"Big Win" der Sabres - ein Tor für Grabner

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Es war ein Schlüsselspiel, das spürte man bereits im Vorfeld. Nicht umsonst wurde das Duell der Washington Capitals gegen die Buffalo Sabres sogar mit Spiel sieben einer Playoff-Serie verglichen.

Die auf Rang acht liegenden Hauptstädter empfingen die punktgleich dahinter lauernde Franchise um Thomas Vanek. Es sollte eine Vorentscheidung fallen. Und aus „rot-weiß-roter“ Sicht war es in jeglicher Hinsicht ein sehr gelungener Abend.

Buffalo übernahm mit einem ungefährdeten 5:1-Auswärtssieg einen Playoff-Platz und der Assistant Captain steuerte ein Tor bei.

„Wir sind einige Wochen in diesem Wir-Müssen-Gewinnen-Modus. Natürlich hatte es aufgrund der Ausgangslage eine besondere Bedeutung. Wir befinden uns nun in guter Position, jedoch wartet noch ein langer Weg“, gab "First Star" Drew Stafford nach dem doppelten Doppelpack zu verstehen.

Wie die Sturm-Kollegen geigte der 26-Jährige befreit auf. Die Postseason-Atmosphäre schien die Gäste nochmals zu beflügeln. Im Gegensatz zu den Capitals.

Jung-Goalie als tragische Figur

„Ich dachte, wir würden uns langsam richtig wohl fühlen, die Zuschauer ebenfalls. Und das war ein wahrer Killer“, zeigte sich Washingtons Defender Karl Alzner enttäuscht. Von Beginn weg übernahm Buffalo das Kommando, auch unter freundlicher Mithilfe Braden Holtbys.

Nach 8:45 Minuten wollte der 22-jährige Schlussmann den Gegenstoß schnell einleiten. Sein blinder Pass landete bei Cody McCormick, welcher sich die Möglichkeit nicht entgehen ließ. „Wir haben über das Puck-Handling gesprochen. Uns war klar, dass es sehr riskant ist“, erklärte Sabres-Betreuer Lindy Ruff mit einem Schmunzeln.

Stafford legte noch vor dem Seitenwechsel nach, ehe Vanek nach nur 2:31 im zweiten Drittel den fünften NHL-Arbeitstag Holtbys beendete. Der Österreicher brachte den Rebound nach Schuss Cody Hodgsons in den Maschen unter.

Superstar mit dem entscheidenden Fehler

„Wir wollten Schüsse auf das Tor bringen, Verkehr erzeugen und konnten daraus zum Glück Profit schlagen. Als der neue Mann zwischen den Pfosten stand, haben wir das intensiviert“, so Stafford. Bevor Buffalo erneut den Torreigen fortsetzte, keimte dank Alexander Semin Hoffnung im Caps-Lager auf. Doch ein Shorthander machte noch vor dem zweiten Seitenwechsel alles zunichte.

Superstar Ovechkin, der kaum zur Geltung kam, beging im Powerplay einen verheerenden Puckverlust. Kapitän Jason Pominville nahm die Einladung an, da konnte selbst Neo-Goalie Michal Neuvirth nicht mehr entscheidend eingreifen. Der „Todesstoß“.

Grabner und Co. brechen ihren "Pens"-Fluch

Neben der Offensive brachte insbesondere Ryan Miller die Fans im Verizon Center an den Rande der Verzweiflung. Der US-Amerikaner ließ mit 44 zum Teil sehenswerten Paraden einmal mehr die Klasse aufblitzen.

Schweres Restprogramm für beide Teams

Buffalo liegt nach diesem "Big Win" zwei Punkte vor den Capitals auf Rang acht und damit dem letzten Playoff-Platz. Mehr als eine Vorentscheidung ist jedoch nicht gefallen. Auf beide Teams warten noch schwierige Aufgaben. Die Sabres empfangen in der Nacht auf Samstag die Penguins, tags zuvor kann Washington mit einem Auswärtssieg bei Stanley-Cup-Champ Boston den Druck erhöhen.

„Diese Pleite schmerzt, aber wir sollten sie schnellstmöglich aus den Köpfen bekommen. Wir müssen bei den Bruins gewinnen“, kannte Caps-Head-Coach Dale Hunter die Marschroute. Erschwerend kam der 3:2-Shootout-Triumph Floridas bei den Montreal Canadiens hinzu.

Die Panthers führen bei einer Begegnung in Verzug im Süd-Osten mit fünf Punkten Vorsprung, der Division-Sieg und damit die direkte Qualifikation für die Postseason scheint für Ovechkin und Co. fast ausgeschlossen. Man muss auf einen Ausrutscher hoffen.

Nicht nur für Vanek verlief der Spieltag höchst erfreulich, auch Michael Grabner durfte jubeln.

Blues weiterhin das „Team der Stunde“

Der Villacher hatte mit den New York Islanders, obwohl die Playoffs mit elf Zählern Rückstand außer Reichweite liegen, ein Erfolgserlebnis. In Pittsburgh feierte man einen 5:3-Sieg, „Grabs“ erzielte dabei sein 17. Saisontor. Erstmals seit 21. Dezember 2007 durften die „Isles“ gegen die „Pens“ jubeln, zuvor setzte es 13 Niederlagen in Serie.

Stadtrivale NY Rangers baute dank der Schützenhilfe die Tabellenführung im Osten aus. Bei den Wild aus Minnesota setzte man sich knapp mit 3:2 durch. Ruslan Fedetenko sorgte für den Game-Winner. Das Pendant in der Western Conference schwebt weiterhin auf Wolke sieben.

Die St. Louis Blues besiegten vor heimischer Kulisse die Nashville Predators mit 3:0. Mit 105 Punkten sind sie das Team der Stunde in der National Hockey League (LAOLA1 kennt die Erfolgsgaranten).

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