2. Playoff-Runde: Sharks und Red Wings schreiben an

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Chicago Blackhawks - Detroit Red Wings 1:4 (1:0, 0:2, 0:2) - Serie 1:1

Tore: 1:0 Kane (15.), 1:1 Brunner (23), 1:2 Smith (37.), 1:3 Franzen (48.), 1:4 Filppula (53.).

Spiel 2 im Halbfinale der Western Conference hat für Eishockey-Feinschmecker wenig zu bieten. Härte ist im ausverkauften United Center von Chicago Trumpf, die Höhepunkte sind rar, das Spiel die meiste Zeit über völlig zerfahren. Beide Teams lassen kaum ein konstruktives Offensivspiel zu. Die Hawks leiden unter der giftigen Spielweise der Red Wings.

Und dennoch gehen die Gastgeber in Führung. Patrick Kane schließt einen Konter per One-Timer mit seinem ersten Postseason-Treffer der Saison ab. Detroit bemüht sich um den Ausgleich, doch Chicagos Goalie Corey Crawford ist schier unüberwindbar.

Auch im zweiten Drittel wird Detroit für die Bemühungen belohnt. Erst lenkt Damein Brunner den Puck zum Ausgleich ins Netz (4. Playoff-Treffer des Schweizers), dann leisten Cleary und Zetterberg die perfekte Vorarbeit für Brendan Smith, der die Red Wings in Führung schießt.

Den sichtlich frustrierten Hawks fällt auch im Schlussdrittel kaum etwas ein, um die stark spielende Defense der Gäste zu knacken. Und so ist es Franzen und Filppula vorbehalten, mit ihren Treffern zum 3:1 und 4:1 den Sieg sicher zu stellen und die schwarzer Serie von acht Pleiten in Folge gegen Chicago zu beenden.

Nach der enttäuschenden 1:4-Pleite im 1. Spiel zeigt Detroit die richtige Reaktion und siegt völlig verdient.

 

San Jose Sharks - Los Angeles Kings 2:1 n.V. (1:1, 0:0, 0:0, 1:0) - Serie 1:2

Tore: 1:0 Boyle (2./PP), 1:1 Toffoli (11.), 2:1 Couture (62./PP)

Hut ab vor den "Haien"! Nach zwei bitteren Niederlagen in Los Angeles haben die Sharks im Duell mit den Kings die richtige Antwort parat.

Auch Spiel 3 bringt einen dramatischen Spielverlauf. Wieder gibt es entscheidende Strafen kurz vor Ende der regulären Spielzeit - aber dieses Mal erwischt es den regierenden Champion.

Zwei Sekunden vor Schluss muss Verteidiger Robyn Regehr wegen Hakens auf die Strafbank und fünf Sekunden vor der Sirene bekommt dann auch noch Trevor Lewis eine Goalie-Interference-Strafe aufgebrummt. Diese Strafe bringt die Kings so richtig auf die Palme, denn aus ihrer Sicht wird Lewis von Patrick Marleau in Keeper Antti Niemi (26 Saves) hineingeschubst.

Der einmal mehr überragende Kings-Goalie Jonathan Quick (38 Saves) ist besonders wütend und handelt sich nach der Partie sogar noch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ein.

"Es fällt mir ja sehr schwer zu glauben, dass ein so intelligenter Spieler wie Trevor Lewis absichtlich in den Torwart reinfahren würde. Ich habe ihn gefragt und er meinte, dass er von hinten geschubst worden sei. Ich glaube ihm", meint Kings-Stürmer Dustin Penner nach dem Spiel.

Die Strafe gegen Lewis gibt den Sharks eine 5:3-Powerplay-Chance für die ersten 79 Sekunden der Overtime. Logan Coutures Siegtreffer (4. Playoff-Tor) nach Vorarbeit von Marleau und Joe Thornton fällt allerding erst nach 89 Sekunden, aber immer noch in Überzahl.

Couture ist zuvor im 2. Drittel mit einer Beinverletzung vom Eis gehumpelt, kommt aber eine Minute vor Drittelende zum Jubel der Sharks-Fans wieder zurück.

Die L.A. Kings haben nach dem 0-2-Rückstand in Runde eins gegen St. Louis zuletzt sechs Spiele in Serie gewonnen. Spiel 4 steigt am Dienstag wieder im Shark Tank von San Jose.

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