden in der Minsk-Arena versetzte die "Sbornaja" den Schweizern, die im vergangenen Jahr noch überraschend ins WM-Finale vorgestoßen waren, den ersten Dämpfer.

Mit einem Schuss ins lange Eck ließ Sergei Plotnikow die Zuschauer in der Minsk-Arena erstmals jubeln.

Schweiz bleibt ohne Tor

NHL-Superstar Alex Owetschkin erhöhte in der 7. Minute im Powerplay, Wadim Schipatschjow (18.) sorgte mit dem 3:0 kurz vor der ersten Drittelpause bereits für die frühe Vorentscheidung.

Die Schweizer erspielten sich zwar einige gute Möglichkeiten, ließen diese aber ungenützt, wobei sie ein ums andere Mal am hervorragenden Sergei Bobrowski verzweifelten.

Anton Below mit einem Weitschuss-Treffer (30.) und Danis Saripow (59.) sorgten vor 13.300 Zuschauern für ein noch deutlicheres Ergebnis.

Russland will Wiedergutmachung für Sotschi

Die Russen sind im Nachbarland auf Wiedergutmachung aus.

Nach der verpatzten Darbietung bei den Olympischen Spielen in Sotschi, wo die Mannschaft bereits im Viertelfinale gescheitert war, strebt die Eishockey-Großmacht unter ihrem neuen Teamchef, dem Letten Olegs Znaroks, den Titel an. Zuletzt wurde Russland 2008, 2009 und 2012 Weltmeister.

Die Schweiz bekommt bereits am Samstag die Chance zu Rehabilitation. Gegner sind die USA, die am Freitag mit dem 6:1 über Weißrussland die Tabellenführung in Gruppe B holten.

Drei Minuten bringen Entscheidung

In einem flotten Spiel waren die US-Amerikaner im ersten Drittel die etwas aktivere Mannschaft, Brock Nelson (26./PP) nutzte das zur 1:0-Führung.

Im zweiten Abschnitt trafen Jake Trouba (35.), Johnny Gaudreau (36.) und Colin McDonald (38.) für "Team USA". Der Anschlusstreffer der Weißrussen durch Andrej Stepanow (40.) war zu wenig.

Trouba (55./PP) und Gardiner (57./PP) stellten im Schlussabschnitt den Endstand her.

Jagr rettet Tschechien in Overtime

In der zweiten Partie der Gruppe A brachte Ondrej Nemec (7./PP) die Tschechen in Führung, Michel Miklik (26.) und Marek Viedensky (36.) drehten die Partie nur vermeintlich für die Slowaken.

In der 58. Minute war es der 42-jährige Altmeister Jaromir Jagr, der die Verlängerung erzwang. Dort besorgte Jakub Klepis in Minute 62 den Siegtreffer.

Die Führung in der Tabelle teilen sich die Tschechen mit Kanada-Bezwinger Frankreich.

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