Blackhawks legen im Finale vor

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Hawks mit Auftakt nach Maß

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Auftakt nach Maß für Chicago im Stanley Cup Finale.

Die Blackhawks gewinnen bei den Tampa Bay Lightning nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 und gehen in der best-of-seven-Serie in Führung.

Mann des Abends ist Teuvo Teravainen, der den Ausgleich erzielt und die Vorlage zum Siegtreffer durch Antoine Vermette gibt. Zuvor hatte Alex Killorn die Gastgeber in Führung gebracht.

LAOLA1 hat alles Wissenswerte zum ersten Final-Duell:

TAMPA BAY LIGHTNING vs. CHICAGO BLACKHAWKS - 1:1

Spiel 1: Tampa Bay - Chicago 4:3 (1:0, 2:2, 1:1)

Jason Garrison ist nach seinem Siegtreffer der umjubelte Held der Tampa Bay Lightning in der Amalie Arena von Tampa.

Der 30-jährige kanadische Verteidiger entscheidet im Powerplay mit seinem 2. Playoff-Treffer der Saison Spiel 2 der Final-Serie gegen die Chicago Blackhawks zugunsten des Teams aus Florida.

Drei Torhüter-Wechsel

Die "Bolts" wechseln beim 4:3-Erfolg drei Mal den Torhüter. Ben Bishop (21 Saves) verlässt im Schlussabschnitt zwei Mal das Eis und "schenkt" so dem 20-jährigen Russen Andrei Vasilevskiy (5 Saves) seinen ersten Playoff-Sieg.

Bishop fährt einmal kurz vom Eis, später für längere Zeit, verschwindet in der Kabine und als Jason Garrison im Überzahlspiel das 4:3 gelingt, kehrt Bishop während des Jubels wieder zurück ins Spiel.

Antworten auf das Kuriosum bleiben aus. Weder Bishop noch die Offiziellen aus Tampa wollten sich zum Thema Tormann-Wechsel äußern.

Auch Stamkos überrascht

Tampas Kapitän Steven Stamkos zeigt sich im Anschluss ebenso verwundert, wie die Experten und Fans in der Halle: "Niemand wusste wirklich, was da los war." Vasilevskiy, der etwas mehr als neun Minuten im Kasten steht, ist jedenfalls der erste Goalie seit 1928, der sein erstes Playoff-Spiel in einem Stanley-Cup-Endspiel gewinnt.

"Ob ich nervös war? Ein wenig, ja. Aber nach den ersten Schüssen hat sich die Anspannung gelegt", erklärt der russische Rookie, der selbstbewusst sagt: "Ich bin in jedem Spiel bereit und bereite meinen Kopf immer darauf vor, zum Einsatz zu kommen. Das ist es."

TAMPA BAY LIGHTNING vs. CHICAGO BLACKHAWKS - 0:1

Spiel 1: Tampa Bay - Chicago 1:2 (1:0,0:0,0:2)

Die Lightning machten ihrem Namen alle Ehre und legten einen elektrisierenden Start hin. Keine 30 Sekunden waren gespielt, da hatte Alex Killorn bereits die Führung auf dem Schläger. Corey Crawford war nach einem Schuss von Anton Stralmann am Boden, doch der 25-jährige Stürmer verzog vor dem leeren Tor. Nur Augenblicke darauf war Crawford bei einem Schlenzer von Steven Stamkos erneut auf dem Posten.

Es dauerte vier Minuten, ehe die Blackhawks erstmals gefährlich in das Angriffsdrittel kamen, doch Ben Bishop konnte sich nach einem sehenswerten Solo von Patrick Kane auszeichnen.

Killorn mit akrobatischer Einlage

Es sollte nur ein kurzes Zwischenfeuer sein, fortan übernahmen wieder die Hausherren das Kommando und nach 5:36 gespielten Minuten brachte Killorn die Halle zum Kochen.

Der Kanadier fälschte einen Schlenzer von Stralmann mit der Backhand höchst sehenswert ab und ließ dem verdutzen Crawford keine Abwehrchance. Der zweite Assist des Treffers ging an Valtteri Filppula, der sich nach einer von Stamkos tief gespielten Scheibe gegen Duncan Keith behauptete und auf den nachrückenden Stralman ablegte.

Nur kurz darauf bot sich den Lightning die Möglichkeit, zu erhöhen, als Andrew Shaw wegen Beistellens die erste Strafe der Final-Serie absitzen musste. Doch sowohl Tyler Johnson mit einem Schlenzer Richtung Kreuzeck als auch Nikita Kucherov, der aus kurzer Distanz nur das Außennetz traf, vergaben.

Verdiente Führung für Tampa

Aber auch bei Fünf gegen Fünf spielte weiter nur Tampa Bay, Cedric Paquette zwang Crawford nach zwölf Minuten zur nächsten Parade, als er direkt nach Face-Off-Gewinn aufs kurze Eck abzog.

„Wenn wir so weiterspielen, bin ich sehr zuversichtlich“, zeigte sich Lightning-Coach Jon Cooper mit der Anfangsphase seiner Mannschaft höchst zufrieden, die letzten Minuten des ersten Drittels gehörten dann aber den Gästen.

Erst verhinderte Braydon Coburn noch einen gefährlichen Abschluss von Kane, als er sich bei einer zwei-gegen-eins-Situation in den Querpass von Marian Hossa warf, dann musste Bishop aber doch wieder einmal eingreifen.

Der 28-jährige Keeper war bei einem abgefälschten Schuss von Johnny Oduya sowie einem Wrap-Arround-Versuch von Jonathan Toews auf dem Posten. Als Jason Garrison nach einem unnötigen Cross-Check gegen Marcus Kruger für zwei Minuten vom Eis musste, lag der Ausgleich in der Luft, doch zeigte bei einem Schlenzer von Kane aus dem Kreis sein ganzes Können und so ging es mit der verdienten Führung für Tampa Bay in die erste Drittelpause.

Spiel Datum Uhrzeit (MEZ) Heim Gast Ergebnis
1 Donnerstag, 4. Juni 02:00 Uhr Tampa Bay <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago 1:2
2 Sonntag, 7. Juni 01:15 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Tampa Bay Chicago 4:3
3 Dienstag, 9. Juni 02:00 Uhr Chicago <span style=\'color: #ff0000;\'>Tampa Bay 2:3
4 Donnerstag, 11. Juni 02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago Tampa Bay 2:1
5 Sonntag, 14. Juni 02:00 Uhr Tampa Bay <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago 1:2
6 Dienstag, 16. Juni 02:00 Uhr <span style=\'color: #ff0000;\'>Chicago Tampa Bay 2:0

Quenneville stellt sein Team besser ein

Blackhawks Coach Joel Quenneville schien während der Unterbrechung die richtigen Worte gefunden zu haben, seine Mannschaft zeigte in den zweiten 20 Minuten jedenfalls ein anderes Gesicht, agierte mit einem weitaus aggressiveren Forecheck als zuvor und brachte die Lightning somit ein ums andere Mal in Bedrängnis.

Doch Bishop erwies sich weiter als unüberwindbar. Er parierte erst einen scharfen Schuss von Brad Richards und verkürzte nach einem genialen Querpass von Toews auf Kane den Winkel, sodass der US-Amerikaner knapp am kurzen Eck verzog.

„Wir sind jetzt besser im Spiel, Tampa hat zu Beginn sehr viel Druck gemacht und war bei den Face-Offs stärker. Das haben wir jetzt im Griff“, so Quenneville zur Halbzeit des Spiels.

Blackhawks werden besser

Tatsächlich hatten die Blackhawks im ersten Drittel bei den Bullys zumeist das Nachsehen und liefen so der Scheibe oft hinterher, nach 40 Minuten war das Face-Off-Verhältnis mit 19:22 aus Sicht von Chicago halbwegs ausgeglichen.

Quenneville passte auch seine Linien etwas an und schickte Kane mit Richards und Kris Versteeg aufs Eis. Das Trio erspielte sich einigen gute Möglichkeiten, der Torerfolg blieb aber weiter aus.

Tampa war zwar nicht mehr so überlegen wie zu Beginn, die Hausherren verzeichneten dennoch einige hochkarätige Chancen und feuerten auch im Mitteldrittel mehr Schüsse ab. Kurz vor der zweiten Unterbrechung rettete Crawford zweimal in extremis gegen Stamkos.

Der erst 20-jährige Finne Teuvo Teravainen avanciert zum Matchwinner

Lightning verlieren den Faden

Das Spielgeschehen änderte sich im Schlussabschnitt, da sich Tampa Bay mehr und mehr aufs Kontern verlegte und Chicago mehr Spielraum ließ.

„In den gesamten Playoffs haben wir auswärts kaum etwas zugelassen, wir müssen diese Defensiv-Stärke nun auch zu Hause aufs Eis bringen“, hatte Cooper noch vor der Partie gefordert und seine Mannschaft schien ihn zu erhören, denn die Defense der Lightning ließ kaum etwas zu und blockte fast alle Schussversuche der Blackhawks ab.

Wenn doch einmal etwas durchkam, wie in der 48. Minute, als Hossa eine gute Möglichkeit aus dem Kreis vorfand, war Bishop zur Stelle.

Callahan vergibt Entscheidung

In der 52. Minute hätte Ryan Callahan die Partie entscheiden können, er scheiterte bei einem Breakaway aber an Crawford. Dies sollte sich rächen, denn von nun an warf Chicago alles nach vorne und wurde dafür belohnt.

Erst erzielte Teuvo Teravainen(54.) mit einem verdeckten Schuss den verdienten Ausgleich und nur 118 Sekunden später erzwang der 20-jährige Finne einen Turnover gegen J.T. Brown und Antonie Vermette überwand Bishop mit einem Schlenzer ins Kreuzeck.

Die Lightning konnten danach nicht mehr zusetzen und so gelingt den Blackhawks bereits in Spiel 1 das Break. Es war das erste Mal in den diesjährigen Playoffs, dass Tampa eine Partie nach einer Führung noch aus der Hand gab.

Die zweite Partie der Final-Serie findet in der Nacht auf Sonntag erneut in Tampa statt.

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