Sieg in der Niederlage

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Persönliche Erfolge und Niederlagen für NHL-Exporte

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Ein bitterer Eishockey-Abend für Thomas Vanek und Michael Grabner. Beide ÖEHV-Cracks tragen sich in die Torschützenliste ein, gehen aber doch als Verlierer vom Eis.

Die Boston Bruins sind in der National Hockey League nicht zu stoppen. Das mussten in der Nacht auf Donnerstag auch die Buffalo Sabres zur Kenntnis nehmen.

Der amtierende Stanley Cup-Sieger feierte vor 18.690 Zuschauern einen 4:3-Auswärtssieg nach Shootout.

Es war dies bereits der zehnte Erfolg in Serie für Boston, das gleich zwei Mal einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte.

Vanek trifft zur 2:0-Führung

Im Penaltyschießen netzte Benoit Pouliot als fünfter Spieler zur Entscheidung.

„Ich bin froh, dass ich ihn getroffen habe, denn der Druck war schon richtig groß. Alle haben flach geschossen, also habe ich es weiter oben probiert – und drin war er“, so der Left Wing, der als fünfter Schütze zum Penalty antrat.

Thomas Vanek übernahm einmal mehr im Shootout Verantwortung, trat als erster Sabres-Spieler an und scheiterte an Bruins-Goalie Tim Thomas, den er noch im ersten Drittel bezwungen hatte.

Denn nach 15:22 Minuten traf der Steirer, der insgesamt 20:01 Minuten am Eis stand, im Powerplay und nach Zuspiel von Jason Pominville zur 2:0-Führung für die Hausherren.

"Art und Weise hat gepasst"

Zuvor hatte Christian Ehrhoff – ebenfalls im Powerplay – das 1:0 erzielt.

Aber Boston kam zurück ins Spiel, Tyler Seguin, mit einem Tor und einem Assist „Man of the Match“, verkürzte, TJ Brennan stellte aber wieder den Zwei-Tore-Vorsprung her.

In der 36. Minute gelang Brad Marchand der 3:2-Anschlusstreffer und im Schlussabschnitt traf Zdeno Chara zum 3:3, die Entscheidung fiel also im Shootout.

Und zugunsten der Bruins, die durch den Sieg in der Northeast Division an den Sabres vorbeizogen und diese jetzt anführen.

Buffalo-Trainer Lindy Ruff war aber trotz Niederlage zufrieden: „Niemand verliert gerne, aber ich freue mich über die Art und Weise, denn wir haben ein gutes Spiel gemacht, hart gearbeitet und für jedes Problem eine Lösung gefunden.“

Niederlage in neuen Trikots

Viele Probleme und keine Lösung hatten zuletzt die New York Islanders.

Auch gegen die Philadelphia Flyers gab es für das Schlusslicht der Eastern Conference nichts zu holen.

Daran änderten auch neue Trikots und eine Galavorstellung von Michael Grabner nichts.

Grabner dreht auf

Der Kärntner zündete im ersten Drittel den Turbo, bereitete nach Blitzstart der Flyers mit dem 1:0 nach 18 Sekunden nur 19 Sekunden später den Ausgleich vor.

Auch beim 2:1 war Grabner entscheidend beteiligt und das 3:1 erzielte der Right Wing nach 18:29 Minuten im ersten Drittel dann selbst.

Aber Philadelphia, das ohne Andreas Nödl angereist war, kam zurück in die Partie, traf im zweiten und im dritten Drittel je einmal.

Und in der Overtime war dann Danny Briere nach 2:34 Minuten für die Entscheidung zur Stelle.

"Dieses Spiel war richtig gut"

„Meine Spieler haben alles gegeben und viel richtig gemacht, aber wir konnten den Sack nicht zumachen“, ärgerte sich Islanders-Coach Jack Capuano nach der dritten Niederlage in Folge.

Michael Grabner gab in seinen 21:44 Minuten Eiszeit sechs Torschüsse ab und schaffte es in die „Three Star Selection“ des Spiels.

Positiv für die Islanders und vielleicht die Lösung einiger Probleme: Die Linie Grabner, Kyle Okposo und Frans Nielsen harmoniert wieder wie zum Ende der vergangenen Saison.

„Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme, aber dieses Spiel war richtig gut. Wir haben viele Chancen kreiert, darauf können wir aufbauen.“

Crosby geht leer aus

Minnesota Wild bleibt nach einem 3:2-Heimsieg gegen Nashville das Team mit den meisten Punkten in der NHL, da die Pittsburgh Penguins, Leader der Eastern Conference, das Heimspiel gegen St. Louis mit 2:3 nach Verlängerung verloren.

Superstar Sidney Crosby blieb nach seinem grandiosen Comeback diesmal ohne Scorerpunkt.

Washington siegte gegen Winnipeg mit 4:3 in der Overtime, San Jose fightete Chicago mit 1:0 nieder und Vancouver feierte bei Colorado Avalanche einen 3:0-Sieg.

Florida bleibt mit dem 2:1 gegen die New York Rangers Division-Leader.

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