Flyers-Debakel ohne Nödl

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Canadiens-Goalie feiert gegen Flyers Jubiläum

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Einen besonderen Meilenstein erreichte Carey Price. In der Nacht auf Donnerstag feierte der Goalie der Montreal Canadiens seinen 100. NHL-Erfolg.

Zugleich beendete die Franchise mit dem 5:1 über die Philadelphia Flyers eine sechs Spiele währende Durststrecke. „Es benötigte sieben Anläufe, das ist viel zu lang“, erklärte der 24-Jährige, der damit als siebentjüngster Torhüter aller Zeiten diese Marke knackt.

Eine Überraschung ereignete sich in Vancouver. Die Canucks kassierten gegen die St. Louis Blues eine 0:3-Pleite, auch Colorado musste sich bei Nachzügler Calgary mit 2:4 geschlagen geben.

Kurioser Rauswurf vor dem Spiel

Im Centre Bell zu Montreal lief für die Gäste aus Philadelphia anfangs noch alles nach Wunsch. Altstar Jaromir Jagr erzielte nach 10:43 Minuten den dritten Saisontreffer. Nach einer Anlaufzeit von sieben Partien scheint der 39-Jährige langsam zu seiner Form zu finden.

Drei Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts besorgte Yannick Weber den Ausgleich, ausgerechnet im Powerplay. Denn im Vorfeld sorgte eine kuriose Entscheidung für Gesprächsstoff. Assistant Coach Perry Pean, verantwortlich für das Überzahl-Spiel, wurde entlassen, davon setzte GM Pierre Gauthier die Spieler erst 90 Minuten vor der Begegnung in Kenntnis.

Beflügelt vom späten Treffer übernahmen die Canadiens im Mittel-Drittel das Kommando. Nach 31 Minuten wurden sie dafür belohnt, Andrei Kostitsyn war mit einem Tip-In erfolgreich.

„Druck gibt es immer, zurzeit vielleicht mehr“

Danach stand Price im Mittelpunkt. Der Schlussmann behielt dank einer Weltklasse-Reaktion gegen den sträflich allein gelassenen Claude Giroux die Oberhand, die Wende im Spiel. „Wir sind nicht gut gestartet, aber danach haben die Jungs stark gespielt“, resümierte der Kanadier nach 22 Saves.

Max Pacioretty (33.), der aufgrund einer Handgelenks-Verletzung auszufallen drohte, traf nahezu im Gegenzug und machte in der 44. Minute den Doppelpack perfekt. Den Schlusspunkt setzte Michael Cammalleri (56.).

Canucks kassieren 5. Pleite im 10. Spiel

Für Philadelphia, ohne ÖEHV-Legionär Andreas Nödl, war es bereits die dritte Niederlage im vierten Spiel. Nach starkem Saison-Start der erste Rückschlag. „Druck gibt es immer, aber zurzeit vielleicht etwas mehr. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Jahr ist, lange Pleiten-Serien zu vermeiden“, so Left Wing James van Riemsdyk.

In der Nacht auf Freitag können die Flyers vor heimischer Kulisse Wiedergutmachung betreiben, im Duell mit den Winnipegs Jets ist man klarer Favorit.

Vancouver in der Krise

Weiterhin ihrer Bestform hinterher laufen die Vancouver Canucks. Der Stanley-Cup-Finalist des Vorjahres kassierte im Heimspiel gegen die St. Louis Blues eine überraschende 0:3-Pleite. Kapitän Henrik Sedin haderte nach der fünften Saison-Niederlage mit der mangelhaften Chancenauswertung.

„Wir bekommen genügend Schüsse, um einige Tore zu machen. Vor dem Kasten müssen wir einfach mutiger werden. Derzeit sind wir in der Krise“, so der schwedische Center. Die Hausherren feuerten 32 Mal auf Goalie Brian Elliott, der mit dem Shutout zum Matchwinner wurde.

„Er war unglaublich. Vancouver setzte uns unter Druck, aber er konnte die Dinge beruhigen. Das gab uns Kraft“, lobt Alexander Stehen, der zwei Treffer (29., 47.) beisteuerte. Patrik Berglund traf in der 58. Minuten zum Endstand.

Jubeln durfte auch Nachzügler Calgary. Die Flames bezwangen die Colorado Avalanche mit 4:2, der erst dritte Erfolg.

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