Kurioses Tor ebnet Blackhawks Weg zu Matchpuck

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Ein einziger Sieg.

So viel fehlt den Chicago Blackhawks zum Stanley Cup.

Dank eines knappen 2:1-Erfolgs in Spiel 5 bei den Tampa Bay Lightning hat die Truppe aus der "Windy City" nun einen Matchpuck und kann die "best of seven"-Finalserie für sich entscheiden.

Den Weg zum Sieg ebnet den Hawks ein äußert kurioser Treffer. LAOLA1 hat alle Infos zum Stanley-Cup-Finale:

TAMPA BAY LIGHTNING vs. CHICAGO BLACKHAWKS - 2:3

Spiel 5: Tampa Bay - Chicago 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)

Die Blackhawks starten aggressiv. Saad versucht es aus spitzem Winkel, Bishop kann sich erstmals auszeichnen. Im Gegenzug kommt Hedman alleine vor dem Tor an den Puck und legt zurück auf Palat, dem die Scheibe aus kurzer Distanz aber von der Schaufel springt.

Shaw (5.) kommt nach einem Puckverlust der Bolts im Slot an den Puck und zieht sofort ab, Bishop kann den Schuss wie Keiths Nachschuss abwehren. Die Gäste versuchen in den ersten Minuten, möglichst viele Schüsse auf den zuletzt verletzen Lightning-Goalie abzufeuern.

Chicago-Goalie Crawford leistet sich in der Folge einen Fauxpas, der nicht bestraft wird. Kucherov fängt den Pass des Keepers von hinter dem eigenen Tor ab, die Scheibe landet jedoch nicht im Kasten, da Crawford in Fußballtorhüter-Manier durch den Torraum springt.

Bitter für die Heimischen: Kucherov verletzt sich bei der Aktion, als er mit dem Nacken gegen die Torstange fällt. Der Russe verlässt das Spiel und sollte nicht zurückkehren.

Kurioses Führungstor

Auf der Gegenseite wird eine kuriose Szene bestraft. Bishop kommt bei einem zu langen Pass der Blackhawks weit aus dem Tor, Hedman geht ebenfalls zum Spielgerät. Die Teamkollegen kollidieren, Sharp (7.) kommt glücklich an den Puck und schiebt zur Führung ins leere Tor ein.

Zu diesem Zeitpunkt lautet das Schussverhältnis 11:2 für Chicago.

Nach dem Treffer wachen die Hausherren auf und suchen den Angriff. Callahan scheitert aus spitzem Winkel, Stamkos mit einem Handgelenksschuss.

Zwei Minuten vor Drittelende kommt Shaw zu einer Breakaway-Chance, Hedman kann ihn mit vollem Einsatz von hinten stoppen, den Nachschuss pariert Bishop souverän.

Bolts bauen Druck auf

Nachdem keines der beiden Teams im ersten Drittel eine Strafe erhielt, dauert es im Mittelabschnitt nicht lange, bis erstmals ein Spieler in die Penalty-Box muss. Paquette (1.) muss wegen Hakens vom Eis, die Blackhawks kommen mit einem Mann mehr allerdings nur zu einigen Halb-Chancen.

Sekunden nachdem Paquette zurückkommt, steht Teräväinen plötzlich alleine vor Bishop. Anstatt im Breakaway auf das Tor zuzufahren, versucht er es mit einem Handgelenksschuss aus dem Slot und verfehlt das Ziel.

Kurze Zeit später bauen die Bolts Dauerdruck im Drittel der Gäste auf, Stamkos vergibt aus kurzer Distanz. Nach einem Konter rettet Bishop auf der Gegenseite mit einem sensationellen Reflex gegen Versteeg. Es geht hin und her, acht Minuten vergehen ohne Unterbrechung.


Verdienter Ausgleich

Kurz nachdem die ersten 30 Minuten des Spiels abgelaufen sind, schreiben die Gastgeber an. Die Blackhawks können sich nicht aus dem eigenen Drittel befreien, Garrison spielt einen Querpass durch das Angriffsdrittel, der Filppula findet.

Der Finne bringt die springende Scheibe aus spitzem Winkel im Tor unter (31.) und gleicht aus. In Folge bekommen die Bolts Oberwasser, Callahan vergibt nur wenige Augenblicke später eine gute Chance.

Das restliche Mitteldrittel drängt Tampa Bay auf den Führungstreffer, Crawford muss sich einige Male auszeichnen.

Blackhawks schlagen eiskalt zu

Das Schlussdrittel beginnt mit einer Großchance für Morrow, der es durch Crawfords Beine versucht und scheitert.

Im Gegenzug ist Versteeg durch, wird aber von hinten am Schuss gehindert. Er bringt die Scheibe dennoch vor das Tor, wo Vermette (43.) zur Führung abstaubt. Die Bolts machen gleich wieder Druck, Crawford macht aber Chance um Chance zunichte.

Spiel Datum Uhrzeit (MEZ) Heim Gast Ergebnis
1 Donnerstag, 4. Juni 02:00 Uhr Tampa Bay <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago 1:2
2 Sonntag, 7. Juni 01:15 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Tampa Bay Chicago 4:3
3 Dienstag, 9. Juni 02:00 Uhr Chicago <span style=\'color: #ff0000;\'>Tampa Bay 2:3
4 Donnerstag, 11. Juni 02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago Tampa Bay 2:1
5 Sonntag, 14. Juni 02:00 Uhr Tampa Bay <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago 1:2
6 Dienstag, 16. Juni 02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago Tampa Bay 2:0
*7 Donnerstag, 18. Juni 02:00 Uhr Tampa Bay Chicago
*falls nötig

So auch gegen Palat (49.), der nach einer schönen Kombination über Stamkos und Hedman aus kurzer Entfernung gefährlich abfälscht.

Doch auch aufseiten der Lightning rettet der Torhüter in höchster Not. Bishop stoppt zunächst Teräväinen und wenig später Krüger mit Glanztaten.

In der Schlussphase gelingt es Tampa Bay nicht, den Puck in der Angriffszone zu halten und Chancen zu kreieren. Sekunden vor Schluss kassieren die Bolts sogar noch eine Strafe für zu viele Spieler am Eis. So läuft die Zeit nach dem Bully im eigenen Drittel aus.

„Das war scheiße“

Blackhawks-Coach Joel Quenneville lobt Siegtorschütze Vermette nach dem Spiel über den grünen Klee: „Er wurde in den Playoffs mit jedem Spiel besser. Er hat heute stark gespielt, seine Linie war immer gefährlich.“

Das Erfolgsrezept ist für ihn leicht gefunden. „Er wurde mit jedem Spiel besser. Er hat heute stark gespielt, seine Linie war sehr gefährlich.“

Auf der Gegenseite will sich Jon Cooper nicht auf Pech ausreden - auch wenn der Patzer seines Torhüters zu einem Gegentor führte, jener von Chicago-Schlussmann Crawford aber nicht. „Ich habe es noch nicht so gesehen, aber wenn ich so darüber nachdenke, ist das natürlich scheiße. Es war einfach unglücklich“, nimmt er es mit Humor und blickt bereits nach vorne.

„Wir können jetzt aber nicht hier sitzen und uns selbst bemitleiden, das werden wir nicht machen. Wir sind noch immer am Leben, wir sind noch nicht draußen.“

Nun heißt es für Tampa Bay aber „do or die“. Spiel 6 steigt in der Nacht von Montag auf Dienstag (MEZ) in Chicago.

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