Blackhawks gleichen in Final-Serie aus

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Jetzt geht alles wieder von vorne los. Aus der "Best-of-seven"-Finalserie wird ein "best of three"!

Die Chicago Blackhwaks setzen sich in Spiel 4 um den Stanley Cup gegen die Tampa Bay Lightning mit 2:1 durch und gleichen die Serie aus.

Die Gäste starteten zwar besser, mit Fortdauer der Partie übernahmen die Blackhawks aber das Ruder und siegten vor allem dank einer starken Defensiv-Leistung in den Schlussminuten verdient.

LAOLA1 hat alle Infos zum Stanley Cup Finale:

TAMPA BAY LIGHTNING vs. CHICAGO BLACKHAWKS - 2:2

Spiel 4: Chicago - Tampa Bay 2:1 (0:0,1:1,1:0)

Die größte Überraschung gab es bereits vor dem ersten Bully.

Ben Bishop musste verletzungsbedingt pausieren und so wurde Rookie Andrei Vasilevsky ins kalte Wasser geworfen und gab sein Start-Debüt in den Playoffs.

Tampa startet stark

Im Mittelpunkt stand aber zunächst sein gegenüber Corey Crawford. Der Torhüter der Blackhawks musste in den ersten Minuten einige Male eingreifen, da sich seine Vorderleute die eine oder andere Unkonzentriertheit leisteten.

Schon nach wenigen Sekunden kam Steve Stamkos zum ersten Mal zum Abschluss, Crawford konnte seinen Slapshot aber mit dem Blocker abwehren und war kurz darauf auch bei einem Backhand-Versuch von Ryan Callahan auf dem Posten.

Nach sieben Minuten bot sich schon die nächste Möglichkeit für Stamkos, er wurde nach einem Querpass von Alex Killorn vor das Tor aber entscheidend von Jonathan Toews gestört.

Quenneville wirbelt seine Linien durcheinander

Von Chicago war bis dahin nichts zu sehen. Joel Quenneville hatte alle vier Linien verändert. „Ich wollte etwas mehr Balance in den Angriff bringen“, so der Coach. , dies brachte aber nicht den gewünschten Erfolg, im Gegenteil, es wirkte so, als ob die Cracks so noch nie zusammengespielt hatten, was Brandon Saad allerdings verneinte:

„Das war kein Problem für uns, unser Coach stellt die Linien immer wieder um, wir haben schon in jeder erdenklichen Zusammensetzung gespielt.“

Es dauerte bis zur neunten Minute, ehe die Gastgeber in der Person von Patrick Sharp den ersten Torschuss abgaben, Vasilevsky konnte den Puck jedoch zur Seite abwehren.

Corey Crawford machte zahlreiche Chancen der Lightning zunichte

Powerplays nicht von Erfolg gekrönt

Mitte des ersten Drittels nahm die Partie dann mehr Fahrt auf und es gab auch die erste Strafe. Brent Seabrook musste wegen Interference zwei Minuten raus, aber die Blackhawks lieferten ein überzeugendes Penalty Killing ab.

Kurz darauf bot sich dann auch Chicago eine Überzahl-Möglichkeit nachdem Garrison ebenfalls wegen Behinderung auf die Strafbank musste, aber Toews hatte kurz darauf seinen Stock zu weit oben und damit verstrich diese Chance ungenutzt.

Drei Minuten vor der Pause waren die Lightning wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis und diesmal vergaben sie die große Chance auf die Führung. Nach einem sehenswerten Spielzug scheiterte der am langen Pfosten lauernde Tyler Johnson am schnell verschiebenden Crwawford.

Doch auch Chicago, das im Startdrittel lediglich zwei Torschüsse abgab, vergab vor der Sirene noch einen Sitzer. Brad Richards suchte mit einem scharfen Pass von der Blauen seinen Kapitän und fand ihn auch, doch Toews lenkte die Scheibe um Zentimeter am Tor vorbei und so ging es mit 0:0 in die Kabine.

„Wir hatten zu Beginn zu wenig Schüsse aufs Tor, allerdings hatten wir einige Möglichkeiten, die knapp vorbei gingen“, maß Toews der Torschuss-Statistik nicht allzu viel Bedeutung zu.

Erst zwei Stangentreffer, dann Tor

Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber besser aus der Kabine, erneut war es Toews, dem sich die Möglichkeit zur Führung bot, aber der Kanadier setzte die Scheibe nach sehenswerter Vorarbeit von Duncan Keith erneut knapp daneben.

Nach 26 Minuten hatten die Fans im United Center schon den Torjubel auf den Lippen, doch ein abgelenkter Schuss von Johnny Oduya kullerte an die Stange. Nur Sekunden später erklang erneut das Geräusch eines Pfostenschusses, als Patrick Sharp bei einem Breakaway etwas zu genau zielte.

Doch in Minute 27 war der Bann dann endlich gebrochen und es war der Kapitän selbst, der Chicago mit 1:0 in Führung brachte. Nach einem Schuss von Marian Hossa von der blauen Linie konnte Vasilevsky den Nachschuss von Sharp noch abwehren, gegen den folgenden von Toews war er dann aber machtlos.

„Der Puck ist heute für sie gesprungen, im näcshten Spiel kann das wieder anders sein. Das ist das Schöne am Eishockey, man weiß nie, was passiert“, so Tampa-Coach Jon Cooper.

Lightning schlagen zurück

Der Treffer war ein Weckruf für die Gäste, und so folgte die Antwort auf den Fuß. Erst vergaben die Lightning noch eine Überzahl-Möglichkeit, nachdem Seabrook zwei Minuten wegen eines Cross-Checks auf die Strafbank geschickt wurde, doch kurz darauf jubelten auch die Tampa-Fans.

Stamkos hielt die Scheibe mit einem starken Forecheck hinter dem Tor, Filppula übernahm die Scheibe und spielte sie zur Überraschung von Crawford, der bereits unterwegs ins andere Eck war, mit der Backhand zurück auf Killorn. Dieser hatte keine Mühe, das quasi verwaiste Netz zu treffen.

Die Tore taten der Partie gut, von nun an wogte es hin und her, wobei sich Chicago das Gros an Chancen erspielte. Vasilevsky erwies sich aber weiter als starker Rückhalt und war gegen Sharp, Toews und Kane zur Stelle.

Offener Schlagabtausch im Schlussdrittel

Der Schlussabschnitt versprach also spannend zu werden und er erfüllte alle Erwartungen. Die beiden Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, Unterbrechungen gab es kaum.

13:45 Minuten vor dem Ende hätte Kimmo Timonen zum Helden für die Blackhawks werden können, sein Blueliner prallte aber an die Latte. Kurz darauf machte es Brandon Saad besser, der Angreifer zog direkt nach dem Bully zum Tor, konnte die Scheibe irgendwie kontrollieren und schob sie Vasilevsky zwischen den Schonern durch.

„Es war auch Glück dabei“, so der Torschütze bescheiden über seinen bereits achten Playoff-Treffer. „ Ich sah etwas Platz, und bin einfach draufgegangen, glücklicherweise ging er rein.

Die Lightning antworteten mit wütenden Angriffen, doch im Gegensatz zu den vorigen Partien, in denen Chicago meist kurz nach einem erzielten Tor einen Gegentreffer hinnehmen musste, verteidigten die Hausherren konzentriert und hatten sogar die Chance zur endgültigen Entscheidung, Vasilevsky konnte einen Schlenzer aus dem Slot von Kane aber mit dem Blocker abwehren.

„Nach dem Führungstreffer im Schlussdrittel haben wir heute gut verteidigt“, wusste auch Toews.

Stamkos hat Ausgleich auf der Schaufel

Eineinhalb Minuten vor dem Ende opferte Cooper seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler und um ein Haar hätte sich das Risiko ausgezahlt. Aber Stamkos, der die gesamte Finalserie schon vom Pech verfolgt ist, brachte es fertig das leere Tor zu verfehlen und scheiterte zudem Sekunden vor dem Ende an Crawford.

„Ich weiß auch nicht, wie die nicht reingehen konnten“, zeigte sich sein Coach erstaunt. „Man kann Stamkos aber nicht ewig vom Scoreboard fernhalten. Gegen Detroit hat es auch gedauert, aber er wird wieder treffen.“

Was Bishop betrifft, zeigte ich Cooper ebenfalls zuversichtlich. „Ich kann noch nicht sagen, in welchem Spiel, aber Bishop wird in der Serie sicher noch zum Einsatz kommen“, so der Trainer, der allerdings auch seinen Backup-Keeper lobte: „Er hat einen fantastischen Job gemacht. Wenn wir nur zwei Tore kassiert haben, haben wir öfter gewonnen als verloren. Es lag heute an der Offense, ein Treffer ist zu wenig.“

So feierten die Blackhawks einen letztlich verdienten Sieg und glichen in der Serie aus. In Spiel 5 in der Nacht auf Sonntag wird sich eine der beiden Mannschaften den ersten Matchpuck sichern

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