Flyers siegen in der Overtime - Coyotes souverän

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Die Offensiv-Maschinerie produziert auf Hochtouren.

26 Treffer verbuchten die Philadelphia Flyers zum NHL-Playoff-Auftakt gegen die Pittsburgh Penguins. Den hochfavorisierten Feind eliminiert, fanden sich Claude Giroux und Co. in der Favoritenrolle.

Mit Mühe wussten sie diese zu erfüllen. In Spiel eins des Eastern-Conference-Halbfinales wurden die New Jersey Devils mit 4:3 nach Overtime niedergerungen.

„Wenn es in die Verlängerung geht, ist es das Ziel, möglichst viele Schüsse auf das Netz zu bekommen. Du weißt, niemals was passiert. Meiner zappelte zum Glück in den Maschen“, zeigte sich Danny „Doppelpack“ Briere erleichtert.

Dabei gerieten die Flyers nach sieben spielfreien Tagen anfangs mächtig in Bedrängnis.

Devils im ersten Abschnitt überlegen

„Wir hatten eine lange Pause und einige harte Einheiten während der Woche, aber Training und Spiel sind eben zwei Paar Schuhe. Dementsprechend eingerostet waren wir die ersten 20 Minuten“, hatte Defender Kimmo Timonen eine Erklärung parat.

Etwas mehr als 150 Kilometer fern der Heimstätte setzte New Jersey die erste Duftmarke. Patrick Elias bediente Sturmkollege Zach Parise mustergültig, welcher Flyers-Schlussmann Ilya Bryzgalov per Wrist-Shoot keine Chance ließ. Nach 3:16 Minuten herrschte im Wells Fargo Center verkehrte Welt.

Die Gäste suchten ihr Heil in der Offensive und konnten damit die hochgepriesenen Angriffsreihen des Konkurrenten beschäftigen. Insgesamt feuerte man im ersten Drittel beachtliche 15 Schüsse ab, neun mehr als „Phillie“.

Nach dem Seitenwechsel war vom Übergewicht nichts zu erkennen. Die intensivierten Bemühungen der Hausherren wurden in der 29. Minute belohnt.

Die Coyotes dürfen auch in Spiel zwei jubeln

Die Entscheidung fiel dennoch erst in der Verlängerung, wo Assistant-Captain Briere zum Flyers-Matchwinner wurde. Dienstag-Nacht steigt neuerdings in Philadelphia das zweite Kräftemessen. Jenes haben Phoenix und Nashville bereits hinter sich.

Coyotes mit „bester Leistung“

Die Coyotes bejubelten gegen den Geheimfavoriten auf den Stanley Cup, die Predators, mit dem 5:3-Heimsieg die 2:0-Führung in der „Best of seven“-Serie. „Das war die beste Playoff-Performance. Jede Linie leistete Großartiges“, erklärte Forward Taylor Pyatt. Im Lobgesang mahnte er zur Vorsicht: „Uns steht ein gutes Team gegenüber, noch haben wir nichts erreicht.“

Die Coyotes führten durch den fünften Playoff-Treffer von Antoine Vermette in Minute neun bald mit 1:0. Von Andrei Kostitsyns Ausgleich (18.) ließ man sich nur kurzzeitig beirren, durch Martin Hanzal (24.) und Radim Vrbata (28.) setzten sich die Gastgeber ab.

In weiterer Folge kontrolliert Phoenix das Heimspiel in Glendale, Arizona. Zwar kommt Nashville dank Powerplay-Treffer von Patric Hornqvist sowie Ryan Suter nochmals heran, doch Pyatt und Shane Doan schlagen beide Male umgehend zurück.

Smith gewinnt das Goalie-Duell

„Wir haben derzeit ein inneres Selbstvertrauen, das erarbeiteten wir uns hart. Nach dem Sieg in Spiel eins wussten wir sofort, wir müssen besser spielen. Und wir waren entschlossen, das umzusetzen“, so ein freudestrahlender Chef-Betreuer Dave Tippett.

Abermals zu beeindrucken vermochte Goalie Mike Smith, der mit 30 Saves einmal mehr ein sicherer Rückhalt der Coyotes war. Das Duell gegen den ebenfalls überragenden Pekka Rinne, der 34 Schüsse parierte, konnte der 30-Jährige jedenfalls für sich entscheiden.

Smith betonte: „Es ist schön zu sehen, dass der Puck für uns springt. Wir fühlen uns in dieser Position pudelwohl.“ Nashville brennt indes nach Revanche. In den folgenden beiden Heimspielen steht man schon unter Siegzwang.

Effiziente Devils bleiben dran

Nach der Puck-Eroberung funktionierte die Transition perfekt. Jakub Voracek hebelte mit einem Pass den aufgerückten Defensiv-Verbund der Devils aus. Kapitän Danny Briere fuhr alleine Richtung Tor und überlistete Martin Brodeur. Die Goalie-Ikone stand Sekunden - um genau zu sein 44  - später erneut im Mittelpunkt.

Hinter dem Tor konnte der 39-Jährige nicht klären. Er eilte zurück zwischen die Pfosten, parierte Erik Gustafssons Versuch sehenswert, beim Rebound von James van Riemsdyk war er jedoch chancenlos. Wer dachte die Gäste würden nun zerfallen, der irrte gewaltig.

Im Powerplay gab Travis Zajac noch 6:07 vor der Pause die Antwort. Und das obwohl im Mittel-Drittel nur drei Devils-Schüsse den Weg auf den Kasten fanden.

„Sie dominierten das Spiel“

In den abschließenden 20 Minuten übernahmen wiederum die Flyers das Kommando. Als Topscorer Claude Giroux in Überzahl eine feine Kombination mit einem Kreuzecken-Hammer vollendete, sahen die Hausherren wie der sichere Sieger aus. Besonders weil sie weiterhin Druck erzeugten.

Nur selten konnten die Devils für Entlastung sorgen, an Effizienz waren sie aber kaum zu überbieten. Petr Sykora war diesmal zur Stelle, der schmeichelhafte Ausgleich. „Wir konnten nicht an die Leistung aus dem ersten Drittel anknüpfen. Sie dominierten danach das Spiel“, so Head Coach Peter DeBoer.

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