NHL-Legionäre: Nach starkem Beginn folgt Debakel

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Was vielversprechend begann, endete für Österreichs Legionäre in der NHL mit bitteren Auswärts-Blamagen.

Thomas Vanek erzielte zwar beim Gastspiel der Buffalo Sabres in Philadelphia mit dem 21. Saisontor die 2:0-Führung, doch am Ende setzte es eine arge 2:7-Abfuhr.

„Schlechter kann man in der Defense nicht agieren. Immer wieder bekamen sie die Rebounds, auch im Powerplay waren wir einfach zu langsam“, ging Head Coach Lindy Ruff mit seinem Team hart ins Gericht.

Michael Grabner leistet beim Spiel der New York Islanders in St. Louis den Assist zum 1:0 durch Frans Nielsen nach nur 59 Sekunden. Letztlich stand auf dem Scoreboard ein 1:5.

Buffalo verliert die Kontrolle

Für Buffalo verlief im ersten Abschnitt alles nach Wunsch. 5:15 Minuten waren gespielt, da brachte Kapitän Jason Pominville die Gäste in Front. Wenig später legte Thomas Vanek (10.) nach Vorarbeit von Tyler Ennis nach.

„Wir hatten alles unter Kontrolle. Wir konnten uns Chancen erspielen. Sie übernahmen im zweiten Drittel das Momentum. An dieser Stelle hätten wir smarter und besser spielen müssen, das ist uns nicht gelungen“, fand Topscorer Pominville (54 Scorerpunkte) klare Worte.

Danach wurden die Sabres regelrecht überrollt. Maxim Talbot verbuchte ebenso einen Doppelpack wie Wayne Simmonds im Powerplay. Letzterer wurde während des Warm-ups von einem Puck im Gesicht getroffen, ging aber mit einem Käfig-Schutz auf das Eis.

„Mit jeder Niederlage wird es schwerer“

„Er ist ein Krieger“, gab Flyers-Goalie Ilya Bryzgalov, der 27 Schüsse entschärfte, zu verstehen. Und Jungstar Brayden Schenn fügte hinzu: „Ich sitze neben ihm in der Kabine, er kann nicht mal richtig reden. Man versteht ihn nicht, da das Gesicht derart geschwollen ist. Es war eine außerordentliche Performance.“ Bei fünf Treffern der Flyers leistete übrigens Claude Giroux die Vorarbeit.

Buffalo rangiert nach dieser Pleite weiterhin auf dem vorletzten Rang der Eastern Conference. Nur ein Zähler trennt Vanek und Co. vom Tabellen-Schlusslicht Carolina. „Mit jeder Niederlage wird es schwerer. So enttäuschend dieses Spiel war, wir müssen uns sofort fokussieren und versuchen zu verbessern“, so der Österreicher.

Auf einen Playoff-Platz fehlen den Sabres bereits zehn Punkte, bei Grabner und den Islanders sind es nach der 1:5-Auwärts-Pleite nur zwei weniger.

Schlussmann entnervt die Islanders

Die schnelle 1:0-Führung verspielte die zwölftplatzierte Franchise im Osten bereits im ersten Drittel. Jason Arnott sowie Kevin Shattenkirk in Überzahl drehten das Spiel. Andy MacDonald, David Perron und T.J. Oshie machten im Mittel-Abschnitt alles klar.

„Isles“-Betreuer Jack Capuano analysierte trocken: „Sie haben einen guten Torhüter. Ich weiß genau, warum sie gewonnen haben.“ Brian Elliott behielt bei 26 Versuchen die Oberhand. Sein Gegenüber Al Montoya musste hingegen fünf von 26 Schüssen passieren lassen.

„Unser bester Spieler war der Goalie. Er war sagenhaft. Wir haben den Islanders viel zu viele Chancen gegeben. Es gibt noch einiges zu verbessern“, zeigte sich selbst Blues-Coach Ken Hitchcock nicht vollends zufrieden.

Stamkos trifft und trifft

Die Chicago Blackhawks können doch noch siegen. Zum ersten Mal seit neun Begegnungen durfte der Stanley-Cup-Champ von 2010 wieder jubeln. Ausgerechnet bei den NY Rangers, Leader der Eastern Conference, gewannen die Mannen aus der "Windy City" mit 4:2. Alle Treffer der Blackhawks fielen bereits im ersten Drittel.

Tampa Bay setzte sich gegen die San Jose Sharks erst in der Overtime mit 6:5 durch. Martin St. Louis erzielte das Goldtor. Seine Hände hatte dabei auch Steven Stamkos im Spiel. Schon zuvor leistete der kanadische Center einen Assist und steuerte vor allem einen Doppelpack bei. Es waren die Saisontore 38 und 39, das ist mit Abstand – Evgeni Malkin hält bei 32 – Liga-Bestwert.

Winnipeg kam in Minnesota zu einem 4:3-Shootout-Sieg. Dallas besiegte Calgary in der Verlängerung mit 3:2. Phoenix setzte sich in Los Angeles mit 1:0 durch.

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